Ausstellung der Arbeitstherapie im Schloss Haldem

Bezaubernde Holzarbeiten

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Jonas Templin lud die Besucher auf einen Rundgang durch die Maßregelvollzugsanstalt ein.

Haldem - Früh musste man da sein, wenn man eines der beleuchteten Dekohäuschen ergattern wollte. Die waren bei der Ausstellung im Schloss Haldem begehrt und bereits eine Stunde nach Eröffnung ausverkauft. Bestellungen nahm Holger Reitmeyer, Leiter der Holzwerkstatt, aber gerne entgegen.

Mit großem Interesse werden die handgefertigten Holzarbeiten bei der Ausstellung im Schloss in Augenschein genommen.

Einmal mehr öffneten sich am Sonntag die Pforten zu einer vorweihnachtlichen Holzausstellung im Schloss Haldem. Was unter den geschickten Händen der Patienten in der Arbeitstherapie entstanden ist, durften die Besucher wohlwollend in Augenschein nehmen und erwerben. Kreatives und künstlerisches Handwerk lockte abermals Interessierte aus der ganzen Region hinter die Mauern der LWL-Maßregelvollzugsklinik, die gerne die Gelegenheit zum Stöbern, Schauen und Kaufen nutzten.

Bezaubernde Holzarbeiten, vom Schaukelpferd über Nistkästen bis hin zu Schwippbögen für die Weihnachtsdekoration – der Ideenreichtum schien grenzenlos. Im Mehrzweckraum des Schlosses durfte nach Herzenslust gestöbert werden. Etwas abgedunkelt und mit vielen kleinen Lichtern beleuchtet kam hier durchaus Vorweihnachtsstimmung auf. Sowieso macht die große Vielfalt des nachhaltigsten Werkstoffs überhaupt das besondere Flair dieser Ausstellung seit Jahren aus.

Jonas Templin lud die Besucher auf einen Rundgang durch die Maßregelvollzugsanstalt ein.

„Die Patientengruppe besteht aus maximal 16 Personen“, erklärte Arbeitserzieher Holger Reitmeyer. Die anfangs noch laienhaften Holzbearbeiter bringen das Material unter Anleitung von Fachkräften in Form. Das ganze Jahr über wird auf den Verkauf bei dieser Ausstellung im Schloss, der Messe auf dem Brockumer Großmarkt und den Weihnachtsmärkten in Lemförde und Levern hingearbeitet.

Die Patienten bekämen eine geringe Arbeitsbelohnung, die vor allem als Motivationsanreiz gesehen werden soll, so Reitmeyer. „Die gefertigten Produkte werden vermarktet und die Einnahmen fließen komplett in die Materialkosten und Arbeitsbelohnung zurück“, verdeutlicht er. Damit die Förderung der Patienten stets im Vordergrund stehe, würden niemals mehr als fünf bis 20 Stücke in einer Kleinserie gefertigt und die kreativen Ergebnissen gibt es dann zum ausgesprochen günstigen Preis zu kaufen.

Gemütliche Atmosphäre zum Verweilen und Genießen hatten die Beteiligten aus der Klinik in der Cafeteria geschaffen. Es duftete nach Kaffee und Patienten und Mitarbeiter hatten Kuchen gebacken, den sie mit Freude servierten. Außerdem bot Jonas Templin, seit August Leiter des Sozialzentrums und Nachfolger von Paul Bosse, Führungen durch die Maßregevollzugsklinik an.

hm

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