Arbeitslosenquote steigt leicht auf 5,4 Prozent

Saisontypische Arbeitsmarktflaute

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Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Minden-Lübbecke ist im Juli leicht gestiegen. Laut Agentur für Arbeit ist es eine saisontypische Flaute.  

Minden-Lübbecke - Im Juli waren im Kreis Minden-Lübbecke 8 908 Frauen und Männer ohne Arbeit, wie die Agentur für Arbeit mitteilt. Damit stieg die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 291 Personen oder 3,4 Prozent. Gegenüber Juli 2015 waren das 203 Personen weniger (minus 2,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote im Mühlenkreis stieg von 5,2 auf 5,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 5,6 Prozent.

„Dies ist die saisontypische Sommerflaute am Arbeitsmarkt“, erklärt Hanspeter Stegh, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Herford den Anstieg gegenüber dem Vormonat. „Den höchsten Anstieg im Vergleich zum Juni mit 199 Personen oder 19,1 Prozent verzeichnen wir bei den Jugendlichen. Dies erklärt sich mit dem Ende der Schulzeit oder der Ausbildung, da die jungen Menschen, die nach dem Abschluss einer Ausbildung oder Schule noch keine Anschlussbeschäftigung gefunden haben, sich arbeitslos melden. Erfahrungsgemäß wird diese Zahl spätestens zum Herbst wieder deutlich sinken“, erwartet Stegh.

„Auch durch den Zuzug der geflüchteten Menschen haben wir im Vergleich zum Juli 2015 mit 353 Personen oder 24,4 Prozent mehr einen Anstieg bei der Zahl der arbeitslosen Ausländer. Dies hat der stabile Arbeitsmarkt in unserer Region bisher jedoch weitgehend kompensiert. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres hat sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Kreis Minden-Lübbecke sogar weiter reduziert. Jetzt sind es 203 Personen oder 2,2 Prozent weniger Arbeitslose. In den anderen Personengruppen fällt der Anstieg gegenüber dem Vormonat deutlich geringer aus. Auf der Nachfrageseite ist die Sommerflaute dagegen erfreulicherweise nicht zu spüren“, so Stegh. Die Unternehmen meldeten im Juli 306 Stellen oder 31,6 Prozent mehr als im Juni des Jahres. Aktuell sind 3 150 Stellen im Mühlenkreis zu besetzen, 28,6 Prozent mehr als im Juli 2015. „Dies ist eine solide Basis dafür, dass die Zahl der Arbeitslosen spätestens zum Herbstbeginn wieder zurückgehen“, stellt Stegh fest.

Die Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen nahm gegenüber dem Vormonat um 10 oder 0,4 Prozent auf 2 711 zu. Der Vorjahreswert wird um 13 unterschritten (minus 0,5 Prozent). Die altersspezifische Arbeitslosenquote liegt unverändert zum Juni bei 4,8 Prozent (Vorjahr: 5 Prozent). Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt im Juli mit 3 220 17 Personen oder 0,5 Prozent unter dem Vormonat. Der Vorjahreswert wird um 260 unterschritten (minus 7,5 Prozent).

Aktuell sind 1 799 ausländische Arbeitnehmer von Arbeitslosigkeit betroffen, 68 oder 3,9 Prozent mehr als Ende Juni und 353 mehr (plus 24,4 Prozent) als vor Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote stieg zuletzt von 19,2 auf 20 Prozent. Im Juli 2015 waren es 18,5 Prozent.

In Stemwede stieg die Arbeitslosenzahl von 243 im Juni auf 256. Im Juli 2015 waren 263 Personen arbeitslos gemeldet. Die Stadt Rahden verzeichnet bei den Arbeitslosenzahlen einen Anstieg von 298 auf 315 Frauen und Männer. Im Juli des Vorjahres verzeichnete die Arbeitsagentur hier 307 Arbeitslose.

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