Für Dr. Bert Honsel geht es beim Streit der Löschgruppe Varl nicht ums recht haben

Bürgermeister hofft auf gemeinsamen Weg

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Der Rahdener Bürgermeister möchte seinen Blick in Sachen Feuerwehr in die Zukunft richten. 

Rahden - Im Streit zwischen den verbleibenden Mitgliedern der Löschgruppe Varl und der Führung der Rahdener Feuerwehr geht es nicht ums recht haben. Das steht für Bürgermeister Dr. Bert Honsel fest. Er will auch nicht zurückblicken, sondern appelliert an die Feuerwehrmitglieder, dass sie sich zusammenraufen sollen, um als eine Einheit für die Sicherheit der Bevölkerung agieren zu können.

Auf Nachfrage sagte Honsel gestern, dass er vorschlage, die Vergangenheit ruhen zu lassen. „Es gibt sicherlich unterschiedliche Interessen und auch persönliche Streitigkeiten, aber die kann man jetzt nicht mehr aufarbeiten.“

Er sei äußerst überrascht gewesen, wie sich die Lage nun entwickelt habe, erinnert der Verwaltungschef an die Stellungnahme der Varler Löschgruppe, nachdem die Wehrführung in Person von Mark Ruhnau den Rücktritt von Löschgruppenführer Alexander Thie bekanntgegeben hatte. Die Diskussionen hätten nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen werden müssen, findet Honsel, der hinter der Entscheidung der Wehrführung steht.

Der Bürgermeister stellte zudem heraus: „Ich spiele hier nicht die erste Geige.“ Vielmehr sehe er die Wehrführung in der Pflicht, die Löschgruppen und die Interessen deren Mitglieder auf einen Nenner zu bekommen – und das sei mit den Entscheidungen geschehen. „Carsten Kunter als vorübergehender Nachfolger von Alexander Thie soll die Lage nun erstmal sondieren“, sagte Honsel. Gestern Abend kamen die Varler Feuerwehrkameraden nach dem Rücktritt ihres Löschgruppenführers erstmals zu ihrem Dienst zusammen. Am Morgen hoffte Honsel: „Es wird sicherlich Gespräche geben, wie es weitergehen kann.“

Honsel hofft, dass die Varler und Sielhorster Feuerwehrmitglieder künftig gemeinsam arbeiten, denn spätestens im Jahr 2018 wird die Fusion der Löschgruppen vollzogen sein. Daher sollten sich beide Löschgruppen bei den Planungen für das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus am Standort an der Lemförder Straße in Kleinendorf einbringen, meint Honsel, der darin den Grund für den Streit sieht.

Zwar hatte es in der Vergangenheit viele Diskussionen um den geplanten Standort gegeben, aber inzwischen hätten alle Beteiligten sich mit den Plänen abgefunden. Darauf hatten die Mitglieder der Varler Löschgruppe zuletzt in ihrer Stellungnahme verwiesen, um klarzustellen, dass die Standortfrage nicht der Grund für ihren Unmut sei. Dieser rühre vielmehr daher, dass sich die Varler von der Wehrführung übergangen und nicht verstanden fühlen. Der Vorwurf der „gestörten Kommunikation“ steht im Raum, worauf Wehrführer Mark Ruhnau erwiderte, dass es seitens der Löschgruppenmitglieder aus Varl keine Bekundungen von Gesprächsbedarf gegeben habe. Daher sei der Kontakt lediglich über Löschgruppenführer Thie gelaufen.

Zudem stehe die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für Sielhorst und Varl an und diesbezüglich wüssten die Löschgruppenmitglieder vor Ort am besten, was sie für ihre Einsätze und ehrenamtliche Arbeit benötigten. „Zwar kann die Wehrführung in Rahden auch über solche Angelegenheiten entscheiden, aber es sind alle Interessen von Bedeutung“, unterstreicht Honsel. Er wünscht sich, dass sich die Varler in weitere Entscheidungen einbringen. 

abo

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