Florian Hemann und Jonas Horstmann neu im Vorstand des JU-Kreisverbands 

Christoph Hartke bleibt Vorsitzender der Jungen Union

Der Bezirksvorsitzende der JU OWL Lars Wilhelm Brakhage (von links) gratulierte dem geschäftsführenden Kreisvorstand mit dem neuen Schatzmeister Jonas Horstmann, dem Kreisvorsitzenden Christoph Hartke, dessen Stellvertreterin Theresa Budde und dem neuen Kreisgeschäftsführer Florian Hemann. Es fehlt der weitere stellvertretende Vorsitzende Thomas Rogalske. - Foto: Junge Union

Minden-Lübbecke - Versammlungen dienen gerne dazu, auf Vergangenes zurück zu blicken. Bei der Jungen Union (JU) Minden-Lübbecke war das bei der jüngsten Kreismitgliederversammlung anders. Der Blick ging nach vorn – mit einem Antrag zur geplanten Multifunktionshalle in Minden, mit einem stark verjüngten Vorstand und mit klaren Zielen für die kommenden Wahlen in Land und Bund.

Wenn der JU-Kreisvorsitzende Christoph Hartke auf die Richtungsentscheidungen im kommenden Jahr schaut, wird er deutlich. „Es ist unser Anspruch, dass alle CDU-Kandidaten direkt gewählt werden. Und wir wollen den Politikwechsel in Düsseldorf und im Bund die rot-rot-grüne Koalition verhindern“, formuliert Hartke die Ziele für 2017. Da passt es ins Bild, dass bei der JU-Zusammenkunft im „Krug zum grünen Kranze“ in Espelkamp-Schmalge mit der CDU-Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Kirstin Korte sowie Bianca Winkelmann und Dr. Oliver Vogt jene Personen vor Ort waren, die für die Wahlen in Bund und Land kandidieren.

Und da passt es ebenso ins Bild, dass es diverse Neuerungen und Verjüngungen im JU-Kreisvorstand gibt. Einstimmig wiedergewählt als Kreisvorsitzender wurde der gebürtige Rahdener Christoph Hartke. Gleiches gilt für seine Stellvertreter Theresa Budde (Preußisch Oldendorf) und Thomas Rogalske (Espelkamp). Der Espelkamper Florian Hemann übernimmt das Amt des Kreisgeschäftsführers von Marlene Hartke, die dem Vorstand jedoch weiterhin als Beisitzerin treu bleiben wird. Neuer Schatzmeister ist Jonas Horstmann aus Porta Westfalica. Er folgt auf Malte Kuhlmann aus Bad Oeynhausen.

„Ich freue mich als CDU-Kreisvorsitzende natürlich über eine funktionierende JU“, machte Korte gegenüber den JU-Mitgliedern deutlich und ermutigte, als Vertreter der jungen Generation immer die Stimme zu erheben. In diesem Zusammenhang lobte sie – wie die weiteren Ehrengäste – den aus dem JU-Stadtverband Espelkamp eingebrachten Initiativantrag zur Multifunktionshalle. „Ich halte das für sehr ausgewogen, da er nicht schwarz und weiß malt“, so Korte. In dem Antrag spricht sich die Junge Union für den Neubau einer Multifunktionshalle aus. „Gleichzeitig ist es uns als Kreisverband und damit als Vertreter aller Städte und Gemeinden im Mühlenkreis ein besonderes Anliegen, dass der Kreis sich zwar an dem Projekt beteiligt, diese finanzielle Mitbeteiligung aber eindeutig gedeckelt ist und den Verhältnissen entspricht. Dies ist in unseren Augen die Summe von vier Millionen Euro. Denn der Kreis Minden-Lübbecke ist Juniorpartner am Bauprojekt – nicht mehr und nicht weniger“, heißt es in dem Antrag. Außerdem müsse gewährleistet sein, dass der dauerhafte Betrieb der geplanten Multifunktionshalle ohne die Unterstützung des Kreises auskommt.

Ebenso ging es um das schulpolitische Thema G8. „Wir wollen G8 beibehalten, aber denen, die möchten, G9 ermöglichen“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete Kirstin Korte den Kurs ihrer Fraktion. Die Entscheidung solle der Schulkonferenz obliegen. „So viel Freiheit wie möglich, aber keine Beliebigkeit“, erklärte sie den Anspruch. Schüler, Lehrer und Eltern verdienten Ruhe. Außerdem gelte es, den Unterrichtsausfall zahlenmäßig zu erheben.

Mit dem Thema Bildung beschäftigte sich in ihrer Rede auch Bianca Winkelmann. Das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ werde von der rot-grünen Regierung in Düsseldorf als Erfolg verkauft. „Aber keiner gibt zu, dass es sich dabei um ein fremdfinanziertes Wahlkampfgeschenk handelt. Die Kinder, die davon heute profitieren, müssen das später noch abbezahlen“, machte die Landtagskandidatin aus Rahden deutlich. Seinen ersten offiziellen Termin als Bundestagskandidat hatte an dem Abend Dr. Oliver Vogt. Der ehemalige „JU’ler“ lobte die Vereinigung als „Aktivposten in der CDU“. Thematisch griff der Lehrer die Digitalisierung auf. „Das ist für unseren ländlichen Raum ein unglaublich wichtiges Thema, damit unsere Wirtschaftsbetriebe ihren Ansprüchen gerecht werden können.“

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