Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing

Neue Herausforderungen

Irina-Jasmin Hanke beschäftigt sich neben dem Stadtmarketing auch um die Wirtschaftsförderung Rahdens und steht im engen Dialog mit Gewerbetreibenden, Ehrenamtlichen sowie weiteren Verwaltungsmitarbeitern. - Foto: Bokelmann

Rahden - Von Anika Bokelmann. Irina-Jasmin Hanke besetzt eine Vollzeitstelle bei der Rahdener Verwaltung. Doch sie ist für zwei Bereiche verantwortlich: Zur Hälfte ihrer Arbeitszeit widmet sie sich der Wirtschaftsförderung, zur anderen Hälfte dem Stadtmarketing. „Vieles greift ineinander über“, sagt Hanke über ihren Job.

Diesen hat sie nach den Sommerferien begonnen. Seit dem 1. September ist die 36-Jährige aus Vlotho (Kreis Herford) im Rathaus zu finden. Derzeit teilt sie sich mit der Tourismusbeauftragten Lena Meyer ein Büro. Wenn der Rathaus-Umbau abgeschlossen ist, wird Hanke nochmal umziehen.

„In den ersten Wochen habe ich viele Gespräche geführt“, sagt Hanke. Nach wie vor empfindet sie die Arbeit in Rahden als „sehr spannend“ und ist im steten Austausch mit Unternehmen und Ehrenamtlichen. Bei ihrer Kennenlern-Runde hat sie bislang den Ortsvorstehern, Heimatpflegern und einigen Wirtschaftsbetrieben einen Besuch abgestattet, um sich ein Bild vom Ist-Zustand zu machen. Zudem hat sie an Sitzungen teilgenommen und verwaltungsinterne Gespräche geführt. „Die Rahdener sind sehr offen und ich kann nur Positives berichten“, resümiert Hanke. Vom Vorteil ist dabei sicher auch ihre persönliche Einstellung: „Ich habe keine Scheu, auf Leute zuzugehen.“

„Viele Dinge waren schon da, als ich herkam“, lobt Hanke die Arbeit, die Dieter Drunagel bereits geleistet hat. Die 36-Jährige wurde daher zur Unterstützung des Bauamtsleiters in der Funktion der Wirtschaftsförderin eingestellt. „Wir werden die Sachen auf jeden Fall weiterführen sowie neue Herausforderungen in Angriff nehmen, für deren Verwirklichung bisher noch keine Zeit war“, so Irina-Jasmin Hanke. Diesen blickt sie mit freudiger Erwartung entgegen: „Ich bin gespannt auf die vielen Gespräche, die ich noch führen werde.“ Angst habe sie dabei nicht, unterstreicht die gelernte Diplom-Geografin.

Studiert hat die dreifache Mutter in Stuttgart. Im Anschluss hat sie dort auch einige Jahre gearbeitet. „Ich war als Gutachterin in der Kommunalberatung in Sachen Stadtmarketing und Co. tätig. Später war ich im Immobilienbereich beschäftigt“, berichtet Hanke über ihre berufliche Laufbahn. Als dann ihre Elternzeit auslief, hat sich für einen beruflichen Neuanfang entschieden und wurde dann auf die Stellenausschreibung der Stadt aufmerksam.

Mit der Stelle als Wirtschaftsförderin der Stadt Rahden steht die 36-Jährige heute auf der anderen Seite der kommunalen Arbeit und kann Konzepte umsetzen. In enger Zusammenarbeit mit dem Bauamt sowie der Tourismusbeauftragten und Bürgermeister Dr. Bert Honsel widmet sich Irina-Jasmin Hanke dabei einem vielfältigen Aufgabengebiet.

Im Bereich Wirtschaftsförderung kümmert sich Hanke unter anderem um die Unternehmenspflege. „Ich möchte zu einem angenehmen Wirtschaftsklima beitragen, damit bestehende Unternehmen bleiben und am besten neue hinzukommen“, sagt Hanke. In diesem Zusammenhang macht Hanke auf eine ihrer ersten Amtshandlungen aufmerksam: die Organisation eines Unternehmerstammtisches, der im November stattfinden wird.

Zudem ist sie in Sachen Flächenmanagement tätig und sucht das Gespräch mit Immobilienbesitzern und dem Gewerbebund, um den Leerständen in der Innenstadt zu begegnen.

Mit Blick auf das Stadtmarketing betont Hanke: „Es gibt dafür bisher kein im Rat verabschiedetes Konzept. Vielmehr handelt es sich um einen Prozess, der mit meiner Einstellung ein Stück weitervorangetrieben wurde.“ Gemeinsam mit allen Betroffenen will die neue Verwaltungsangestellte „einen Weg finden, wie man sich künftig am besten aufstellt“.

Dabei wolle sie niemanden etwas überstülpen, sondern gemeinsam Lösungen und Kompromisse finden. Ihr Ziel sei es, „alles auf breitere Füße zu stellen“, da man gemeinsam viel mehr bewegen könne und auch mehr Akzeptanz schaffe.

Das gelte auch fürs Stadtfest, so Hanke. Der Ausrichter ist der Wirtschaftsförderin zufolge noch immer der Gewerbebund. Es gebe aber einen sehr engen und positiven Austausch mit dem Gewerbebundvorsitzenden Hermann Kröger. Wichtig für Irina-Jasmin Hanke ist zunächst aber: „Nach dem diesjährigen Stadtfest hat es ein Umdenken gegeben und das hat der Gewerbebund im Blick.“

Andere aktuelle Stadtmarketingprojekte sind die Einführung eines freien W-Lans in der Innenstadt zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die Umsetzung eines einheitlichen Corporate-Designs, das einen Wiedererkennungswert von Rahden auch über die Stadtgrenzen hinaus schaffen soll.

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