Herbsttreffen der Frauenhilfen und Abendkreise stellt starke Frau in Mittelpunkt

Mut zu bekennendem Glauben

Der Bezirksvorstand hatte für die 130 teilnehmenden Damen wieder einen besinnlichen und geselligen Nachmittag vorbereitet (v.l.): Pfarrerin Heidrun Rudzio, Gisela Gräber, Doris Hegeler, Christa Aussieker, Margarete Jürgensen, Margret Angelbeck, Erna Fischgrabe und Leiterin Pfarrerin Sabine Heinrich. - Fotos: Schubert

Pr. Ströhen - „Ich glaube, dass du Christus bist“, lautete das Motto des Abendmahlgottesdienstes, mit dem Frauen der Frauenhilfen und Abendkreise des Kirchenkreises Lübbecke am Mittwochnachmittag in den Herbst starteten. Bei der Zusammenkunft, die dieses Mal in der Pr. Ströher Immanuelkirche stattfand, stand das Christusbekenntnis von Martha von Bethanien, der Schwester von Lazarus und Maria, im Mittelpunkt. 130 Frauen hatten zur großen Auftaktveranstaltung nach der Sommerpause den Weg in das Gotteshaus an der Landesgrenze gefunden, um sich auf die Spur dieser starken Frau der Bibel zu begeben.

Ein Kunstgemälde von Martha als Drachenbändigerin zierte das Programmblatt des Gottesdienstes. „Die Reformation war sehr kritisch gegenüber Bildern, denn Bilder legen uns fest“, so Pfarrerin Heidrun Rudzio, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Sabine Heinrich und den Mitgliedern des Bezirksvorstandes den Gottesdienst gestaltete. „In der Kunstgeschichte und in der Bibelauslegung wird Martha oft als biedere Hausfrau dargestellt. Wer aber kennt sie als Drachenbändigerin, als starke und bedeutende Frau, als Christusbekennerin?“

Mit Brot und Traubensaft: Auf Wunsch der Frauen startete das Herbstreffen in Pr. Ströhen erneut mit einem Abendmahlgottesdienst. Die Pfarrerinnen Sabine Heinrich (l.) und Heidrun Rudzio teilten dieses mit Unterstützung des Bezirksvorstandes in den Reihen aus.

Auch Pfarrerin Heinrich unterstrich: „Selbst starke Frauen bleiben oft nur in ihren traditionellen Rollen im Gedächtnis. Im Johannesevangelium hingegen werde Martha als starke gläubige Freundin und Gesprächspartnerin von Jesus vorgestellt, ist als Christusbekennerin das weibliches Pendant zu Petrus“, so die Seelsorgerin. Oft lohne es sich daher, einen zweiten Blick zu riskieren. „Marthas Christusbekenntnis lädt uns ein, innere Bilder wahrzunehmen und zu überdenken.“ Denn Martha nimmt ihre Trauer über den Tod ihres Bruders und dessen Wiederauferstehung durch Jesus zum Anlass für einen großen Glaubensschritt. „Ein Handeln, dass für eine Frau jener Zeit nicht einfach war.“ Sich offen zum Glauben an Jesus Christus zu bekennen und das Evangelium weiter zu tragen sei früher wie heute oftmals mit Gefahr für Leib und Leben verbunden gewesen. „Glaubenskriege quer durch die Geschichte sprechen diesbezüglich für sich.“

Mit dem gemeinsamen Abendmahl wurde der Glaube an Gott bekräftigt. Barbara Schmidt begleitete die christliche Zusammenkunft musikalisch an der Orgel.

Sich zu Jesus Christus zu bekennen, barg Gefahr

Anschließend wurde im passend zu Erntedank dekorierten Saal des Gasthauses Buschendorf mit Kaffee und Kuchen, Gesprächen und Gesang der gesellige Teil des Nachmittags eingeläutet. Auch hier erfuhren starke Frauen Anerkennung und Dank. Denn mit Inge Sauerbrey wurde die langjährige Leiterin des Espelkamper Abendkreises verabschiedet und Renate Wegener als ihre Nachfolgerin begrüßt. Veränderungen wird es auch im Bezirksvorstand geben. Margret Angelbeck und Erna Fischgrabe scheiden nach mehrjähriger Tätigkeit zum Jahresende aus. Eine Nachfolge wird noch gesucht.

Schon jetzt dürfen sich die Damen auf die nächsten Veranstaltungen freuen: den Landfrauentag am 27. Februar in Oberbauerschaft und das Frühlingstreffen am 3. Mai im Frotheimer Gasthaus Albermeyer. J Art

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