Walsrodes Erster Stadtrat André Reutzel stellt Pläne in Benzen vor

Erweiterung des A 27-Parks ?

Das etwa 62 Hektar große Gelände, das als erweitertes Industriegebiet neu ausgewiesen werden könnte. - Foto: Müller

Benzen - Es blieb überwiegend sachlich bei der Bürgerinformation zur geplanten Erweiterung des A 27-Parks im Feuerwehrgerätehaus Benzen. Es geht um eine Vergrößerung der bisherigen Gewerbefläche um mehr als das Doppelte, also um etwa 62 Hektar.

„Aber das ist alles noch nicht in festen Tüchern“, erklärte Walsrodes Erster Stadtrat André Reutzel, der durch die Versammlung führte. „Der Bauausschuss, der sich in der nächsten Woche treffen wird, muss den Entwurf erst einmal zur öffentlichen Auslegung freigeben. Daran können sich alle, Bürger und die Wirtschaft, beteiligen.“ Jeder habe das Recht mitzureden.

Reutzel informierte, dass bis zum Jahresende rund 50 Prozent der augenblicklichen Fläche veräußert sein sollen. „Wir sind in den abschließenden Verhandlungen“, sagte er dazu, dass sich McDonald's dort ansiedeln möchte. Ein Grundstück sei an die Raiffeisen verkauft worden, die unter anderem eine Automatentankstelle für Dieselfahrzeuge und eine Waschanlage bauen möchte. Ein weiteres heimisches Unternehmen möchte dort seinen neuen Standort einrichten.

Da „Home 24“ signalisiert habe, eventuell zu erweitern, müsste die Stadt neu aufplanen und neues Gelände schaffen. Dem Möbelunternehmen werde eine Option bis 2018 eingeräumt.

Der Plan-Entwurf für die Erweiterung des A27-Parkes. Er wird im Bauausschuss der Stadt beraten. Grau gestrichelt ist die bestehende Fläche, schwarz gestrichelt die neue. - Grafik: NLG

Die neue Fläche kommt dem Dorf Benzen näher, liegt aber noch rund 450 Meter vom Ortsrand entfernt. Trotzdem befürchten viele Einwohner – mehr als 60 waren ins Feuerwehrhaus gekommen – dass es mehr Lärmbelästigung geben wird. Ganz entkräften konnte das Lärmschutzgutachter Pitt Breitmoser, Dekra, nicht. „Aber es wird sich nach unseren theoretischen Berechnungen in Grenzen halten.“

Deutlicher wurde da André Reutzel: „Wenn es zur Neuausweisung kommt, wird sich das Leben für Benzen verändern. Der Lärm, heute eigentlich viel mehr von der Autobahn her wahrgenommen, könnte zunehmen. „Ganz ausschließen können wir es nicht, obwohl wir sehr enge Schutzwerte für Benzen eingeplant haben.“

Michael Süßmann von der Stadt Walsrode wies in diesem Zusammenhang auf Honerdingen hin. Hier sei ein Gewerbegebiet direkt neben der Ortschaft entstanden. „Wir haben dafür gesorgt, dass die Werte für den Lärm eingehalten werden. Es gibt bis heute keine Proteste aus der Bevölkerung.“

Michael Krohn von Delta-land wies vor allem auf die notwendige Schaffung neuer Arbeitsplätze in Walsrode hin. „Es fahren immer noch zu viele Menschen nach draußen. Wir wollen sie in der Stadt behalten.“ Deshalb und auch gegenüber der Konkurrenz in Bad Fallingbostel, in Hodenhagen und Soltau sei es notwendig, mehr Betriebe zu gewinnen. „Keine Schrott- und Müll-Unternehmen, wir achten sehr darauf, wen wir auswählen“, fügte Reutzel hinzu. Deshalb habe man sich gegen das Asphaltwerk entschieden.

Oft wurde über „Home 24“ gesprochen. Standortleiter Marco Ahlswede bedankte sich bei der Feuerwehr, die zu zwei Fehlalarmen in den Möbelkomplex hatte ausrücken müssen, und informierte, dass zurzeit 108 Personen beschäftigt werden. Ahlswede kündigte einen „Tag der offenen Tür“ für die Benzer im kommenden Jahr an.

Gefragt wurde aus der Einwohnerschaft, was die Stadt für den Ort machen wolle, wann der Fahrradweg komme, ein Spielplatz und neue Bauplätze? „Wir sind auch hier am Ball“, so der Erste Stadtrat, der bedauerte, mit dem Radweg noch nicht weitergekommen zu sein. Aber, so auch Ortsvorsteher Manfred Bolsewig, es würden weitere Bauplätze geschaffen.

Noch ist nichts entschieden. „Wenn wir keine Grundstücke in diesem Bereich kaufen können, werden wir auch keinen neuen Bebauungsplan haben. Aber wir müssen vorplanen“, so Reutzel. - mü

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