Stemwede will in nächsten Jahren nahezu alle Bürger mit schnellem DSL ausstatten

Breitband-Versorgung bis in den letzten Winkel

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Von DSL-Geschwindigkeiten von mehr als 30 MBit/s können viele Stemweder bislang nur träumen. Die Gemeindeverwaltung möchte in den nächsten zwei Jahren Abhilfe schaffen. 

Stemwede - Die Angebote der Telekommunikations-Unternehmen sind verlockend: Breitbandgeschwindigkeiten von bis zu 100 oder gar 400 MBit/s zu einem überschauberen Preis. 

Viele Stemweder können von solchen Geschwindigkeiten nur träumen. Viele Bereiche der Flächengemeinde sind noch immer weiße Flecken, in denen nicht mal 30 Mbit/s erreicht werden. Abhilfe soll bekanntlich der Masterplan Breitband des Kreises Minden-Lübbecke schaffen, mit dessen Hilfe die Kommunen des Kreises Fördermittel für den Ausbau des Glasfasernetzes aquirieren wollen. In Stemwede ist die so genannte Wirtschaftlichkeitslücke wegen der großen Fläche mit rund sieben Millionen Euro am größten. Ein Großteil der Kosten soll über Fördermittel gedeckt werden, der Eigenanteil für die Gemeinde Stemwede dürfte nach einer groben Schätzung der Verwaltung bei rund 700. 000 Euro liegen. Eine genaue Bezifferung ist erst nach der Ausschreibung möglich, vermutlich Ende des Jahres.

Bis 2018 schnelle Internetverbindung

Bürgermeister Kai Abruszat ist zuversichtlich, dass der Kreis in die Förderkulisse kommt und hat sich daher vom Rat die Zusage geben lassen, dass die Verwaltung in den Jahren 2017 und 2018 jeweils bis zu 500.000 Euro in den Breitbandausbau investieren darf. Abruszat hofft aber, dass deutlich weniger Geld notwendig ist. Es gebe Gespräche darüber, dass der Kreis 50 Prozent der etwa 700. 000 Euro über die Kreisumlage finanziert. Eine Entscheidung darüber steht aber noch aus.

Verläuft alles nach Plan, soll spätestens Ende 2018 für nahezu alle Stemweder Bürger eine schnelle Internetverbindung zur Verfügung stehen. Eine Versorgung bis in den letzten Winkel ist sogar Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln. 2311 Haushalte in der Kommune gelten derzeit als unterversorgt. Neben den Privathaushalten wurden auch die Gewerbegebiete mit 38 Betrieben in den Fokus des Masterplans gerückt.

Angesichts anderer anstehender Investitionen in die neue Bahnbrücke in Drohne, neue Feuerwehrgerätehäuser und das Straßennetz, sind die Kosten für den Breitbandausbau eine große Herausforderung für die Gemeinde. Aus Sicht Abruszats sind sie aber unbedingt notwendig. Der Stemweder Bürgermeister macht zugleich deutlich, dass der jetzt geplante Ausbau nicht das Ende der Fahnenstange ist. Damit werde lediglich die Grundversorgung (mindestens 30 Mbit/s) sichergestellt. „Die Dinge müssen so vorbereitet werden, dass man aufsatteln kann“, stellt er klar, denn die digitale Infrastruktur werde in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. J mer

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