Annika Meyer kandidiert bei der Kommunalwahl für Stadt- und Samtgemeinderat

„Ich möchte Dinge beeinflussen und verstehen“

Annika Meyer, Lehrerin an der Oberschule in Kirchlinteln, noch bis Februar in Elternzeit, kandidiert für den Stadtrat und den Samtgemeinderat Rethem. - Foto: Preuß

Rethem - Nicht, dass Annika Meyer nichts zu tun hätte. Allein die beiden Töchter, die eine drei Jahre, die andere acht Monate alt, sorgen dafür, dass bei der 30-jährigen Wahl-Rethemerin – aufgewachsen ist sie in Häuslingen – keine Langeweile aufkommt. Aber: „Es ist wichtig, sich zu engagieren“, sagt die junge Frau mit Nachdruck.

Ehrenamtlich tut sie das bereits. Lange Jahre war sie aktiv im Vorstand der Landjugend. Zurzeit fungiert sie als stellvertretende Leiterin des St. Marien Gospel-Trains. Als Frank Leverenz sie fragte, ob sie bei der Kommunalwahl am 11. September kandidieren wolle, rannte Rethems Bürgermeister bei Annika Meyer quasi offene Türen ein. Nun steht sie bei der Wahl zum Samtgemeinderat auf Listenplatz 5, bei der Wahl zum Stadtrat auf Platz 3 der CDU. Allerdings ohne Parteizugehörigkeit.

Weitere „Neulinge“ auf der Liste der Christdemokraten sind Steffen-Alexander Meyer (Kandidat Samtgemeinde) und Simon Kopmann, Kathrin Hanslik, Ute Dunker sowie Werner zum Berge (alle Stadtrat-Kandidaten). „Eine gute Mischung“, urteilt Annika Meyer über das Bestreben, neben den „alten Hasen“ auch frisches Blut in die Kommunalparlamente zu bekommen.

Geliebäugelt habe sie schon länger mit einem lokalpolitischen Engagement, verrät die 30-Jährige. Auch ihr Schwiegervater Wilfried sei lange Zeit sehr aktiv gewesen in der und für die Rethemer CDU. Von ihm und während ihres Lehramt-Studiums in Hildesheim habe sie gelernt, den Mund aufzumachen, wenn ihr etwas nicht passe.

Aber nur meckern und nichts tun, das ist nicht ihre Sache. „Ich möchte den Rest meines Lebens hier verbringen“, sagt Annika Meyer über Rethem, die Heimat ihres Mannes Lars. Probleme im Ort anzugehen, Situationen verbessern zu wollen, das ist für sie die logische Konsequenz daraus.

„Dinge beeinflussen und verstehen“, mit diesem Ansinnen tritt die junge Lehrerin bei der Kommunalwahl an. „Ich hinterfrage, was ich nicht verstehe. Das treibt mich an.“ So geht es ihr nicht darum, Veränderungen mit der Brechstange herbeizuführen, sondern zunächst Zusammenhänge zu erkennen, Bedürfnisse und Bedarfe der Bürger zu ermitteln.

Eine flexible Kinderbetreuung und die Ansiedlung junger Familien in der Samtgemeinde sind Themen, denen sich Annika Meyer als Ratsfrau schwerpunktmäßig widmen möchte. Wenn bei berufstätigen Eltern der Wunsch nach einer Ferienbetreuung laut werde, dann müsse es eine solche auch geben, nennt sie ein Beispiel. Wohl wissend, dass man den Menschen als Politikerin auch erklären können muss, warum manches eben nicht umsetzbar ist. 

kp

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