16.000 Euro für Flüchtlingsunterstützung

Kirchenkreis-Fonds hilft schnell bei Notfällen

Der Kirchenkreis Lübbecke will schnelle Hilfe leisten (v.l.): Anke Elsing, Heidrun Rudzio, Roland Mettenbrink, Eckhard Struckmeier, Superintendent Uwe Gryczan und Friedrich Stork. - Foto: DK

Lübbecke - Die Abschiebung steht vor der Tür und macht eine schnelle Rechtsberatung dringend notwendig. So geht es manchen Flüchtlingen – auch in Lübbecke. Damit in solchen Fällen schnell geholfen werden kann, hat der Kirchenkreis einen Flüchtlingshilfsfonds eingerichtet.

16.000 Euro befinden sich derzeit in dem Fonds, der neben der Rechtsberatung auch für Unterstützung bei medizinischem Bedarf eingesetzt werden soll. Ganz wichtig für den Kirchenkreis: „Dieser Fonds greift nur in echten Notfällen.“ Dazu zählten auch Hilfen bei chronischen Erkrankungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen würden. Der Flüchtlingshilfsfond verspricht etwas, das im Kontrast zur deutschen Bürokratie steht: Schnelligkeit.

„Wenn es um Abschiebungen geht und schnell ein Nachweis oder eine Begutachtung her muss, dann dauert dies meist so lange, dass der Mensch längst abgeschoben wurde, bevor ihm geholfen werden konnte“, sagt Heidrun Rudzio, Pfarrerin und Flüchtlingsbeauftragte des Kirchenkreises. „Das soll mit dem Fonds verhindert werden können.“

Er setzt sich aus Spendengeldern (der Großteil) und Sondermitteln der Landeskirche zusammen und sieht eine Deckelung von 2.000 Euro pro Person vor, damit „mehreren Menschen geholfen werden kann“, wie Pfarrer Friedrich Stork betont.

Insgesamt leben derzeit mehr als 2.000 Flüchtlinge im Kirchenkreis Lübbecke. Die meisten Menschen kommen aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak. Wirtschaftsflüchtlinge seien weniger geworden, da einige von ihnen bereits abgeschoben worden seien.

Besonders die Ehrenamtler, die sich um die Schutzsuchenden kümmern, sollen durch den Fonds Unterstützung durch die Kirche erfahren. „Was unsere ehrenamtlich tätigen Helfer leisten, ist absolut wahnsinnig“, weiß Anke Elsing, Koordinatorin der ehrenamtlichen Arbeit. „Wir wollen sie unterstützen, damit ihnen nicht die Luft ausgeht“, sagt Rudzio. „Anträge können bei uns innerhalb weniger Tage bewilligt werden.“

Die ehrenamtlichen Helfer können ganz leicht beim Kirchenkreis um finanzielle Unterstützung für ihre Schützlinge bitten. Informationen sind unter Telefon 0 57 41/ 2 70 00 erhältlich.

DK

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