Espelkamper Frauen-Kultur-Tage stehen unter dem Motto „First Ladies – Ladies first“

Frauen haben den Vortritt

Der Arbeitskreis der Frauen-Kultur-Tage bietet mit sechs Veranstaltungen eine bunte Mischung. Alle Programmpunkte haben eines gemeinsam: Sie behandeln starke Frauen.
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Der Arbeitskreis der Frauen-Kultur-Tage bietet mit sechs Veranstaltungen eine bunte Mischung. Alle Programmpunkte haben eines gemeinsam: Sie behandeln starke Frauen.

Espelkamp - Der Titel ist Programm: „First Ladies – Ladies first“. In der Veranstaltungsreihe Frauen-Kultur-Tage Espelkamp, die bereits am Donnerstag, 4. Februar, mit einer Ausstellungseröffnung startet und am 16. März mit einem Kabarettabend im Bürgerhaus einen fulminanten Abschluss findet, lassen die Veranstalterinnen ganz besonderen Frauen den Vortritt.

Frauen, die auf außergewöhnliche Weise die politische und gesellschaftliche Position der Frau in der Gesellschaft geprägt haben und auch heute noch Vorbild sind. Darauf machen die Organisatorinnen in einer Pressemitteilung aufmerksam. So stellte die Lübbecker Künstlerin Márcia Gomes Bosse ihre Ausstellung, die am 4. Februar um 19 Uhr im Gasthaus Schulenburg in Bad Fiestel eröffnet wird, unter den Titel „First Lady“ und nannte ihre erste Arbeit, die sie für diese Ausstellung erstellt hat „Eva“. Aus der Idee, Müll zu vermeiden und Kunst zu schaffen, verwendet die Künstlerin ausschließlich Zeitungspapier. Mit Farbe und Lack veredelt entstehen Wandskulpturen, Dekodesign und Kunstwerke für den Innen- und Außenbereich. Kunsthistorikerin Jessica Midding gibt eine Einführung in die Arbeiten, für die musikalische Unterhaltung sorgt Andrea Bontas an der Harfe.

Die Film- und Cocktailnacht ist am Freitag, 12. Februar, ab 20 Uhr im Elite-Kino. Nach dem Sektempfang gibt es zunächst ein kleines Bonbon. Gezeigt wird der Kurzfilm „Krippenwahn“ von Satu Siegemund. Im Anschluss ist die werkgetreue Verfilmung von Thomas Hardys Roman „Am grünen Rand der Welt“ zu sehen. Darin wird die stolze Bathsheba Everdene Erbe eines prächtigen Guts im viktorianischen England und beschließt, niemals ihre Unabhängigkeit aufzugeben. „Die Neue Frau“ war Harys große Entdeckung: ein feministisches Ideal, das Frauen im ausgehenden 19. Jahrhundert in der männerdominierenden Gesellschaft Macht- und Wirkungsraum zusprach.

Nach einer Pause mit erfrischenden Cocktails geht es in Espelkamp weiter mit dem Film „A Royal Night“, der sich um die jugendliche Prinzessin Elisabeth und ihre Schwester Margret dreht, die sich unter das „normale Volk“ mischen.

Der Film „Suffragette – Taten statt Worte“ mit Merly Streep in der Titelrolle über die politische Frauenrechtsbewegung in Großbritannien und der Gründung des „Social and Political Union“ wird als Sonderveranstaltung am Mittwoch, 13. April, im Elite-Kino gezeigt.

Eine Exkursion nach Lemgo steht am Sonnabend, 20. Februar, auf dem Programm der Frauen-Kultur-Tage. Während eines Stadtrundgangs wird die Geschichte der Hexenprozesse erforscht. Nach einem Stadtbummel geht es am Nachmittag zur Burg Sternberg. Nach einer Führung erleben die Teilnehmerinnen im „klingenden Museum“ eine musikalische Klangreise und können selbst historische Instrumente zum Klingen bringen. Die Exkursion wird wieder in Kooperation mit der Volkshochschule Altkreis Lübbecke angeboten. Anmeldungen sind erforderlich unter Telefon 05772/97710.

In einer Lesung am Dienstag, 8. März, erinnert Cornelia Scheel gemeinsam mit Hella von Sinnen an eine Frau, die durch ihre Arbeit die Gesellschaft geprägt und verändert hat. Mildred Scheel, Ärztin, alleinerziehende Mutter im konservativen Bayern der 60er-Jahre, Ehefrau des deutschen Außenministers Walter Scheel, später First Lady und Gründerin der Deutschen Krebshilfe, war eine der einflussreichsten Frauen der deutschen Nachkriegszeit. Sie war vielen Frauen ein Vorbild: klug, unabhängig, meinungsstark und tatkräftig. Den 30. Todestag nahm Mildred Scheels Tochter Cornelia zum Anlass, sich in einem Buch an ihre Mutter zu erinnern. Die Lesung beginnt um 20 Uhr im großen Saal im Bürgerhaus.

Den Abschluss der Veranstaltungsreihe setzt Kabarettistin Lioba Albus am Mittwoch, 16. März, im Bürgerhaus Espelkamp. Ab 20 Uhr übernimmt sie als „Königin von Egoland“ das Kommando auf der „Costa Alemannia“, denn die ist auf einen Schuldenberg aufgelaufen. Der Überfluss ist fast ausgetrocknet, der Luxusliner sitzt fest. Angela Merkel und ihre Führungscrew haben sich mit dem letzten Rettungsboot abgesetzt. Aber die Passagiere haben Glück. Mit an Bord befindet sich Mia Mittelkötter, der fleischgewordene Rettungsschirm.

Das Programm ist in den Espelkamper Filialen der Sparkassen sowie im Rathaus und Bürgerhaus erhältlich. Er kann auch per E-Mail angefordert werden (g.kopp@espelkamp.de). Weitere Infos und Anmeldungen laufen über Telefon 05772/562161. Die Eintrittskarten für die Kinonacht gibt es ausschließlich an der Abendkasse.

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