Chor „Echolot“ beleuchtet das Vaterunser

Bekanntestes Gebet im Fokus

Zum Abschluss sang der Chor „Echolot“ das Lied „Baba Yetu“ – mit dem suahelischen Ausdruck für Vaterunser boten die Sänger ein klangvolles Stück und insgesamt einen runden Abend. - Foto: Bokelmann

Dielingen - Es ist eine Kontaktmöglichkeit, eine Brücke und Beziehungspflege zu Gott – und vor allem ist es das am weitesten verbreitete Gebet des Christentums: das Vaterunser. Um dieses drehte sich nun der Gottesdienst, den die Sängerinnen und Sänger des Dielinger Chors „Echolot“ gestalteten.

Dabei übernahm die rund 25-köpfige Gruppe nicht nur die musikalische Begleitung, sondern sprach auch die Eingangsworte sowie Gebet und verdeutlichte in einem Anspiel die Bedeutung des Vaterunser für jeden einzelnen. Im Wechsel trugen die Männer und Frauen die Zeilen des Vaterunser vor, hinterfragten sie und machten das Gebet somit zu einem nachdenklichen Dialog mit Gott. Zudem wurde herausgestellt, dass viele Menschen das Vaterunser zwar kennen, aber nicht die Tiefgründigkeit dieses Gebets, das rund um den Globus verbreitet ist, verstehen.

Mit Pfarrer Michael Beening waren sich die „Echolot“-Mitglieder einig: „Gottes Reich fängt bei jedem persönlich an.“ Der Geistliche führte den Gottesdienstbesuchern in der St. Marienkirche in Dielingen vor Augen, dass jeder anders betet und unterschiedliche Gefühle dabei vor Gott bringe.

Wichtig sei am Ende aber, immer aufrichtig zu beten und seine Worte auch zu meinen und den Willen Gottes zu befolgen – „und nicht unseren eigenen“, so Pfarrer Beening, der den größten Teil des Gottesdienst von der Kirchenbank beobachtete.

Im Vordergrund standen während des Abendgottesdienstes, den sich die Sänger von „Echolot“ gewünscht hatten, natürlich die Lieder. Im typischen schwarz-roten Outfit gekleidet, stimmte die heimische Gruppe tiefgründige christliche Songs wie „Du bist da“, „Der Herr ist mein Licht“ und moderne Stücke wie „Lift him up“ an.

Gelungener Wochenend-Ausklang

Unter der Leitung von Dirigentin Sarah Seeger, die in ihrer mitreißenden Art nicht nur den Chor zu Höchstleistungen animierte, sondern auch die Gottesdienstbesucher in ihren Bann zog, wurde das abendliche Konzert in dem Dielinger Gotteshaus zu einem gelungenen Ausklang des Tages. Somit hatten sich die „Echolot“-Sänger ihren lang gehegten Traum eines musikalischen Abendgottesdienstes erfüllt, wie sie selber berichteten.

Wer es jetzt nicht zum Abendgottesdienst des Vokalchores geschafft hat, sollte sich im Kalender schonmal Sonnabend, 17. September, anstreichen: Dann kommt „Echolot“ erneut in die Dielinger St. Marienkirche und stimmt ab 19 Uhr im Rahmen eines musikalischen Abends unter dem Motto „Viva la vida“ moderne und klassische Lieder an. - abo

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