Löschgruppenführer Thie und Hodde wollen sich auf Zukunft konzentrieren

Gemeinsam gut aufgestellt

Varls Löschgruppenführer Alexander Thie (links) und der Sielhorster Löschgruppenführer Thorsten Hodde stehen hinter dem Standort für das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus und sehen ihre Löschgruppen gemeinsam gut aufgestellt.  - Foto: Russ

Sielhorst - Es waren keine einfachen Wochen für den Varler Löschgruppenführer Alexander Thie und seinen Sielhorster Kollegen Thorsten Hodde. Seit 13 Varler Kameraden angekündigt hatten, im Falle eines Ratsvotums für ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus an der Lemförder Straße in Kleinendorf austreten zu wollen, saß vor allem Thie zwischen den Stühlen. Er selbst unterstützt wie Hodde den Kleinendorfer Standort, muss aber zugleich die Interessen der gesamten Löschgruppe vertreten und sich um Vermittlung bemühen. Das hat Spuren hinterlassen. Nachdem der Rat entschieden hat und die Varler Kameraden ausgetreten sind, möchten Thie und Hodde endlich einen Schlussstrich ziehen und die gemeinsame Zukunft der Löschgruppen planen, die aus ihrer Sicht viel Positives zu bieten hat.

Beide Löschgruppenführer unterstreichen, dass es zwischen der Sielhorster und der Varler Mannschaft nie Streit gab und sie den Ausgetretenen keinen Vorwurf machen. „Ich hoffe, dass sich der ein oder andere zeitnah überlegt zurückzukommen“, hält Hodde die Tür offen, und auch Thie wäre über jeden Rückkehrer froh. Ein Kamerad hat sich laut Thie bereits umentschieden, einige weitere seien noch unschlüssig. Der Varler Löschgruppenführer hofft nun auf Bürgermeister Bert Honsel, der morgen bei den Varlern noch einmal Überzeugungsarbeiten leisten will.

Aber eines machen die beiden überzeugten Feuerwehrleute auch deutlich: Wenn die 13 ausgetretenen Kameraden bei ihrer Entscheidung bleiben, dann wird man damit leben müssen und auch können. Am Ratsbeschluss zu rütteln und noch länger nach Alternativen zu suchen, ist für sie nach vier Jahren der Prüfung keine Option.

Der Brandschutz sei trotz der aktuell schmalen Personaldecke der Varler gewährleistet, betonen Hodde und Thie. Es sei ohnehin gängige Praxis, dass sich die Löschgruppen der Rahdener Feuerwehr gegenseitig unterstützen. „Alle Löschgruppen ziehen an einem Strang. Die Zusammenarbeit ist seit Jahren sehr gut“, so Hodde. Und viele Feuerwehrleute versehen ihren Dienst längst nicht mehr nur in ihrer heimischen Löschgruppe, sondern stehen tagsüber der Einheit zur Verfügung, in deren Einzugsbereich sie arbeiten.

Darum sehen sich Varl und Sielhorst auch in der jetzigen Lage gut aufgestellt. In beiden Löschgruppen stehen zusammen noch 35 Kameraden zur Verfügung, hinzu kommen sieben bis acht Wehrleute aus anderen Löschgruppen, die mit den Varlern ausrücken, etwa eine Handvoll Auswärtige unterstützen tagsüber die Sielhorster Wehr. Außerdem hat ein „Quereinsteiger“ aus Kleinendorf die aktuelle Situation zum Anlass genommen, in die Feuerwehr einzutreten. Auch der Nachwuchs macht den beiden Löschgruppenführern momentan Freude. In Varl sind zu Jahresbeginn vier Kameraden aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst gewechselt, in Sielhorst drei, die inzwischen auch schon die ersten Lehrgänge absolviert haben.

Das alles gibt Thie und Hodde mindestens genauso viel Grund zu Optimismus wie die Aussicht auf ein modernes Feuerwehrgerätehaus, das mit Löschfahrzeug, Tanklöschfahrzeug, Gerätewagen und Mannschaftswagen bestens ausgestattet sein wird. „Für den Brandschutz ist das sehr positiv zu sehen“, sagt Thie. Und das gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen steht bei Einsätzen neueste Technik zur Verfügung, zum anderen bietet eine moderne Ausrüstung einen höheren Anreiz zum Eintritt in die Feuerwehr. Diese Erfahrung hätten andere Löschgruppen bereits gemacht, so Thie.

Auch Hodde sieht in dem neuen gemeinsamen Feuerwehrgerätehaus eine große Chance, damit die fusionierte Löschgruppe auch in 25 bis 30 Jahren noch schlagkräftig aufgestellt ist und den Brandschutz auch in Varlheide und Tielge sicherstellen kann. „Keine Ortschaft verliert eine Löschgruppe, beide bekommen eine Löschgruppe dazu“, betonen die beiden Löschgruppenführer und wünschen sich jetzt nur noch eines: dass der Bau des Gerätehauses möglichst zügig beginnt.

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