Tag des offenen Denkmals im Freilichtensemble im Londypark

Führungen durch die Mühle und allerhand Wissenswertes

Die Rethemer Bockwindmühle im Londypark wird am Sonntag geöffnet sein. Es werden vier Führungen durch das einmalige Baudenkmal angeboten. - Foto: Forum

Rethem - Am nächsten Sonntag ist es wieder so weit: Rund 7 500 Baudenkmale werden bundesweit ihre Türen, Tore oder Pforten öffnen und landauf, landab Kulturbegeisterte in Kirchen und Klöster, Mühlen und Mausoleen, Schlösser und Scheunenviertel locken.

Das Forum Rethem lädt alle Interessierten von 10 bis 18 Uhr zu einem Streifzug in die Vergangenheit des Mahlens, Lagerns und Backens ein. Bockwindmühle, Treppenspeicher und Backhaus im Londypark können den ganzen Tag über besichtigt werden.

Führungen um 11.30, 13, 15 und 17 Uhr geben einen Einblick in die Bau- und Funktionsweise der drei Gebäude und bieten darüber hinaus die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Von 14 bis 17 Uhr können sich Besucher darüber hinaus im Burghof-Café der Landfrauen mit Kaffee und Kuchen stärken.

Mit dem Motto „Gemeinsam Denkmale erhalten“ steht der Tag des offenen Denkmals ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Handelns. Wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen ist auch beim Erhalt historischer Bausubstanz bürgerschaftliches Engagement gefragt.

Die Erfahrung, dass es ohne ein partnerschaftliches Miteinander von privaten und öffentlichen Initiativen, Fachleuten und Ehrenamtlichen, Denkmalbesitzern, Denkmalnutzern und Denkmalpflegern nur selten gelingt, ein Stück Baugeschichte für die Nachwelt zu erhalten, haben auch die Mitglieder des Forum-Vereins Rethem und ihre zahlreichen Mitstreiter gemacht.

Durch die Umsetzung des historischen Treppenspeichers aus Bommelsen und des Backhauses aus Kirchwahlingen ist im Londypark im Laufe der Jahre ein kleines Freilichtensemble zur Kulturgeschichte des Getreides entstanden. 

In dessen Mittelpunkt steht die 1594 erbaute Frankenfelder Bockwindmühle, die wegen ihres hohen Alters ein einmaliges Baudenkmal der niedersächsischen Mühlengeschichte darstellt. Sie kam 1953 als außergewöhnliches Präsent zum 600-jährigen Stadtjubiläum in den Allerort und erinnert heute stellvertretend für mehrere verschwundene Wasser- und Windmühlen daran, dass auch Rethem einst eine Mühlenstadt war.

Die ihr zur Seite gestellten Gebäude sind ein Paradebeispiel für das Motto des Denkmaltages, denn ohne den Einsatz und die tatkräftige sowie finanzielle Unterstützung vieler Fachleute und Ehrenamtlicher wäre ihr Ab- und Wiederaufbau nicht möglich gewesen.

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