Sicht-, Blend- und Windschutz

Landesbetrieb „Straßen.NRW“ kümmert sich um die Gehölzpflege

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Nach dem Pflegeschnitt durch die Mitarbeiter des Landesbetriebs sehen die Straßenseitenränder und Böschungen wieder gepflegt aus. Dadurch wird zudem die Natur verjüngt.

Espelkamp - Mit dem Oktober beginnt beim Landesbetrieb „Straßen.NRW“ die Zeit der Gehölzpflege. Bäume und Sträucher müssen bearbeitet werden, damit das Grün entlang der Bundes- und Landesstraßen weiterhin seine wichtigen Aufgaben erfüllen kann. An erster Stelle steht indes die Verkehrssicherheit.

Auch das großflächige „auf den Stock setzen“ der Bäume ist deshalb mitunter notwendig. Ab Montag, 24. Oktober, soll an der L770 abschnittsweise von Levern bis Espelkamp mit den Arbeiten begonnen werden.

„Verkehrssicherheit hat oberste Priorität“, heißt es in der Mitteilung von „Straßen.NRW“. Denn Bäume und Sträucher erfüllen entlang von Straßen wichtige Funktionen: Sie dienen unter anderem als Sicht-, Blend- und Windschutz. Außerdem bieten sie Lebensraum für Säugetiere, Vögel und Insekten.

Gehölz kann zur Gefahr werden

Ohne Pflege könnten die Gehölze allerdings zur Gefahrenquelle werden: Kranke und alte Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und könnten Auto- oder Radfahrer sowie Fußgänger gefährden. Auch die freie Sicht in Kurven und entlang der Strecke muss gewährleistet sein. Ebenso dürfen Schilder, Leitpfosten, Ampeln und Kreuzungen nicht durch Pflanzen verdeckt sein.

Bei den einzelnen Maßnahmen beachten die Mitarbeiter grundsätzlich die einschlägigen Vorschriften zu natur- und artenschutzrechtlichen Belangen gemäß dem Landschaftsgesetz und dem Bundesnaturschutzgesetz. Die Maßnahmen werden ab der kommenden Woche an die zuständigen Landschaftsbehörden der jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte gemeldet.

Zur Förderung einer stabilen Bestandstruktur sollen standsichere und erhaltenswerte Einzelbäume, Sträucher und Gehölzgruppen innerhalb der Pflegeabschnitte bleiben. Durch das abschnittsweise Vorgehen bei der Gehölzpflege haben Kleintiere und Insekten die Möglichkeit, sich auf die neue Situation einzustellen, heißt es in der Mitteilung zu der Maßnahme an der Landesstraße.

Bäume „auf den Stock setzen“

Allgemein heißt es dort: Die regelmäßige Gehölzpflege findet vom 1. Oktober bis 28. Februar statt. Während der übrigen Zeit, der Vegetationsphase, muss bei Maßnahmen der Gehölzpflege die Verkehrssicherheit gefährdet sein. Form- und Pflegeschnitte sind dennoch erlaubt.

Dabei mag der Begriff Gehölzpflege an manchen Stellen zunächst einmal irreführend klingen, so der Landesbetrieb. Zwar setzt „Straßen.NRW“ seit geraumer Zeit verstärkt auf eine „selektive Bestandspflege“, allerdings ist diese Methode, bei der Sträucher im Randbereich zurückgeschnitten und im hinteren Bereich einzelne Bäume entfernt werden, nicht überall möglich. Instabile Altbestände werden daher in der Regel wenige Zentimeter über dem Boden gekappt. Der Fachmann spricht vom „auf den Stock setzen“.

Das sieht zunächst einmal nicht gepflegt, sondern eher wüst aus, wissen die Experten. Diese Methode hilft der Natur jedoch dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen. Schon relativ kurze Zeit später, wenn die Pflanzen wieder ihre Triebe ausbilden, stellt sich ein anderes Bild dar.

Auch in puncto Arbeitssicherheit sind derartige Maschinen vorteilhaft: Arbeiten mit der Motorsäge in teilweise sehr steilen Böschungslagen wären nicht nur anstrengender und zeitaufwändiger, sondern zusätzlich mit höheren Risiken verbunden.

Wo findet die Gehölzpflege statt? Was passiert mit dem abgeschlagenen Holz? Informationen erhalten Bürger im Internet.

www.strassen.nrw.de/gehoelzpflege

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