Harting baut Stipendiatenförderung weiter aus

Stipendium bietet mehr als finanzielle Hilfe

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Von dem Stipendium profitieren nicht nur die Studierenden selbst, sondern auch die Harting-Gruppe aus Espelkamp, die Nachwuchskräfte fördert: (v.l.) Oliver Schön, Chrisoula Angelidou, Svenja Hamacher, Miriam Kessel und Bettina Klaas-Heisener. 

Espelkamp - Svenja Hamacher studiert Informationsmanagement an der Hochschule Hannover, Oliver Schön Maschinenbau an der Universität Paderborn. Auch wenn ihre Schwerpunkte und Fortschritte – Hamacher ist im fünften, Schön im zweiten Semester – völlig unterschiedlich sind, haben sie eines gemeinsam: Sie sind Stipendiaten und werden im Rahmen des Studienfonds OWL von Harting in Espelkamp gefördert.

Die 29-jährige Svenja Hamacher ist froh, dass sie die Förderung für ihre persönliche Entwicklung nutzen kann. „Neben der finanziellen Unabhängigkeit erhalte ich einen Einblick in das tägliche Geschäft eines Technologiekonzerns“, sagt Hamacher. Bei diversen Veranstaltungen wie der Hannover-Messe und dem Women-Power-Kongress, zu denen sie von der Harting-Gruppe eingeladen wurde, konnte sie Kontakte knüpfen und sich mit anderen Studenten austauschen, so die Kirchlengerin, die seit einem Jahr in der Förderung ist und demnächst eine neue Bewerbung absenden will.

Oliver Schön sieht vor allem auch die fachlichen Vorteile des Stipendiums, das Theorie und Praxis verbindet. „Ich lerne neue Branchen und Themenbereiche kennen, die mein Wissen über Technik erweitern“, beschreibt der 19-Jährige. Der Einblick in die Arbeitswelt bei Harting mache ihm die Entscheidung für eine Vertiefungsrichtung seines Studiums leichter.

Er könne sich außerdem ganz auf sein Studium konzentrieren, weil er keinen Nebenjob machen müsse. Auch in Klausuren sei er seinen Mitstudenten teilweise voraus, so Schön, der gebürtig aus dem Hochsauerland kommt und mit dem Stipendium auch den Mühlenkreis besser kennenlernt.

Die Bindung an den Standort ist auch ein Ziel der Stiftung „Studienfonds OWL“, in dem die Fachhochschule Bielefeld, die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Hochschule Höxter-Lemgo-Detmold und die Hochschule für Musik Detmold zusammengeschlossen sind. Hinzu kommen rund 150 Förderer in Form von heimischen Firmen und Privatpersonen, die das Stipendium ermöglichen. Zudem beteiligen sich die Hochschule Osnabrück und die Hochschule Hannover an der Zusammenarbeit mit der Harting-Technologiegruppe.

Detlef Sieverdingbeck als Leiter des Zentralbereichs Publizistik und Kommunikation bei der Harting-Gruppe sieht den Vorteil des Stipendien-Programms vor allem darin, dass „Leistungsträger in die Region geholt werden“. „Die ostwestfälische Wirtschaft braucht akademischen Nachwuchs“, so Sieverdingbeck.

Studenten bekommen 3600 Euro im Jahr

„Wir haben früh erkannt, wie wichtig es ist, Studenten zu fördern“, ergänzt Personalentwicklerin Chrisoula Angelidou. Seit fünf Jahren vergibt Harting Stipendien und hat sukzessiv aufgestockt – waren es 2011 noch drei, sind es im Geschäftsjahr 2015/16 sieben Stipendiaten und im kommenden Geschäftsjahr werden acht Nachwuchskräfte von der finanziellen und ideellen Förderung profitieren.

Dabei ist nichts verpflichtend, beton Sieverdingbeck. Aber es sei von Vorteil für die Karriere, alle Chancen, die das Stipendium und die Firma bietet, zu nutzen. Denn die Harting-Gruppe stellt nicht nur das Geld (1 800 Euro bekommen die Studenten vom Unternehmen und 1 800 Euro vom Staat; insgesamt 3 600 Euro jährlich) zur Verfügung, sondern „wir übernehmen auch Verantwortung und sehen im Stipendium einen Lehrauftrag“, so Angelidou. Im Sinne der sozialen Verantwortung erhalten die Studenten bei Harting die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren und auch die Bachelor- und Masterarbeit zu schreiben. „Insgesamt bieten wir gute Zukunftsperspektiven“, unterstreicht Angelidou, die von einer „Win-Win-Win-Situation“ spricht.

Von der Stipendiatenförderung profitieren aus ihrer Sicht neben den Studenten auch die Unternehmen und die Hochschulen beziehungsweise Universitäten: Verzahnung von Netzwerken, Wissenstransfer und gute Ergebnisse nennt sie als Beispiele.

„Es ist ein generationenübergreifendes Lernen“, sagt Bettina Klaas-Heisener, bei Harting für die Talentförderung zuständig. Sie ist zugleich Mentorin von Svenja Hamacher, die zusätzlich am MINT-Mentoring-Programm teilnimmt. Dabei steht Klaas-Heisener der Studentin mit Rat und Tat in sozialen Fragen zur Seite. Zu den Anforderungen für das Stipendium nennt Miriam Kessel besondere Leistungen, ehrenamtliches Engagement und den sozialen Hintergrund der Studenten. Aktuell unterstützt Harting an allen Standorten 90 Stipendiaten. 

abo

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