Kreis stärkt Schulstandort Espelkamp

Drei Jahre Bauzeit am Berufskolleg

Architektin Barbara Fitzner erläutert der Besuchergruppe, was sich in den einzelnen Bereichen verändert hat oder noch verändern wird.

Espelkamp - Der Kreis Minden-Lübbecke greift für die Erneuerung und den Ausbau des Berufskollegs Lübbecke am Standort Espelkamp tief in die Tasche. Rund 6,6 Millionen Euro werden bis zum Jahr 2018 für neue Räume, Technik und mehr an der Trakehner Straße verbaut.

Die kompletten Mittel des Bundes aus dem Konjunktur-Investitions-Förderprogramm in Höhe von 4,3 Millionen Euro fließen in Gebäude und technische Ausstattung. Darauf wiesen Kreisdezernentin Cornelia Schöder, zuständig für die Bereiche Bildung, Recht und Arbeit, sowie Kreisbaudezernent Jürgen Striet am Montag während einer Baubegehung hin. Damit würde „ganz klar der Schulstandort Espelkamp“ gestärkt, so Schöder.

Nicht nur baulich trägt der Kreis der Bedeutung Espelkamps als Industriestandort in der Region Rechnung, sondern auch im pädagogischen. Denn inzwischen kann im Bereich Gesundheit und Soziales mit dem Beruflichen Gymnasium für Gesundheit und Soziales sowie der Fachschule für Sozialpädagogik sogar das Abitur in Espelkamp abgelegt werden. 700 junge Männer und Frauen können sich qualifizieren. Die Konzentration auf Espelkamp im Bereich schulischer Investitionen hängt aber auch mit den Unternehmen vor Ort zusammen – es gibt mehrere Global Player. Darauf wies Berufskolleg-Leiter Stefan Becker ausdrücklich hin. So wird in Espelkamp unter anderem ein spezieller Ausbildungsgang für die Automatenwirtschaft beschult.

Insgesamt lernen 700 junge Männer und Frauen die unterschiedlichsten Berufe und können sich hier qualifizieren. Um die Ausbildungsqualität vor Ort zu verbessern sind aber auch im großen Bereich des Technologie- und Automatisierungszentrums viele Investitionen vorgesehen. Damit wird der Ausbildungszweig Metall- und Maschinentechnik den aktuellen Anforderungen der Industrie gerecht. Gesamtausgaben in Höhe von 325 000 Euro werden allein hier in den Aufbau Technischer Labore mit neuen Maschinen, die der beruflichen Wirklichkeit entsprechen, gesteckt. So wird es mehrere Arbeitsplätze geben, die mit neuester CNC- und Steuerungstechnik ausgestattet sind. Das Lehrerkollegium und die allgemeine Verwaltung werden in Zukunft in einem eigenen Trakt untergebracht und stärker räumlich von übrigen Schulaktivitäten getrennt.

Wenn die Schüler heute ihre Schule betreten, werden sie gleich mit einer großen Veränderung konfrontiert. Aus der ehemaligen riesigen Aula ist ein neuer Lerntrakt geworden, der vom Eingangsbereich nicht mehr durch Glaswände sichtbar wird. Hier sind neue Fachräume, ein Selbstlernzentrum, und der Server-Raum geschaffen worden. Alles ist sehr hell, klar strukturiert und einheitlich gestaltet. Auch die sanitären Anlagen sind komplett erneuert worden.

Im Gebäudeteil D mit dem Technikschwerpunkt und dem Gebäudeteil B, dem Umbau der ehemaligen Aula, will man bis zum Ende des Jahres fertig werden. Ferner wird auch die Sanierung des Schulverwaltungsbereiches und des Lehrerbereichs im Berufskolleg in diesem Jahr wohl abgeschlossen. Der Gebäudeteil A soll im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Hierbei geht es um die Flur und Klassensanierung, ergänzende Brandschutzmaßnamen sowie den Anbau eines Aufzuges zur behindertengerechten Erschließung der Schule.

Die Leistungen für 2016 und 2017 waren komplett ausgeschrieben worden. Der Umbau des Gebäudeteils C für die Verwaltungsnutzung soll ab 2018 erfolgen. Es liegen erste Pläne vor, die im weiteren Verlauf noch konkretisiert werden müssen.

Ursprünglich war angedacht worden, hier Verwaltungsstellen des Kreises unterzubringen. „Wir können dazu im Moment nichts Konkretes sagen, weil wir nicht wissen, ob und in welchem Umfang die Schule diesen Trakt noch benötigt“, sagte Cornelia Schöder abschließend. 

DK

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