Verwaltung berichtet über Innenstadtsanierung

Rahdener können Ideen einbringen

Politik, Verwaltung sowie Stadt- und Grundstückentwicklungs-Gesellschaft hoffen auf viele Ideen zur Innenstadtsanierung.

Rahden - In Rahdens Innenstadt hat sich viel getan. Fassaden von Privathäusern wurden saniert, der Alte Markt und der Glindower Platz umgestaltet. Es bleibt aber noch allerhand zu tun und deshalb ist ist das integrierte städtische Entwicklungskonzept (ISEK) verlängert und das Sanierungsgebiet erweitert worden. Was noch ansteht, darüber informierten Vertreter der Stadt und der Deutschen Stadt- und Grundstückentwicklungs-Gesellschaft (DSK) zahlreiche Bürger in der Aula der Sekundarschule.

Das Sanierungsgebiet musste nach Angaben von Bürgermeister Bert Honsel vergrößert werden, „weil wir erkannten, dass weitere Teile der Innenstadt sanierungsbedürftig sind“. Für weitere Maßnahmen hofft die Stadt Rahden auch auf Anregungen der Bürger, wie Bauamtsleiter Dieter Drunagel ergänzte. Ideen können die Rahdener noch bis zum 30. September im Rathaus äußern.

Bund und Land förderten die Sanierung mit 70 Prozent, den Rest trage die Stadt, sagte DSK-Vertreter Carsten Lottner. Er geht von Gesamtkosten von rund sechs Millionen Euro aus. Ihren Anteil von rund 1,128 Millionen Euro könne die Stadt „über fünf oder mehr Jahre strecken“.

Das Sanierungsgebiet ist um die Bahnhofstraße, die Weher Straße bis zum Bahnübergang und den Bereich mit Grundschule und Amtsgericht erweitert worden. „In Stein gemeißelt“ sei die Abgrenzung nicht, sah Lottner noch Spielraum.

Die Grundschule solle in Teilen energetisch saniert werden, so Lottner und Drunagel. Mit Spielgeräten solle das Schulgelände aufgewertet werden und diese Geräte würden allen zur Verfügung stehen.

Zwischen dem Glindower Platz und dem Kirchplatz soll der „Sanierungs-Lückenschluss“ her. Den Kirchplatz bewerteten Drunagel und Honsel als ganz zentralen Bereich. Die Eisdiele belebe den Platz, aber nebenan gebe es teils komplett leerstehende und sanierungsbedüftige Objekte, merkte Lottner an. Jürgen Reuter vom Landschaftsverband hat die Gebäude aufgemessen. „Alle Rahdener werden finden, dass da was getan werden muss“, sagte Honsel mit Blick auf den Kirchplatz. Mit städtischen Mitteln allein sei das nicht machbar. „Wir werden einen privaten Investor suchen.“ Dabei helfe auch das Förderprogramm, waren sich die Vertreter von Stadt und DSK einig.

Fördergelder sind bewilligt

Die Fördergelder seien für den Kirchplatz bewilligt und bis Ende 2017 müsse gebaut werden, damit die Mittel nicht verfielen, so der Bürgermeister und der DSK-Vertreter. Der Platz sei aber im Besitz der Kirche und daher müsse alles im Einvernehmen erfolgen. Auch das Presbyterium befasse sich mit dem Vorhaben. Der Kirchplatz sei „der zentrale Platz“ und eventuell könne die Kirche auch noch gestrichen werden, sagte Honsel. „Und danach reden wir über die Kirchplatzmauer“, meinte Honsel auf eine entsprechende Nachfrage von Jürgen Wiegmann. Die habe eine hohe Aufenthaltsqualität, merkte der Rahdener an.

Der Planer habe in seinem Entwurf die Mauer weggenommen, um den Platz zu öffnen, betonte Drunagel. „Aber das Thema ,Mauer ja/nein’ wird im weiteren Planverfahren auf den Tisch gebracht.“

Weitere Informationen zur Innenstadtsanierung und den Fördermöglichkeiten gibt es im Internet auf der Seite der Rahdener Innenstadt. - DK

www.rahden-innenstadt.de

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