Jung- und Altschützenkönige messen sich

Schützen warten aufs Ergebnis

26 amtierende Jungkönige aus dem gesamten Schützenkreis Lübbecke gingen gestern beim Kleinkaliberschießen um die Kreisjungkönigswürde 2016 in Varl an den Start. - Fotos: Bokelmann

Varl - Als „tragende Säule des dörflichen Lebens, das die Geselligkeit und Freundschaften fördert“ bezeichnete Wilhelm Kopmann gestern das Schützenwesen. Rund 1 000 Schützenvereinsmitglieder aus dem Schützenkreis Lübbecke waren in Varl zum 49. Kreiskönigsschießen zusammengekommen und lauschten der Rede von Rahdens stellvertretendem Bürgermeister im Festzelt an der Grundschule.

Neben den Grüßen aus Rat und Verwaltung hatte Kopmann auch reichlich Dankesworte im Gepäck. „Eine solche Großveranstaltung lebt vom Engagement der ehrenamtlichen Helfer“, so Kopmann, der sich freute, dass das Schützenwesen in der Region so tief verankert und nach wie vor beliebt ist. Dies würden die Besucherzahlen der diversen Schützenfeste zeigen, ergänzte Karl-Heinz Bollmeier.

Die Altmajestäten müssen sich nun bis zum 29. Oktober gedulden. Erst dann lüftet Karl-Heinz Bollmeier (Mitte links) bei Meiers Deele in Oppenwehe das Ergebnis des Kreiskönigsschießens.

Der Vorsitzende des Schützenkreises bedauert zwar, dass es im Kreisgebiet mit den fast 5 000 Schützenkreis-Mitgliedern zwei Republiken gab (Eilhausen und Gestringen-Isenstedt), aber „die Schützenfeste werden mit neuen Konzepten weiterleben“, ist sich Bollmeier sicher. Als weitere Festredner wandten sich zur Eröffnung des Kreiskönigsschießens auch Varls Ortsvorsteher Werner Bredenkötter sowie Kreissportleiter Günter Sprado und Gildemajor Stefan Heitmann an die Schützen und dankten allen Beteiligten für die Mithilfe an der Großveranstaltung. Die Reihenfolge, in der die amtierenden Majestäten nach Abschluss der jüngsten Schützenfestsaison am Varler Schießstand nochmal ans Gewehr traten, wurde per Los zugeteilt.

Nachdem die Schützengilde Varl bereits im Jahr 2004 Ausrichter des Kreiskönigsschießen war und selber bislang zwei Jung- und drei Altkreiskönige gestellt hat, begrüßten die Varler gestern nun also erneut befreundete Vereine. Gemeinsam verbrachten die Schützen mit ihren amtierenden Majestäten vergnügliche Stunden – bei Kaffee und Torte, die von der Damenkompanie der Varler Gilde beigesteuert wurden, sorgten der Spielmannszug Varl und die Renslager für musikalische Unterhaltung.

Für insgesamt 25 Altkönige und 26 Jungkönige heißt es nun abwarten. Denn nach dem gestrigen Schießwettbewerb in Form eines Kleinkaliberschießens unter der Aufsicht der beiden Kreissportleiter Günter Sprado und Ralf Eikenhorst sowie als Neutrale Erika Rühl-Schiplock vom Frotheimer Verein bleiben die Ergebnisse über einen Monat lang streng geheim.

Für die Jungschützen hat das Warten schließlich am Sonnabend, 8. Oktober, ein Ende. Dann wird Schützenkreis-Vorsitzender Bollmeier bei Meiers Deele in Oppenwehe in bewährter Form den neuen Kreisjungschützenkönig und damit Nachfolger von Lani Israel (Schützenverein Drohne) bekannt geben. Die Proklamation des Altkreiskönigs ist sogar noch später – am Sonnabend, 29. Oktober, und wird das Geheimnis um den Nachfolger Günther Sprados (Schützenverein Oppenwehe) lüften.

Als weitere Termine für die Schützen nannte Bollmeier den Bezirksdelegiertentag im Anschluss ans Bezirkskönigsschießen im Kreis Herford (18. September in Enger), das Königinnenpokalschießen (1. Oktober in Sielhorst), das Prinzgemahlschießen (14. Oktober in Westrup) und die Siegerehrung der Sportschützen mit angeschlossener Jugendversammlung (19. November in Oppenwehe).

Das Kreiskönigsschießen, das im kommenden Jahr zum 50. Mal ausgetragen wird, soll laut Karl-Heinz Bollmeier im Jahr 2017 in Haldem über die Bühne gehen. 

abo

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