Pickert und Musik sorgen für Besucherandrang / Abschied von Mühlenmusikanten

Der beste und letzte Mühlentag der Saison

Beim letzten Oppenweher Mühlentag der Saison passte alles. Das bescherte der Mühlengruppe rekordverdächtige Besucherzahlen.

Oppenwehe - Rekordverdächtig waren die Besucherzahlen an der Oppenweher Bockwindmühle am Sonntagnachmittag. Allerbestes Herbstwetter, frisch gebackener Pickert und eingängige volkstümliche Melodien der Mühlenmusikanten. Kein Wunder also, dass der letzte Mühlentag der Saison für gut gefüllte Bänke auf dem weitläufigen Gelände sorgte.

Zufrieden waren Gäste und die Mitglieder der Mühlengruppe am späten Nachmittag: beste Stimmung, eine fast ausverkaufte Küche – hier passte alles. Kaum zur Ruhe kamen die vielen fleißigen Helfer, die sich um der Wohl der Besucher kümmerten. „Schon zur Mittagszeit waren viele gekommen, um heißen Pickert mit Apfelmus und einem Pott Kaffee unter freiem Himmel zu genießen“, freute sich Mühlenchef Karl-Heinz Bollmeier. Schon da hätte sich abgezeichnet, dass es voll werden würde. Mit solch einem Besucheransturm hatte man dann zwar doch nicht gerechnet, war aber bestens gewappnet.

Hand in Hand arbeitete die Mühlengruppe, servierte Butterkuchen, schmierte Leberwurstbrote, grillte Bratwürstchen, backte Pickert von 80 Kilogramm Kartoffeln im Zelt, zapfte Bier und erklärte die Funktionen in der historischen Windmühle. „Wir kommen so gerne hierher“, räumten Margret und Dieter Krömer ein. Wenn sich die Mühlenflügel drehten und sie den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen genießen könnten, sei für das Ehepaar aus Belm die Welt in Ordnung.

Viele Besucher kämen schon jahrelang auch wegen der Oppenweher Mühlenmusikanten zum Mühlentag, wusste Bollmeier. Diese, weit über Oppenwehes Grenzen bekannte „Mühlen-Band“ hatte am Sonntag ihren letzten Auftritt. Aus Altersgründen wollen die Musiker, deren Durchschnittsalter wohl bei 80 Jahren liegt, kürzer treten. Als Mühlenmusikanten werden sie nicht mehr wieder kommen, wohl aber in kleinerer Formation. „Wenn mal Not am musikalischen Mann ist“ versprach Heinz Spreen, als Sprecher der Truppe.

Bollmeier verabschiedete die stets gut gelaunten Musiker mit Black-Baccara-Rosen. „Wir sind etwas traurig, aber es sei euch gegönnt. Ihr habt stets schöne Musik gemacht und dafür gesorgt, dass an der Mühle immer was los ist“, zollte der Vorsitzende der Mühlengruppe ihnen großes Lob. Und nachdem die Tränen aus den Augenwinkeln vieler Besucher aber auch der Musikanten gewischt waren, unterhielten sie weiter in gewohnter Weise mit Walzer, Tango und Foxtrott zur Freude der Besucher, die gerne ein Tänzchen unter Mühlenflügeln wagten.

Mit von der Partie waren am Sonntag auch einige Kunsthandwerker. Sie hatten Hölzernes, Gestricktes und Hochprozentiges im Gepäck und sorgten für Kurzweil beim Bummel über das Gelände. Gleichermaßen wie die Mühlengruppe waren sie erfreut über so viele Besucher. „Das war der beste Mühlentag der gesamten Saison“, resümierte Bollmeier. Gut besucht waren auch der Kreismühlentag im August und der Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag. „Wetterbedingt waren manche Mühlentag zwar nicht ganz so gut besucht, aber wir sind vollends zufrieden mit der Saison“, so Bollmeier.

Start in die neue Mühlensaison ist am Sonntag, 23. April. Interessierte können sich folgende Mühlentage schon einmal in ihren Kalender eintragen: Sonntag, 14. Mai, Pfingstmontag, 5. Juni (Deutscher Mühlentag), Sonntag, 16. Juli, Sonntag, 27. August (Kreismühlentag), Sonntag, 17. September und Sonntag, 15. Oktober. - hm

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