Thea und Jörg Dreyer stellen dem Stadtarchiv 300 Bildplatten zur Verfügung

Bilder der Vergangenheit

Thea und Jörg Tielbürger überreichten mehr als 300 Bildplatten an Bürgermeister Dr. Bert Honsel (l.). Die Aufnahmen ergänzen das Material des Rahdener Stadtarchivs und zeigen verschiedene Szenen aus dem Leben zwischen 1885 und 1950. - Foto: cdb

Rahden - Bilder aus vergangenen Tagen lassen gerade bei älteren Rahdenern Erinnerungen an früher wach werden. Das Stadtarchiv ist jetzt um einige Aufnahme von der Stadt, Personen und Festen reicher. Denn Thea Dreyer und ihr Sohn Jörg übergaben mehr als 300 Bildplatten an das Rahdener Stadtarchiv.

Bürgermeister Dr. Bert Honsel nahm sich für den Besuch der beiden eine Stunde Zeit und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Fotoplatten nach 25 Jahren jetzt dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt werden. Rahdens Stadtarchivar Ulrich Mentemeier war ebenfalls sehr angetan von den alten Bildplatten, die nun in den Fundus aufgenommen werden.

„Die Fotoplatten haben eine einmalig gute Bildauflösung und das auch noch nach mehr als 100 Jahren“, stellten die Akteure bei der Übergabe des Materials fest.

Die Geschichte etlicher auch schon im Stadtarchiv vorhandener Bilder ist somit jetzt endgültig geklärt. Viele dieser qualitativ hochwertigen Repros entstanden aus den Fotoplatten des „Photographie Ateliers“ von Wilhelm Tielbürger. In Kürze sollen sie entsprechend erfasst werden, heißt es zu den weiteren Arbeitsschritten.

Der aus Oppenwehe stammende Wilhelm Tielbürger gründete vor gut 120 Jahren seinen Betrieb an der Stätte, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rahdener Rathaus gelegen war und im Jahr 1991 abgerissen wurde.

Neben seiner Tätigkeit als Fotograf war Tielbürger auch als Maler tätig. Seine Enkeltochter Thea wusste nun beim Besuch in der Verwaltung noch von einem überlieferten Missgeschick ihres Großvaters bei einer Malerarbeit im neuen Rathaus von 1909 zu berichten.

Tielbürgers Sohn und auch noch seine Enkeltochter, die das Fotohandwerk in Herford erlernt hatte, hatten während der Zeit von 1885 bis weit in die 1950er-Jahre halb Rahden fotografiert und damit umfangreiches Material angesammelt. Es entstanden viele Aufnahmen von verschiedenen gesellschaftlichen Anlässen, Familienfeiern, aber auch etliche Aufnahmen vom Leben auf dem Land und von Gebäuden.

Besonders wertvoll sind auch die Bildplatten aus dem Jahre 1899, als die Eisenbahn nach Rahden kam und damit neben dem wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes auch eine rege Bautätigkeit einsetzte.

Bürgermeister Honsel dankte Thea Dreyer mit einem Buchgeschenk für die Bereicherung des Rahdener Stadtarchivs. Hans Winkelmann als ehemaliger Nachbar von Thea Dreyer hatte mit Rahdens Ortsheimatpfleger Claus-Dieter Brüning die Kontakte zum Bürgermeister und zum Stadtarchiv vermittelt.

Noch am Nachmittag der Übergabe des Archivmaterials stieß die Reprodutkion einer Bildplatte beim Nachmittag der Frauenhilfe in Tonnenheide auf großes Interesse. Das Bild zeigt Mitglieder des Vereins Einigkeit aus Tonnenheide. Und obwohl die Platte mehr als 90 Jahre alt ist, wurden gleich etliche Tonnenheider auf der Tielbürger-Bildplatte erkannt. Die Begeisterung über die Aufnahme und deren Qualität war bei dem Treffen deutlich zu spüren. - cdb

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