SPD-Abordnung spricht über Zukukunftsthemen

Arbeiten an der Marke Rethem

Wolfgang Leseberg, Jonas Wussow und Annette Schütz fühlen sich so langsam in der heißen Phase des Kommunalwahlkampfs angekommen und werben bei den Bürgerinnen und Bürgern um Unterstützung, indem sie ihre Stimme abgeben. - Foto: Wennhold

Rethem - Von Erika Wennhold. Der SPD-Ortsverein Rethem hat seine Arbeit getan: „Wir waren die ersten, die ihre Kandidatenlisten veröffentlichen konnten.“ Dennoch wird Vorsitzender Jonas Wussow langsam nervös: „Es sind nur noch sieben Wochen bis zur Kommunwahl.“ Zwei wegen ihres Werdegangs ganz unterschiedlich erfahrene Kommunalpoltiker an seiner Seite bleiben dennoch gelassen: Wolfgang Leseberg, in den Ruhestand verabschiedeter Kämmerer der Stadt Verden, und Annette Schütz, seit 2006 kommunalpolitisch aktiv.

Wolfgang Leseberg hatte sich erst zum Ende seines Berufslebens vorstellen können, in die Politik zu gehen. Ihm merkt man die Freude an, die er als Mitgestalter und als Mitstreiter, wenn es um das Wohl seiner Heimatstadt geht, hat. Seit 2011 ist er im Stadtrat. Annette Schütz kann inzwischen aus dem Vollen schöpfen, wenn es um Anekdoten, Streitpunkte, Überzeugungsarbeit oder das Aufatmen nach langen Beratungen mit einem guten Ende geht. Die zwei Fraktionen im Stadtrat (CDU sieben Sitze/ SPD sechs Sitze) haben politisch unterschiedliche Standpunkte, raufen sich aber gerne zusammen, wenn es um die Zukunft geht. Schütz: „Sicher möchte ich, dass die Kindergartengebühren gestrichen werden, aber ich weiß, dass wir uns das nicht leisten können.“ Wolfgang Leseberg nennt ein anderes Beispiel: „Die Senkung der Hebesätze ist doch nur möglich, wenn wir Geld an anderer Stelle einsparen.“

Jonas Wussow, mit 27 Jahren der jüngste SPD-Ortsvereinsvorsitzende, wird sich jetzt schon mal Gedanken machen können, wo er seine Schwerpunkte setzten möchte, sollte er in den Stadtrat gewählt werden und wo gespart werden muss, um überhaupt noch etwas in Bewegung setzten zu können.

Einig sind sich in Rethem alle darüber, dass die Innenstadtgestaltung nicht weiter aufgeschoben werden darf. Die SPD möchte fördern und unterstützen, wenn Hauseigentümer ihre großen Schaufensterscheiben zurückbauen wollen, um ihre Gebäude anderweitig nutzen zu können. Leseberg: „Nur eine attraktive Umgebung lockt Investoren an.“

Wobei man natürlich nicht jeden haben möchte. Um zum Beispiel zu verhindern, dass sich Spielhallen oder Wettbüros einrichten, sei es mehr als an der Zeit, die Innenstadt zu überplanen. „Bebauungspläne aufzustellen kostet Geld, wird sich aber langfristig auszahlen“, sagt Leseberg, den Annette Schütz als Verwaltungsfuchs in ihren Reihen nicht mehr missen möchte.

Beim Blick in die Zukunft sehen die drei SPD-Mitglieder als Dauerthema die Schulstandortfrage oder auch die Vermarktung des Ortes selbt. Nicht so glücklich ist die SPD-Fraktion mit der Rolle, die Rethem im Zweckverband Aller-Leine-Tal spielt. Man möchte dort nicht untergehen, sondern wieder verstärkt an sich arbeiten und zur Marke Rethem werden.

Beim Blick zurück lobt die SPD-Abordnung die hervorragende Infrastruktur ihrer kleinen Stadt mit einer guten Versorgungslage, Ärzten, Kindergärten und Schulen. Punkten kann Rethem mit einer wunderschönen Parkanlage am Allerdeich, der Bockwindmühle oder dem Burghof. Das alles ist nur durch das große ehrenamtliche Engagement möglich. Das weiß nicht nur die SPD im Ort, die auch in Zukunft auf viel Unterstützung hofft. Und darauf, dass sich Bürgerinnen und Bürger einbringen, in dem sie zur Wahl gehen.

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