Sechs Vertreter aus der Mongolei besuchen Ludwig-Steil-Hof

Förderung noch im Aufbau

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Sechs Vertreter des mongolischen Bildungswesen machten während ihres Deutschlandbesuchs auch in Espelkamp Station und informierten sich beim Ludwig-Steil-Hof über die Fördermöglichkeiten von benachteiligten Schülern. 

Espelkamp - Hochrangige Vertreter des Bildungswesens in der Mongolei haben während ihres mehrtägigen Aufenthalts in Ostwestfalen-Lippe den Ludwig-Steil-Hof in Espelkamp besucht, um sich über Möglichkeiten des Förderunterrichts zu informieren. Die sechs Besucher aus Ulaanbaatar und Umgebung beschäftigen sich mit Konzepten von Bildungsorganisationen.

Bei ihrem Rundgang über den Ludwig-Steil-Hof interessierten sie sich besonders für den Bereich Berufsbildung. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, erteilen hier Lehrer den Azubis Förderunterricht, damit auch lernschwächere einen regulären Berufsabschluss erreichen, erfuhren die Gäste laut einer Mitteilung der Einrichtung.

Die Mongolei, flächenmäßig der zweitgrößte Binnenstaat der Welt, hat nur zwei Nachbarn – Russland im Norden und die Volksrepublik China im Süden. Im Jahr 1992 hat das Land eine demokratische Verfassung angenommen und die Marktwirtschaft eingeführt, was von vielen Problemen begleitet ist. Immer noch befinden sich viele Bereiche im Auf- und Umbau, so auch das Bildungswesen.

So ist der Aufbau eines Schulsystems für behinderte Kinder für den am dünnsten besiedelten unabhängigen Staat der Erde noch neu und der Wissensaustausch umso wichtiger.

Der Kontakt mit Deutschland beruht auf einem Jugendaustausch mit Mecklenburg-Vorpommern, der seine Wurzeln in der Zeit der ehemaligen DDR hat. Später ergab sich eine Umorientierung, in dessen Verlauf das Bildungszentrum Jugenddorf Vlotho in Zusammenarbeit mit der Stätte der Begegnung vor ungefähr drei Jahren die Gastgeberrolle übernommen hat, erinnern die Verantwortlichen des Ludwig-Steil-Hofs in ihrer Mitteilung.

Die Besucher aus dem asiatischen Land, das viereinhalb Mal so groß wie Deutschland ist, aber lediglich von etwa drei Millionen Menschen bewohnt wird, waren zehn Tage lang Gäste der Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, besuchten dort Seminare und unternahmen von Vlotho aus zahlreiche Exkursionen in die Umgebung. Dabei lernten sie nun auch die Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof in Espelkamp kennen.

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