Kontrolle der Sperrung

Allerbrücke: Einspurige Lösung nicht möglich

Rethem - Gibt es nun eine Möglichkeit, die Sperrung der Allerbrücke einspurig zu gestalten oder nicht? Diese Frage beschäftigt die Rethemer seit einer Woche. Stadtdirektor Cort-Brün Voige ging in der Ratssitzung am Mittwoch auf das Thema ein. „Die klare Antwort ist Nein“, sagte er. Eine halbseitige Sperrung sei zu gefährlich. Diese lasse sich nicht mit dem Arbeitsschutz vereinbaren.

Das Bauunternehmen habe zwar erklärt, dass eine einspurige Regelung möglich sei. Dies aber nur unter Einhaltung bestimmter Parameter, erläuterte Voige. Dazu gehörten eine maximale Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und eine Höchstzahl von 100 bis 200 Autos pro Tag. „Das wären etwa zehn pro Stunde“, verdeutlichte Voige. „Das bringt uns nicht weiter.“ Und eine „Anlieger frei“-Regelung helfe auch nicht. „Wer dann plötzlich alles Anlieger ist, wissen wir alle.“ Bei einer größeren Breite der Straße wäre eine einspurige Verkehrsführung sicherlich möglich gewesen. Aber selbst zwischen Groß Eilstorf und Kirchwahlinger Kreuzung habe sie nicht ausgereicht.

Voige betonte, dass von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden nie etwas anderes gesagt worden sei als die Vollsperrung. Annette Schütz, SPD, sagte, dass eine halbseitig aufgebrachte Deckschicht auch schneller wieder kaputt gegangen wäre. „Ich freue mich nicht auf die Erneuerung der Allerbrücke“, blickte sie bereits in die Zukunft.

Das Verhalten der Autofahrer kritisierte Annika Meyer, CDU. „Die Sperrung wird einfach umfahren. Wer zu Fuß über die Brücke geht, stellt fest, dass ihm zwölf Fahrzeuge entgegenkommen.“ Dabei seien die Zeichen unmissverständlich. Voige sagte, dass er die Polizei kontaktieren könne. Die bei einer Kontrolle hauptsächlich Betroffenen seien jedoch keine Auswärtigen. 

Was im Moment toleriert werde, funktioniere dann nicht mehr. Wolfgang Leseberg, SPD, gab Annika Meyer Recht. „Im Grunde ist das Ganze ein Skandal. So schön es für einige ist, entweder ist das Fahren möglich oder nicht.“ Er fände es nicht schlecht, wenn die Polizei mal da stehe. Voige erklärte, dass er den Wunsch der Ratsmitglieder an die Polizei weitergeben werde.

Wann die Sperrung der weiteren Bauabschnitte in Rethem in Kraft trete, könne er leider nicht sagen, so Voige. Das werde die Behörde bekanntgeben.

sal

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