Rahdener Grüne stellen Ziele für das zweite Halbjahr vor

Postkarte mit Lokalkolorit

Verschicken gerne Postkarten: (v.l.) Wolfgang Henke, Veronika Dodenhöft, Cornelia Schmelzer, Manfred Krämer und Winrich Dodenhöft stehen vor der historischen Kulisse des Rahdener Bahnhofsgebäudes und präsentieren ihre neueste Idee. - Foto: DK

Rahden - Werbung für sich und ihre Ziele machen und das Image ihrer Heimatstadt, in der sie politische Arbeit leisten, weiter verbessern: Die Mitglieder der Rahdener Partei Bündnis 90 / Die Grünen wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. So stellten Wolfgang Henke, Veronika und Winrich Dodenhöft, Manfred Krämer und Cornelia Schmelzer jetzt im Veranstaltungsraum des Rahdener Bahnhofes ihre neueste Idee vor: Postkarten, gestaltet nach den Ideen der Grünen.

Wiedererkennungswert haben sie vor allem durch die Farbwahl, die ebenso wie das Partei-Logo in vorwiegend Grün und mit den gelben Blüten der Sonnenblume gekennzeichnet ist. Sieben große Blütenblätter einer Sonnenblume zieren die Vorderseite der Postkarten, die es in zwei Formaten gibt. In jedem Blütenblatt steckt eine Rahdener Sehenswürdigkeit.

Die quadratische Postkarte wartet zusätzlich mit zwei Motiven aus dem Bereich der regenerativen Energien auf. Es handelt sich um den modernen Rotor der Weher Windkraftanlage, die genau über dem Motiv des historischen Mühlengebäudes in Wehe platziert ist. Am rechten oberen Bildrand ist zusätzlich eine Photovoltaikanlage erkennbar.

Ansonsten gibt es jede Menge Rahdener Postkartenansichten: vom Museumshof mit der Burgruine im Hintergrund geht es zum nördlichsten Punkt Nordrhein-Westfalens in Pr. Ströhen und weiter zur historischen Weher Bockwindmühe, die dort seit Mitte des 17. Jahrhunderts steht.

Es folgen im Blütenblatt Nummer vier das Göpelhaus in Sielhorst mit einem blühenden Rapsfeld im Vordergrund, der „Große Stein“ in Tonnenheide, das Naturschutzgebiet „Schnakenpohl“ und schließlich der Bahnsteig mit Euro-Bahn am Rahdener Bahnhof.

Mit dem letzten Motiv verbinden die Rahdener Grünen auch die Hoffnung, dass es „vielleicht doch irgendwann einmal“ mit der Euro-Bahn vom jetzigen Endhaltepunkt Rahden weiter Richtung Norden gehen könnte. „Für uns ist die Bahnverbindung hier in unserer ländlichen Region eine ganz wichtige Angelegenheit und wichtigster Baustein eines funktionierenden öffentlichen Personennahverkehrs“, sagt Schmelzer.

Dies gelte auch für die zunehmende Bedeutung der regenerativen Energien, macht Dodenhöft deutlich. Deshalb habe man auf den Postkarten eine Windmühle der heutigen Art und auch die Photovoltaikanlage zeigen wollen. Auch wenn inzwischen die Nutzung der Windkraft und vor allem der Bau weiterer Windkraftanlagen vielerorts sehr kritisch gesehen werde, so Dodenhöft, müsse diese Energieform weite ausgebaut werden. „Wir Grünen hoffen, dass es im zweiten Halbjahr vor allem auch in dieser Frage weitergeht. Wir wünschen uns, dass das Thema Windvorranggebiete in den Ausschüssen und im Rat vorangetrieben wird und wir da endlich zu klaren Aussagen kommen“, sagt Dodenhöft.

Auf die Idee mit den Postkarten sei man aufgrund der jüngsten Wahlkämpfe gekommen. Seinerzeit habe das Viererbündnis, das die Kandidatin Bela Lange unterstützt hatte, viele Postkarten verteilt, um das Gesicht der Spitzenkandidatin in der Bevölkerung bekannter zu machen.

Dodenhöft: „Das war der Anstoß für unsere eigene Postkartenaktion.“ Erhältlich sind die Karten bei den Mitgliedern der Grünen selbst. Bestellen kann man sie außerdem auf deren Homepage. Natürlich werden die Karten bei öffentlichen Veranstaltungen und bei zukünftigen Wahlkämpfen dabei sein.

Die Vorstellung ihrer neuesten Idee mit den Postkarten im Rahdener Bahnhof nahmen die heimischen Politiker auch zum Anlass, ein wenig auf die politischen Ziele für das zweite Halbjahr einzugehen. Beim Haushalt wollen sie darauf drängen, dass er noch in diesem Jahr während der letzten Ratssitzung verabschiedet wird. „Angefasst“ werden soll wieder verstärkt das Thema Wirtschaftswege-Konzept. Hierbei geht es um die Gründung eines Verbandes und wie es mit den 400 Kilometern Wirtschaftswegen im ländlich geprägten Rahden weitergehen soll.

Beim Breitband-Ausbau wünschen sich die Grünen Rahdens, dass der Masterplan des Kreises umgesetzt wird. Das Ärztehaus sei jetzt „endlich auf einem guten Weg“ Es habe sich sehr lange hingezogen, die Entscheidung sollte jetzt bald fallen.

Bei der Renaturierung der Kleinen Aue sei es sehr schwierig, an die entsprechenden Flächen zu gelangen. Dies sei bei der Großen Aue leichter gewesen. 

DK

Mehr zum Thema:

Trio „Holmes & Watson“ spielt in Rotenburg“

Trio „Holmes & Watson“ spielt in Rotenburg“

40 Jahre Kita Neissestraße in Verden

40 Jahre Kita Neissestraße in Verden

Bilder aus Paris: Schüsse in Supermarkt - Täter verschanzt sich

Bilder aus Paris: Schüsse in Supermarkt - Täter verschanzt sich

4. Trecker Treck auf dem Möhrchen-Hof

4. Trecker Treck auf dem Möhrchen-Hof

Meistgelesene Artikel

Aufmerksame Frau bringt betrunkenen Autofahrer zur Polizei

Aufmerksame Frau bringt betrunkenen Autofahrer zur Polizei

Heike Krüger ist neue Gleichstellungs- und Familienbeauftragte in Rahden

Heike Krüger ist neue Gleichstellungs- und Familienbeauftragte in Rahden

Mit Klapptisch, Campingstuhl und Kühltasche angerückt

Mit Klapptisch, Campingstuhl und Kühltasche angerückt

Ausstellung „Von Lemförder zu ZF“ zeigt die Entwicklung des Unternehmens

Ausstellung „Von Lemförder zu ZF“ zeigt die Entwicklung des Unternehmens

Kommentare