Neue Mitglieder im Demenz-Netz

Gutes Signal für schwere Diagnose

Freuen sich über den Zuwachs beim Demenz-Netz: (v.l.) Kreisdirektorin Cornelia Schöder, Michael Schweiß (Hille), Michael Jäcke (Minden), Bernd Rührup (Hüllhorst), Dieter Blume (Petershagen), Heinrich Vieker (Espelkamp), Landrat Dr. Ralf Niermann, Dr. Bert Honsel Rahden), Marco Steiner (Pr. Oldendorf), Frank Haberbosch (Lübbecke), Achim Wilmsmeier (Bad Oeynhausen), Kai Abruszat (Stemwede), Hans-Joerg Deichholz (Sozialdezernent des Kreises), Bernd Hedtmann (Porta Westfalica). - Foto: Frank Breitenfeld / Kreis Minden-Lübbecke

Minden-Lübbecke - Im Kreis Minden-Lübbecke wird in jedem Jahr bei rund 1.200 Frauen und Männern die Diagnose Demenz gestellt. Angesichts der demografischen Entwicklung ist sicher, dass diese Zahl ansteigen wird. Demenz gilt als Familienkrankheit, weil sie alle Familienmitglieder herausfordert, verunsichert und belastet. Um unterstützend einzugreifen, wurde das Demenz-Netz im Kreis Minden-Lübbecke gegründet.

Seit Januar 2015 ist das Demenz-Netz ein dauerhaft gesichertes Angebot, informiert die Pressestelle des Kreises in einem Bericht über den Zuwachs im Demenz-Netz. Mehr als 1 000 Familien im Kreisgebiet sind bereits Mitglied. Es ist zudem gelungen, den Demenzbetroffenen und ihren Bezugspersonen geeignete Hilfen zum ganz frühen Stadium der Erkrankung zur Verfügung zu stellen.

Der Kreis Minden-Lübbecke hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Demenz-Netz weiter auszubauen, um die Menschen, die mit Demenz leben, zu unterstützen. Wünschenswert ist, zusätzlich zu den bereits 170 Institutionen noch weitere Kooperationspartner zu gewinnen, die sich in dem Netzwerk engagieren, so der Kreis. Daher wurde in der jüngsten Besprechung mit den Bürgermeistern der Gemeinden und Städte auch das Konzept des Demenz-Netzs vorgestellt.

Im Anschluss haben sich alle Verwaltungschefs darauf verständigt, dieses Projekt zu unterstützen. Alle elf Städte und Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke sind jetzt Mitglied im Demenz-Netz. Die Urkunde ist den Bürgermeistern bereits zugesandt worden. Sie verdeutlicht, dass die Städte und Gemeinden die Charta-Bedingungen unterstützen. „Insbesondere für die Bürger, die Hilfe benötigen, ist das Demenz-Netz ein besonderer Service vor Ort. Das ist ein gutes Signal“, betont Landrat Dr. Ralf Niermann.

Das Demenz-Netz ist ein stetig wachsender Zusammenschluss von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen, engagierten Einrichtungen und Diensten im Kreis Minden-Lübbecke sowie Kostenträgern im Gesundheitswesen, informiert die Kreisverwaltung. Die Grundidee besteht demnach darin, gemeinsam mit vielen Engagierten ein förderliches Umfeld für demenzkranke Menschen und ihre Bezugspersonen zu schaffen und zu erhalten. Ziel ist es, betroffenen Menschen und deren Angehörigen das Leben mit der Demenz zu vereinfachen.

Basis ist die „Charta des Demenz-Netzes im Kreis Minden-Lübbecke“. Alle Institutionen, die sich mit den Charta-Bedingungen einverstanden erklären, sind Mitglied. Eine Bedingung ist beispielsweise die Unterstützung von Leitgedanken wie der weit verbreiteten Demenzangst durch Demenzfreundlichkeit zu begegnen.

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