Mann wegen Unterschlagung auf Anklagebank

Mietwagen sorgt für viel Stress

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Symbolbild

Rahden - Vor dem Amtsgericht Rahden wurde nun ein Fall verhandelt, der von überzogenen Fristen und Missverständnissen geprägt war. Ein 44-jähriger Rahdener hatte eine Auto gemietet und es an einen anderen Mann weitergeben. Da der Wagen dadurch nach Beendigung des Mietvertrags nicht zum Leasingpartner zurückgegeben wurde, legte die Staatsanwaltschaft dem Rahdener Unterschlagung zur Last.

Der Angeklagte stützte sich darauf, dass er den gemieteten Fiat nicht selber gefahren sei. Ein Freund eines Bekannten habe sich damals auf der Suche nach einem neuen Auto an ihn gewandt, immerhin habe er schon öfters Autos vermittelt. Schnell sei auch ein passender Wagen in Sicht gewesen. Dieser konnte laut dem Rahdener allerdings noch nicht geliefert werden. Da der Bekannte sein Auto schon verkauft hatte, habe er ihm ein Übergangsauto besorgt – den gemieteten Fiat. Die Rechnung dafür habe zunächst die Firma bezahlt, die das neue Auto nicht rechtzeitig liefern konnte.

Irgendwann sei klar geworden, dass der bestellte neue Wagen überhaupt nicht mehr geliefert werden könne, erzählte der Angeklagte weiter. Somit hätte die zuständige Firma auch die Zahlungen für den Übergangs-Fiat eingestellt. Daraufhin sei er zu dem Bekannten gefahren und hätte das Mietauto zurückverlangt – ohne Erfolg. Der Angeklagte versicherte, dass die Autovermietung von Anfang an gewusst habe, dass er den Fiat nicht für sich selber gemietet habe.

Ein Vertreter der Autovermietung, der als Zeuge geladen war, bestritt dies. Gemietete Autos an Dritte weiterzugeben, sei vertragswidrig, verdeutlichte er und erzählte, wie seine Firma von dem Verstoß erfahren habe. Ein paar Wochen nach der Unterzeichnung des Mietvertrages hätte er ein Blitzer-Foto bekommen, auf dem der Fiat, aber ein andere Mann als der Angeklagte abgebildet gewesen sei. Daraufhin habe er den Angeklagten angerufen, auf den Verstoß gegen den Mietvertrag aufmerksam gemacht und den Wagen zurückgefordert. Der Rahdener habe ihn immer wieder vertröstet und gesagt, er beschaffe das Auto schnellstmöglich.

Nachdem das Auto dennoch nie zurückgegeben wurde, hatte der Zeuge eine Unterschlagungsanzeige aufgegeben und einen Ermittler engagiert, der das Auto schließlich in Bad Iburg ausfindig gemacht hat. Der Fiat sei dann auch noch beschädigt gewesen, so der Zeuge.

Durch all die Umstände sind der Leasingfirma Kosten in Höhe von 3 000 Euro entstanden, die der Angeklagte zahlen sollte. Der Angeklagte meinte aber, er habe das Geld längst überwiesen. Die Firma entgegnete, dass nie etwas angekommen sei. Der Angeklagte versicherte, dass er Belege dafür habe. Zur Verhandlung mitgebracht hatte er jedoch nichts. Außerdem verstrickte er sich bei der Verhandlung bezüglich der Namen seiner Bekannten.

„Was Sie uns hier präsentiert haben, da ist ja mehreres putzig dran“, merkte die Staatsanwältin an. Sie hatte kein Verständnis dafür, dass der Angeklagte Belege, die ihn möglicherweise entlasten könnten, nicht mit zur Verhandlung genommen hat.

Am Ende einigten sich alle Beteiligten auf die Einstellung des Verfahrens gegen ein Strafgeld. Der Angeklagte muss 3 000 Euro an die Firma, die den Fiat vermietet hatte, zahlen – das entbindet ihn allerdings nicht von der Pflicht, noch offene Rechnungen zu begleichen.

ks

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