Firmenvertreter informieren sich über Stadtmarketing, Breitband und Internetseiten

Stammtisch für Unternehmer lebt wieder auf

Bauamtsleiter Dieter Drunagel (l.) schilderte den Stand des Breitbandausbaus. Für ein gutes Netz will die Stadt viel Geld investieren.

Rahden - Nach mehr als zwei Jahren Pause lebt der Rahdener Unternehmerstammtisch wieder auf. Auf Einladung der Stadt Rahden, des örtlichen Gewerbebundes und der Werbegemeinschaft Pr. Ströhen trafen sich am Donnerstag rund 50 Gewerbetreibende und Firmenvertreter im Westfalenhof. Sie tauschten sich aus und lernten Rahdens neue Wirtschaftsförderin kennen. Außerdem erhielten sie Informationen über den Breitbandausbau und Content Management Systeme.

Bürgermeister Dr. Bert Honsel begrüßte die Unternehmer und regte an, den Standort Rahden gemeinsam weiterzuentwickeln. „Alleine schafft die Verwaltung das nicht“, hob er die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit hervor.

Eine Vermittlerrolle zwischen Unternehmen und der Verwaltung nimmt Irina-Jasmin Hanke ein. Seit dem 1. September ist die 36-Jährige bei der Stadt als Wirtschaftsförderin angestellt. Im Westfalenhof sprach sie über Projekte, die sie verwirklichen möchte. Dazu zählt ein offenes WLAN-Netz in Rahden. Von diesem erhoffen sich sie und weitere Befürworter eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Stadt. „Elf Hotspots wären super“, meinte sie. Derzeit liefen Gespräche mit den Besitzern von Immobilien, an denen solche Zugangspunkte zum Internet installiert werden könnten.

Wichtige Themen sind laut der Wirtschaftsförderin auch das Leerstands-Management, die Mobilität in den Außenortschaften sowie die Förderung des Ehrenamtes. Zudem ist Hanke zufolge geplant, das Logo der Stadt weiter zu verbreiten und zum Beispiel Begrüßungsschilder am Ortseingang damit zu zieren.

Einen Sachstandsbericht zum Breitbandausbau gab Bauamtsleiter Dieter Drunagel. Er erinnerte daran, dass die Stadt Rahden viel Geld investieren will, um alle bisher unterversorgten Haushalte (Bandbreite unter 30 Mbit/s) und Firmen (unter 50 Mbit/s) mit schnellem Internet zu versorgen – egal, wie abgelegen ihre Gebäude liegen. Der Ausbau soll mithilfe eines kreisweiten Breitband-Masterplans gelingen. Ziel ist die durchgehende Verlegung von Glasfaserkabel bis zum einzelnen Haus beziehungsweise Gewerbegrundstück. Für Rahden bedeutet das 222 Kilometer zusätzliche Glasfaserkabel und die Erschließung von rund 1400 Grundstücken. Kostenpunkt: Rund 684 000 Euro. Eingerechnet sind dabei schon beantragte Fördermittel des Bundes. Ein vorläufiger Förderbescheid wird für Februar erwartet. Die Verantwortlichen wollen das schnelle Internet möglichst 2017, spätestens jedoch bis Ende 2018 freischalten.

Mirko Kaufmann referierte über neue Content Management Systeme. - Fotos: Schmidt

Der letzte Punkt auf der Agenda des 17. Unternehmerstammtisches war ein Referat über Content Management Systeme. Über diese Systeme, welche die Pflege von Internetseiten erleichtern, informierte Mirko Kaufmann von der Mindener Firma Kaufmann Digital. Gute Internetseiten sind laut ihm aktuell, auf ihre Zielgruppe spezialisiert und benutzerfreundlich. Außerdem müssten sie sowohl am PC als auch auf Smartphones oder Tablets leicht zu bedienen sein. - ks

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