Toilettenanlage am Sielhorster Göpelhaus

Ehrenamtliche packen an

Reinerd Rosenbohm, Fritz Beckmann, Werner Thele und Karl-Heinz Kopmann (v.l.) gehören zum Stamm-Team des Sielhorster Heimatvereins, das am Toilettenhaus am Göpel arbeitet.

Sielhorst - Von Anika Bokelmann. Seitdem der Sielhorster Heimatverein im Jahr 2004 sein Göpelhaus auf dem Dorfplatz eingeweiht hat, wird dieses gerne und häufig für Familienfeiern und andere Festivitäten der Dorfgemeinschaft genutzt. Stets ist in dem Gebäude, das mit einer Heizung und einer kleinen Theke ausgestattet ist, was los. Bislang mussten die Nutzer allerdings zur ehemaligen Schule auf der anderen Straßenseite, wenn sie auf Toilette mussten. Das wird sich mit der Toilettenanlage jetzt ändern.

Eigentlich hatten sich die Akteure des Sielhorster Heimatvereins vorgenommen, dass das Toilettenhaus bis zum Abgrillen fertig ist. „Das schaffen wir nicht, weil wir alles in Eigenleistung und auf ehrenamtlicher Basis machen“, sagt Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Kopmann. So muss das Abgrillen am 25. September, für das auch eine Alttraktorenausstellung vorgesehen ist, noch mit einer Baustelle über die Bühne gehen. „Zum Weihnachtsmarkt im Dezember werden wir aber fertig und die Toiletten dann offiziell einweihen“, ist sich Kopmann sicher.

Derzeit arbeitet Sielhorsts Ortsheimatpfleger gemeinsam mit rund zehn weiteren Ehrenamtlichen des Heimatvereins fast täglich an dem Rohbau für das Toilettenhaus. „Die Hilfe ist doch selbstverständlich“, sagt Reinerd Rosenbohm zu seiner Motivation und Werner Thele ergänzt: „Aus Heimatliebe packe ich gerne mit an.“

„Besonders Familien schätzen unser Göpelhaus für private Feiern, weil die Kinder auf der Wiese gut spielen können“, weiß Fritz Beckmann, der die Bauleitung übernommen hat und als Ansprechpartner für das Siehorster Göpelhaus verantwortlich zeichnet. Das neue Toilettenhaus ist etwa 30 Quadratmeter groß und ebenerdig angelegt. „Die Türen sind alle breiter als üblich. Eine Toilette ist zudem behindertenfreundlich“, informiert Kopmann.

Bis zum Weihnachtsmarkt im Dezember wollen die Ehrenamtlichen des Sielhorster Heimatvereins das Toilettenhaus an ihrem Göpel fertig haben, damit Gäste nicht länger über die Straße in die alte Schule laufen müssen. - Fotos: Bokelmann

Entsprechende Bedingungen, damit auch Rollstuhlfahrer die Toiletten nutzen können, hatten einige Fraktionsmitglieder seinerzeit im Rat gestellt, damit die Inklusion auch in Sielhorst fortgesetzt werden kann. Eine Toilette hatten sich die Heimatfreunde in Sielhorst schon lange vorher gewünscht, erinnert sich Kopmann. Lange mussten sie darum kämpfen und viele Anträge stellen.

Die Arbeiten seien nunmal nicht so einfach umsetzbar, wenn alles von Privaten ge-stemmt werde, so Fritz Beckmann als gelernter Maurer. „Sogar mein eigenes Werkzeug bringe ich jedes Mal mit“, sagt der Sielhorster.

Finanzielle Unterstützung gibt es dank „großzügiger Firmenspenden“, verrät Karl-Heinz Kopmann. Denn nachdem der Heimatverein fast fünf Jahre lang auf eine Förderung im Sinne der Dorferneuerung gewartet hatte, hatten sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, das Projekt auch ohne die Unterstützung des Landes zu realisieren. Von den Spenden werden nun die Arbeiten der Elektriker und Wasserinstallateure sowie die Materialkosten bezahlt.

Weg soll noch befestigt werden

Nachdem im Frühjahr der Platz am Göpel vorbereitet worden war – Bäume musste geschnitten und alte Kiefern entfernt werden –, haben die Heimatvereinsmitglieder im Mai schließlich den Grundstein für das Toilettenhaus gelegt. „Seitdem sind wir immer am Malochen“, sagt Beckmann. Hinter den Toiletten haben die Ehrenamtlichen noch ein Gerätehaus errichtet, um Gartengeräte und anderes Werkzeug künftig vor Ort lagern zu können.

Bis zur Einweihung zum Weihnachtsmarkt im Dezember kommt noch viel Arbeit auf die Sielhorster Heimatfreunde zu. Denn neben dem Bau des Gebäudes soll der Weg dahin befestigt werden, sagt Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Kopmann.

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