Rahdener Kunstkalender für 2017 in Arbeit

Kreative Köpfen planen gemeinsame Aktionen

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Beim Rahdener Künstlerstammtisch wird nicht nur geredet. Es werden auch ganz konkret Aktionen angeschoben wie der Kunstkalender für 2017.  - Foto: DK

Rahden - Normalerweise kommen Stammtische zusammen, um gemeinsam über „dies und das“ zu reden. Meistens werden dabei auch Probleme gewälzt und Meinungen ausgetauscht. Doch Konkretes kommt oft nicht dabei heraus. Ganz anders aufgestellt ist der Rahdener Künstlerstammtisch. Hier wird auch geredet, hier werden Meinungen und Neuigkeiten ausgetauscht, aber es kommt etwas dabei heraus.

Das Miteinanderreden endet in konkreten Aktionen und Formen künstlerischer Darstellung. So auch beim jüngsten Zusammenkommen in der traditionsreichen Marktschänke. Just an dem Abend, als „The New Foggy Few“ im Inneren zur Jam Session starteten, trafen sich die Kreativen der Stadt, um über zukünftige möglicherweise gemeinsame Veranstaltungen zu reden.

Reiner Benk gelang es mit geschickter Moderation, von den Anwesenden die Zusage zu erhalten, wieder einen Rahdener Kunstkalender aufzulegen – den zweiten dieser Art. Besonders der Erfolg des ersten Jahreswerks beflügelte die Anwesenden, gleich einen weiteren Kalender zu kreieren. „Wir sehen da kein Problem bei der Finanzierung. Wenn wir die Grenze von 200 verkauften Exemplaren überschreiten, haben wir die Produktionskosten wieder drin“, sagte Benk. Das sehr schön gestaltete Erstlingswerk ist 670 Mal verkauft worden. Den Reinerlös hatten Rahdens Künstler der Lübbecker Land-Tafel gespendet.

So soll es auch mit dem Druck für 2017 werden. Dazu will man im Herbst dieses Jahres zusammenkommen. Jeder bringt dann zwei bis drei Kunstwerke mit, von denen er meint, dass diese nachgedruckt werden können. Gemeinsam wird entschieden, welchen zwölf Kunstwerken die Ehre zuteil wird, als Monatsblatt zu dienen. „Wir sind da ganz offen, es kann jeder zum Künstlerstammtisch kommen, der sich dazu berufen fühlt und auch gerne beim Kunstkalender mitmachen möchte“, so Benk.

An besagtem Abend in der Marktschänke säßen nicht kreative Menschen zusammen, die nicht noch weitere kreative Gedanken und Initiativen auf den Weg gebracht hätten. „Es wäre doch schön, wenn wir alle zusammen das jetzt vorhandene reichliche Tageslicht rund um die Sommersonnenwende nutzen würden und gemeinsam – am besten draußen – malen würden“, schlug Uta Hartmeier vor. Sie hatte sich schon einmal umgeschaut und eine entsprechende „Location“ gefunden.

„Wir könnten das am Nordpunkt in Pr. Ströhen machen. Ich habe da mit dem dort zuständigen Organisator gesprochen, der das unterstützen würde“, sagte sie in die Runde. Nach nur kurzer Diskussion fand der Vorschlag allgemeine Zustimmung und wurde inzwischen auch umgesetzt.

Reiner Benk gab allen Stammtischteilnehmern noch eine Aufgabe mit auf den Weg. „Wir sollten uns vielleicht einmal überlegen, uns einen Namen zu geben. Er sollte etwas mit unserer Arbeit zu tun haben.“ Einige Begriffe wie Pinsel, Pigment, Palette, Pinselstrich und Staffelei machten gleich die Runde.

Am Schluss stellte Hannelore Kühnen noch kurz das private Atelier bei Erika Engel vor, an dem man sich donnerstags und dienstags von 15 bis 18.30 Uhr treffen kann. Dort seien noch Plätze frei. Ein künstlerisch ambitionierter junger Mensch aus Syrien habe ebenfalls Interesse bekundet, dort mitzumachen. Weitere Informationen für Interessierte gibt es unter Telefon 05771/913633. Im Herbst werde dort ein Profi tätig sein, der den Teilnehmern wertvolle Tipps geben könne. J DK

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