Reise durch die Jahrhunderte

Öffentliche Präsentation der Heidedragoner in Uetzingen

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Hoch zu Ross wurde in Uetzingen musiziert. 

Uetzingen - Zum dritten Mal führten die Heidedragoner Uetzingen Berittenes Trompeterkorps und das Reitzentrum von Samson ein Probenwochenende durch. Den Abschluss bildete eine öffentliche Präsentation. Etwas mehr als zwei Stunden lang konnten sich die Zuhörer auf eine Zeitreise durch fast fünf Jahrhunderte begeben. Es handelte sich um Musik aus mehreren europäischen Staaten.

Zur Eröffnung bliesen sechs Trompeter, begleitet vom Kesselpauker, die Standartenfanfare des Regiments Garde Du Corps aus der Zeit Friedrichs des Großen. In originaler Stärke eines Trompeterkorps' aus der Wilhelminischen Zeit mit mehr als 20 Musikern erklang nach der Begrüßung durch Wolfhart von Samson der Schwedische Reitermarsch aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Am Tag zuvor hatten die Musiker unter anderem zwei neue Arrangements vom „Englischen Marsch“ und dem um 1790 in Verden an der Aller stationierten Dragoner Regiment von Ramdohr einstudiert.

In der Folge erklangen Opern- und Operettenmärsche. Eine irische Volksweise „Carlingford Lough“ war zu hören, ehe es etwas turbulenter zuging. Vom russischen Komponisten Semjon Tschernetzky erklang ein Trabmarsch aus dem vergangenen Jahrhundert, bevor eine Kosakenabteilung im wilden Galopp in die Halle stürmte. Dazu spielte das Trompeterkorps in sehr flottem Tempo den Säbeltanz von Aram Chatschaturjan.

Die Musiker gaben darüber hinaus das Stück „You raise me up“ von Rolf Lövland zum Besten und interpretierten den flotten Marsch „Prager Leben“ von Jaroslav Labsky.

Grußwort von Landrat Manfred Ostermann

Landrat Manfred Ostermann gab in seinem Grußwort einen kleinen Einblick in die Geschichte der Dragoner sowie in die Vereinsarbeit der Heidedragoner.

Hauptmann Harald Sandmann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Militärmusik, sprach ein Grußwort und betonte, dass die Heidedragoner das einzige berittene Trompeterkorps in Deutschland sind.

Dieses hatte eine besondere Einlage vorbereitet. Es formierte sich in fünf Viererreihen, so dass mit Pferden durch die Reihen getrabt oder galoppiert werden konnte. Zu den Klängen des feierlichen Marsches des Ersten Bataillons Garde betraten acht Schimmel, im erhabenen Schritt geritten, die Halle. Danach zeigten die Reiter des Reitzentrums eine perfekte Darbietung, indem sie die Pferde in allen Gangarten zur entsprechenden Musik durch die Reihen der spielenden Musiker ritten.

Nach einer kurzen Pause ritt das Trompeterkorps mit einem Wechselspiel zwischen Blechbläsern und Kesselpauken, der Paradepost, in die Halle. Es folgten der Marsch aus der Zeit Friedrichs des Großen und der „Kesselsdorfer Marsch“. Harald Sandmann dirigierte die Kreuzritterfanfare. Nachdem alle Musiker wieder mit beiden Füßen auf dem Boden waren, folgte eine kleine Abfolge historischer Märsche.

Morgen, 7. Oktober, sind die Dragoner erster Programmpunkt beim Gala-Abend des Hannoveraner Zuchtverbandes in Verden. Am Mittwoch, 19. Oktober, gestalten sie die Hörfunksendung „Plattenkiste“ des NDR. ‹

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