Collagen, Tagebücher und Theaterstück zeigen beim Schülerwettbewerb „Nathan Reloaded“ eine breite Palette an Kreativität

Schüler stellen Religionstoleranz in den Fokus

Für den Schülerwettbewerb „Nathan Reloaded“ haben sich die Teilnehmer kreative Beiträge ausgedacht. Ihre Mühen wurden nun von der Jury belohnt. - Foto: Sparkasse

Espelkamp - Am 20. und 21. November gastiert das „Berliner Ensemble“ mit drei Aufführungen von „Nathan der Weise“ im Neuen Theater Espelkamp. Die Stiftung der Sparkasse-Minden-Lübbecke zur Förderung von Kunst und Kultur, die Harting-Gruppe und das Volksbildungswerk hatten als Kooperationspartner der Aufführung den Schülerwettbewerb „Nathan Reloaded“ ausgeschrieben – mit einer erfreulichen Resonanz.

Am Freitag wurden die Preise verliehen. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden des Volksbildungswerks, Ernst Becker, kündigte Margrit Harting an, dass die Ergebnisse des Wettbewerbs bis nach Berlin gelangt waren und dort den Intendanten Claus Peymann nachhaltig beeindruckten, sodass er sich in einer Videobotschaft an die Schüler richtete.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Georg Droste, teilte mit, dass neben den drei ersten Preisen auch ein Sonderpreis, gefördert durch die Firma Harting, und ein Überraschungspreis für alle, gefördert durch die Sparkassenstiftung, vergeben werde. Denn die Schüler hatten eine beeindruckende Palette von Beiträgen, von Filmmaterial über Collagen, Textbeiträgen, Skulpturen und Gemälden, eingereicht, heißt es in einer Mitteilung der Sparkasse.

Drei Werke haben die Jury am meisten überzeugt. Droste zeichnete das Bild „Gleichsetzung“ der 15-jährigen Madlen Molnar (Söderblom-Gymnasium) aus: Es stelle in einfacher, aber beeindruckender Weise die Religionstoleranz dar. Die Schülerin war eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Das Bild wurde professionell gerahmt. Zusätzlich erhielt sie drei Karten für die bereits ausverkauften Aufführungen.

Margrit Harting begann ihre Laudatio für die zweite Auszeichnung mit einem Auszug aus dem Brief eines Vaters an seinen Sohn, der nach Europa geflüchtet ist. Dieser Brief und das Tagebuch aus einem Kriegsgebiet wurden von Alina Schnepel, Sandy-Ann Mittenzwei und Fiona Claire Metje eingereicht (Berufskolleg Lübbecke). Das Urteil der Jury: Der Brief zeige in eindrucksvoller Weise die Zerrissenheit der Betroffenen. Bemerkenswert auch, dass die Teilnehmerinnen den Brief in arabischer Schrift abgedruckt haben. Neben Theaterkarten, wird der Brief sowohl in der deutschen als auch der arabischen Version gedruckt und allen Besuchern der Theateraufführungen ausgehändigt.

Der dritte Preis ging an die Abiturientin Judith Inga Nötzel (Söderblom). Sie hatte ein Theaterstück mit dem Titel „Schauspiel über Humanität und Weltschmerz“ eingereicht. „Die Schülerin hat ein 22-seitiges Theaterstück mit Regieanweisungen geschaffen, das sprachlich auf einem phantastischen Niveau liegt“, urteilte die Jury. Die Nachricht, dass ihr Theaterstück bereits mehreren Regisseuren vorliegt, freute sie.

Als Überraschung stellte Harting zusätzlich zu den drei Hauptpreisträgern die Auslobung eines Sonderpreises vor: Diesen erhielten Apollinaria Falk, Nicolas Fröhlich und Mirjam Bergmann für ihr Kinderbuch „Alle können mitmachen“. „In herrlich einfacher Weise wird die Komplexität der Religionstoleranz für Kinder dargestellt“, so die Jury. Mit dem Druck und der kostenlosen Verteilung des Buches an Kindergärten im Kreis würdigt Harting das Engagement und die Idee der Schüler.

Ein zusätzliches Bonbon verkündete Droste. Aufgrund der Beiträge schlug die Jury vor, alle zu honorieren. Die Sparkassenstiftung ermöglicht daher allen Teilnehmern eine gemeinsame Tagesfahrt mit dem S-Club4-Live-Bus nach Berlin.

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