Carsten Kunter stellt bei Dienstabend klar: „Ich bin nicht Varls neuer Löschgruppenführer“

Vernünftiger Austausch als erster Schritt

Die Varler Löschgruppe hat sich mit Carsten Kunter zum Gespräch getroffen und will nun positiv in die Zukunft blicken. - Symbolbild: dpa

Rahden / Varl - In einem offenen Gespräch haben einige Mitglieder der Varler Löschgruppe am Mittwochabend mit dem zuständigen Zugführer Carsten Kunter gesprochen und die derzeitige Situation erörtert. Nachdem Alexander Thie als Varls Löschgruppenführer am vergangenen Mittwoch sein Amt niedergelegt hatte, ist Kunter übergangsweise mit den Aufgaben des ersten Ansprechpartners der Varler beauftragt worden. Daraufhin hatte es Aufruhr gegeben, weil sich einige Varler Feuerwehrmitglieder von der Wehrführung in Rahden übergangen fühlten (wir berichteten).

Zudem sind zwei Personen von der Varler in die Sielhorster Löschgruppe gewechselt. „Wir haben am Mittwoch auch über die Stellungnahme gesprochen“, berichtet Carsten Kunter auf Nachfrage zum Verlauf des Standarddienstes, bei dem auch Reiner Langhorst zur Unterstützung anwesend war. „Von dem Misstrauen, die der Wehrführung in einer Stellungnahme ausgesprochen worden war, war bei dem Treffen nichts zu spüren“, so Kunter. Allerdings sei deutlich geworden, dass nicht alle Varler Feuerwehrmänner über dieses Schreiben im Vorfeld in Kenntnis gesetzt worden waren. „Einige haben erst aus der Zeitung davon erfahren.“ Für Kunter ist damit klar: „Die Stellungnahme hat nicht die 100-prozentige Meinung der Varler Löschgruppe wiedergegeben.“

Von den Aktiven der Varler Löschgruppe waren laut Kunter deshalb wohl auch nur fünf Personen, also etwa ein Drittel, bei dem Dienst am Mittwochabend, aus dem man schließlich positiv auseinander gegangen sei. Hinzu kamen sechs neutrale Tageseinsatzkräfte, die ebenfalls wissen wollten, wie es nun weitergehen wird.

„Es gibt derzeit keine andere Lösung“, erklärte Kunter den Ehrenamtlichen zur personellen Situation nach dem Rücktritt Thies. Kunter als Führer des ersten Zuges, zu dem neben Varl auch die Einheiten aus Rahden und Tonnenheide gehören, stellte heraus: „Ich in nicht der neue Löschgruppenführer, sondern werden Heinfried Hodde als stellvertretenden Löschgruppenführer bei seinen Aufgaben unterstützen.“ Zudem werde er die Arbeit in Varl koordinieren.

Insgesamt sei das Treffen in einer angenehmen Atmosphäre verlaufen und man sei zu dem Ergebnis gekommen: „Wir wollen Feuerwehr machen und für die Bürger da sein“, so Kunter. Gemeinsam wolle man nun den Blick nach vorn richten. „Die Standortfrage für das Feuerwehrgerätehaus mit der Löschgruppe Sielhorst ist geklärt“, ergänzt Kunter.

Wie es nun mit den Aktiven der Varler Wehr weitergeht, die an der Stellungnahme beteiligt waren, mag Carsten Kunter nicht zu sagen. „Es bleibt jedem selbst überlassen, wie er die Situation nun nimmt“. Er sehe in dem „vernünftigen Austausch“ einen ersten wichtigen Schritt.

Ein Sprecher der Varler Feuerwehr, der die Stellungnahme per E-Mail verschickt hatte, will sich nicht mehr zu dem Thema äußern. - abo

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