Ernährungsberaterin im Stemweder DRK-Kindergarten

Den Blick auf Gesundes lenken

Gemeinsam mit Ernährungsberaterin Regine Steinfort gelang es den Kindern der Haldemer DRK-Kita „Heidemaus“, unter den Filzfiguren Lebensmittel zu finden und diese den Kategorien Obst und Gemüse zuzuordnen. - Foto: Bokelmann

Stemwede - Welche Lebensmittel sind gut, welche weniger und ist es nötig, mehrmals am Tag Fleisch oder Schokolade zu essen? Mit diesen Fragen setzten sich die Kinder der DRK-Kindergärten in Stemwede in dieser Woche auseinander.

Auf Einladung des DRK-Familienzentrums war Ernährungsberaterin Regine Steinfort aus Düsseldorf gekommen und brachte den Kindern auf spielerische Art bei, was gesunde Ernährung bedeutet. Mit ihren Workshops, die am Nachmittag in Eltern-Kind-Aktionen endeten, machte Steinfort an drei Tagen Station in den DRK-Einrichtungen in Dielingen, Haldem und Oppendorf, die zusammen das Familienzentrum bilden. Dabei stand das Kennenlernen gesunder Nahrungsmittel, das Erkennen von Zuckerfallen oder Erschmecken von Obst- und Gemüsesorten im Vordergrund. Am Nachmittag kamen Bewegungsspiele hinzu.

„Zwar lässt sich Gesundheit nicht auf Ernährung und Bewegung reduzieren“, weiß Christina Frobieter von der DRK-Kita „Heidemaus“ in Haldem. Aber dort könne man an der Basis beginnen und deutlich machen, was für die Gesundheit förderlich ist. Daher hatte das Familienzentrum in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes die Ernährungsberaterin mit ins Boot geholt, nachdem es bereits andere Projekte zu verschiedenen Themen in Kooperation mit Reinhard Stükerjürgen, Fachberater eines Unternehmens für Kinderbedarf, gegeben hatte.

Regine Steinfort arbeitete in den Kindergärten mit den verschiedenen Gruppen zusammen. Die Drei- bis Sechsjährigen bekamen dabei verschiedene Aufgaben – dem Alter entsprechend.

Am meisten Freude hatten laut Steinfort alle beim Verkostungs-Parcours. Dabei musste mit geschlossenen Augen erraten werden, welches Obst oder Gemüse man im Mund hatte und anschließend das richtige Bild dazu gefunden werden. 

„Das ist gar nicht so einfach, weil man ja nichts sieht“, sagte Steinfort, die mit den Jungen und Mädchen auch über die Ernährungspyramide sprach. „Die Kinder sollen selbstständig erkennen, was gut für sie ist“, so Steinfort, die von strengen Regeln nicht viel hält. „Aber in Zeiten von Fertigprodukten ist es wichtig, Alternativen aufzuzeigen und ein Bewusstsein für gesunde Lebensmittel zu schaffen.“

Auch die Sprachförderung sei Bestandteil ihres Konzepts, machte Steinfort deutlich. Denn einige Gemüsesorten seien bei den Kindern noch unbekannt – meistens wurde das bei der Aubergine deutlich, als es darum ging, zwischen Obst und Gemüse zu unterscheiden.

Für die Stemweder Kindergartenmitarbeiter ist es selbstverständlich, auf gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten, machten die Verantwortlichen am Rande des Projekts deutlich. Dies zeigt sich unter anderem in der Zertifizierung „Ort des gesunden Aufwachsens“, die die „Krümelkiste“ in Dielingen bereits hat. Die Oppendorfer und Haldemer Kita befinden sich in dem Prozess und streben die Auszeichnung an. - abo

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