Maximilian Schebitz tritt Nachfolge von Ulrich Staas an

Wechsel an der Spitze des Amtsgerichtes

Ulrich Staas bedankte sich bei seinen Vorrednern. Zu diesen zählte auch Landgericht-Präsident Klaus Petermann (r.).

Rahden - Vier Jahre lang hat Ulrich Staas das Amtsgericht Rahden geleitet. Eine Zeit, in der er viel bewegt hat – das ging aus den vielen anerkennenden Worte hervor, mit denen er gestern bei einer Feierstunde im Rahdener Bahnhof verabschiedet wurde. Gleichzeitig begrüßten die Gäste seinen Nachfolger Maximilian Schebitz.

Offiziell ist der Wechsel schon vor ein paar Monaten erfolgt: Staas ging im April dieses Jahres in den Ruhestand, Schebitz erhielt seine Ernennungsurkunde zwei Monate später. Die Feierstunde bot noch einmal Platz für Dankes- und Begrüßungsworte sowie für Erinnerungen und Ausblicke.

Staas könne auf eine „beeindruckende Tätigkeit“ innerhalb der Justiz zurückblicken, sagte Klaus Petermann. Der Präsident des Landgerichtes Bielefeld begrüßte rund 50 Gäste und schilderte ihnen Stationen aus dem Leben des ehemaligen Direktors.

Staas ist in Minden geboren. Dort habe er noch heute seinen Wohnsitz und Lebensmittelpunkt, so Petermann. „Sie sind ein Kind Ostwestfalens und ihrer Heimat immer treu geblieben“, befand er.

Sein Studium absolvierte Ulrich Staas in Bielefeld. Anschließend war er unter anderem in den Landgerichten in Bochum, Dortmund, Hagen, Siegen und Essen tätig. Zum 1. September 1994 wurde er als Petermanns Nachfolger ans Amtsgericht Rahden versetzt. Dessen Leitung hat Staas im März 2012 übernommen. „Sie haben erkennen lassen, dass Ihnen nicht nur das Recht, sondern auch die Menschen, vor allem die Ihnen anvertrauten Mitarbeiter, ans Herz gewachsen sind“, meinte Klaus Petermann. Er wünschte Staas nach 37 Jahren im richterlichen Dienst nun einen schönen Ruhestand. Er könne jetzt verstärkt seinem Hobby nachgehen und bei Kreuzfahrten die Welt entdecken.

Reinhard Lührmann, Vorsitzender des Anwalts- und Notarvereins Lübbecker Land, überreichte Präsente an Maximilian Schebitz (r.) und Ulrich Staas (l.). - Fotos: Schmidt

Maximilian Schebitz kommt gebürtig aus Gescher im Münsterland. Sein Studium der Rechtswissenschaften absolvierte er in Osnabrück. Anschließend arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt. „Ich bin froh, dass Sie doch noch den Weg in die Justiz gefunden haben“, erzählte Petermann von Schebitz Wechsel in den Richter-Beruf. In Rahden ist der Westfale seit 2011 tätig gewesen.

Auch in schwierigen Situationen bewahre er Ruhe und treffe die richtigen Entscheidungen, lobte ihn Petermann. Schebitz sei eine vielseitige und kompetente Persönlichkeit. Er habe schon früh in der Kirchenarbeit mitgewirkt und eine Vorliebe für Kammermusik entwickelt.

Grußworte des Kreises Minden-Lübbecke überbrachte Jugendamt-Leiter Helmut Poggemöller. Er betonte, dass sich das Rahdener Gericht durch Bürgernähe auszeichne. Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel ist überzeugt, dass dieses bürgernahe Gericht bei Schebitz in guten Händen ist. Laut dem Verwaltungschef herrscht in Rahden ein gutes Verhältnis zwischen Rathaus und Justiz. Vielleicht liege das daran, dass die Verwaltung seit Jahren von Volljuristen geleitet werde, mutmaßte er – Honsel ist promovierter Jurist, ebenso wie sein Vorgänger Bernd Hachmann.

Weitere Grußworte überbrachte Reinhard Lührmann, Vorsitzender des Anwalts- und Notarvereins Lübbecker Land. Er begann seine Arbeit in Rahden im Jahr 1994, genauso wie Ulrich Staas. „Seitdem mussten wir es miteinander aushalten“, scherzte er. Die Arbeit sei stets von Respekt geprägt gewesen. Mit Schebitz gebe es einen neuen, jungen Direktor, der zu Rahden passe. Auch Justizamtsinspektor Ulrich Schiller, Personalrat des Amtsgerichts, würdigte die Leitungen von Staas und Schebitz.

Staas bedanke sich bei seinen Kollegen für eine schöne Zeit und verwies auf neue Herausforderungen. Als Beispiel nannte er elektronische Gerichtsakten.

Laut Schebitz, dem die letzten Worte vorbehalten waren, habe Staas den richtigen Blick dafür, wo etwas verbessert werden könne. Bis zu seinem letzten Arbeitstag sei er hochmotiviert gewesen. Der neue Direktor freut sich, seine Aufgaben zu übernehmen. „Inbesondere erwartet mich ein Gericht mit tollen und motivierten Mitarbeitern“, so Schebitz.

ks

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