Achim Post seit 40 Jahren ein Sozialdemokrat

Im Herzen des Ortsvereins

Die Espelkamper SPD ehrte Achim Post für 40-jährige Mitgliedschaft.

Espelkamp - Es waren viele ehemalige Weggefährten und Freunde erschienen, um dem Bundestagsabgeordneten Achim Post ihre Reverenz zu erweisen. Der SPD-Mann ist seit 40 Jahren Parteimitglied. Einer, der ihn mit am längsten kennt und seine politische Karriere eine Zeit lang mit begleitet hat, ist Ortsvereinsvorsitzender Hartmut Stickan. Die Espelkamper Sozialdemokratie sei Post immer eine „Herzensangelegenheit“ gewesen. „Dafür setzt er sich ein – bis zum heutigen Tag. Er ist im Herzen unseres Ortsvereins.“

Ebenfalls sehr persönliche Worte fand SPD-Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe. Politisch kenne er kaum einen Menschen, der „unkomplizierter ist als Achim“. Er sei das „Gegenteil von einem Bedenkenträger“, jemand, der „immer sofort zum Kern des Anliegens kommt“. Er könne alles in drei Punkten erklären. „Solche Menschen brauchen wir in der Politik und in unserer Partei“, sagte Rahe.

Friedrich Schepsmeier, Vorgänger Rahes im Amt des Landtagsabgeordneten und aktuell SPD-Ratsmitglied in Rahden, war Post schon sehr früh „aufgefallen“, wie er während der Ehrung deutlich machte. „Er war seinerzeit der Rädelsführer der neuen Juso-Gruppe“. Nunmehr habe er die Politik und seinen eigenen Blick geweitet über den „deutschen Tellerrand hinaus“. Wichtig sei ihm vor allem die europäische Integration. Schepsmeier: „Was bei allen Diskussionen und Stellungnahmen zum Brexit und anderen europäischen Entwicklung immer wieder vergessen wird, ist die Tatsache, dass es sicherlich nicht so ganz selbstverständlich ist, dass wir mehr als 60 Jahre keinen Krieg mehr in Zentraleuropa hatten.“

Die Antwort des Geehrten fiel – wie erwartet – kurz und sehr persönlich aus: „Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Ich hoffe, die kommenden 30 bis 40 Jahre hier bleiben zu können. Wir haben immer eng, befreundet sowie offen und ehrlich zusammengearbeitet. Die SPD wird noch gebraucht, denn es wird viel dummes Zeug gemacht.“

Die politische Karriere des heutigen SPD-Bundestagsabgeordneten war schon früh im „Klassenbuch“ des Söderblom-Gymnasiums vorgezeichnet. „Klassenbuch“ hieß Mitte der 80er-Jahre die Schülerzeitung, in der der damals 16-jährige Post selbst verfasste Texte veröffentlichte. „Damit fing bei mir das politische Bewusstsein ein“, sagt Post. Das war der erste Schritt in die politische Arbeit. Der zweite folgte mit der Gründung der Juso-Schülergruppe Espelkamp. Der Gründungsvorstand setzte sich zusammen aus Post, Heike Steinkamp und Uwe Leprich. Die Jusos gründeten sich 1976. Folgerichtig trat Post anschließend in die SPD ein.

Das Engagement des jungen Espelkampers ruhte auf zwei Wurzeln, wie er deutlich macht. Zum einen die Jugendpolitik in Espelkamp und zum anderen die durch Willy Brandt in die Gesellschaft hinein getragenen neuen Impulse: die Friedens- und Entspannungspolitik mit dem Osten sowie mehr Chancengleichheit in der Bildungspolitik. Post: „In Espelkamp gab es mit Fritz Steding, Heinz Goroncy, Ruth Nabel, Siegfried Nötzel und Friedrich Schepsmeier gestandene Persönlichkeiten, die sich freuten, dass nun viel Jüngere mitmischten. Daraus haben sich nicht nur politisch enge Bindungen ergeben, sondern jahrzehntelange Freundschaften.“

Für ihn sei dies ein Glücksfall gewesen. „Wichtig war für mich auch die Arbeit im Stadtverbandsvorstand der SPD.“ Mit dem damaligen Vorsitzenden Manfred Steinmann habe er eng zusammen gearbeitet. Jetzt, 40 Jahre danach, wurde Post für seine Parteizugehörigkeit und sein Engagement in seiner Heimatstadt Espelkamp geehrt. Kollege Stephan Schwartze aus Herford war extra nach Espelkamp gekommen, um für seinen Parteifreund während einer Feier im Waldfreibad die Laudatio zu halten.

Post freut sich, auch nach 40 Jahren Parteizugehörigkeit immer noch die Chance zu bekommen, „zusammen mit Gleichgesinnten für die Gemeinschaft etwas auf die Beine stellen zu können“. Das sei seine Motivation und Antriebsfeder. Die Ziele seien immer noch die gleichen: Frieden und Chancengleichheit für alle. 

dk

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