Mehr als 3 000 Schulanfänger lernen richtiges Verhalten im Straßenverkehr

Sicherheit für die Kleinsten

Interessiert und neugierig begutachteten die Kinder sogleich mit Landrat Dr. Ralf Niermann und Bezirkspolizist Guido Wiehebrink das farbenfrohe Arbeitsheft.

Minden-Lübbecke / Rahden - Nicht nur für die Schulanfänger im Kreis Minden-Lübbecke heißt es ab jetzt, aktiv und regelmäßig am Straßenverkehr teilzunehmen. Mehr Sicherheit für die Kleinsten – das ist das Ziel der jährlichen Schulanfangsaktion von Kreisverwaltung, Polizei und Kreisverkehrswacht im Mühlenkreis.

Um die Kinder auf die Gefahren auf ihrem Schulweg hinzuweisen und das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben, erhält derzeit jeder der insgesamt 3 007 Schulanfänger das Übungsheft „Der schlaue Fußgänger“. Auch in der Rahdener Grundschule verteilte Landrat Dr. Ralf Niermann gemeinsam mit Vertretern der Verkehrswacht, der Polizei und des Straßenverkehrsamtes das altersgerecht aufbereitete Arbeitsheft, das den Lehrplananforderungen aller Bundesländer entspricht.

Die Broschüre gibt den Jungen und Mädchen wertvolle Tipps für Fußgänger, überprüft das Wissen mit Fragen und einem Lösungsheft. Von der richtigen Benutzung des Gehwegs nach Verlassen des Elternhauses, über Vorsicht auf dem Zebrastreifen, wenn unachtsame Autofahrer nahen, und den Unterschieden von Autofahrer- und Fußgängerampel bis hin zu den Gefahren, zwischen zwei parkenden Autos die Straße zu überqueren, umfasst die Broschüre jede Menge Verhaltenstipps.

Zudem gibt sie Hinweise auf Gefahrenquellen, für die die Kinder sensibilisiert werden sollen. „Mit dem Heft wollen wir erreichen, dass sich die Schulanfänger möglichst sicher und richtig auf Straßen bewegen“, erläuterte Landrat Niermann.

Zwar sei die Zahl der Verkehrstoten im Kreisgebiet mit 16 Unfallopfern im vergangenen Jahr, darunter zwei Fußgänger und drei Radfahrer (bei letzteren ein siebenjähriges Kind) gesunken. Dennoch sei jeder Schulwegunfall einer zu viel und man müsse unerlässlich daran arbeiten, die Situation zu verbessern, so der Landrat. Daher sei gerade zum Schuljahresbeginn immer wieder erhöhte Vorsicht geboten.

Diesem pflichtete Klaus Torno bei. „Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen nicht richtig einschätzen, lassen sich zudem leicht ablenken und zu spontanem Handeln verleiten“, so der Verkehrssicherheitsberater der Polizei, der in den Schulen gemeinsam mit den Pädagogen die Verkehrserziehung vornimmt.

Insbesondere warnte er, Schulkinder vor dem Besuch der dritten Klasse mit dem Rad zur Schule zu schicken. Von 99 Kindern unter 15 Jahren, die 2015 im Straßenverkehr verunfallten, waren 34 auf dem Weg zur Schule – 15 mit Rad und neun zu Fuß. „Erst mit dem 15. Lebensjahr ist die Wahrnehmung voll ausgebildet“, unterstrich Torno beim Besuch in Rahden.

Auch den Eltern komme bei der sicheren Schulwegbewältigung eine wichtige Rolle zu. Schule, Polizei, Verkehrswacht und Straßenverkehrsamt seien dankbar, wenn auf unerkannte Gefahrenquellen auf den Schulwegen hingewiesen werde. - Art

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