Delegiertenkonferenz des Kreisfeuerwehrverbandes in Schwarmstedt 

Zahlreiche Hilfs- und Schutzaufgaben wahrgenommen

Waren bei der Tagung dabei (ganzes Foto mit einem Klick öffnen): Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Karl-Heinz Banse (links) sowie Kreisvorsitzender Hartmut Staschinski (rechts) ehrten verdiente Feuerwehrleute (von links): Thomas Ruß, Eckard Borges, Torsten Böhling, Fred Heuer, Alfred Suhr, Ralf Köhler, Günther Volbers und Richard Meyer.

Schwarmstedt - Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres zog der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Heidekreis, Hartmut Staschinski, auf der Delegiertenversammlung in der Mensa der KGS Schwarmstedt: „Wir machen das“, so die Worte des Kreisbrandmeisters in Ergänzung zur viel zitierten Rede der Bundeskanzlerin aus dem Vorjahr mit Blick auf die zahlreichen Hilfs- und Schutzaufgaben der Feuerwehrleute.

Dieses Engagement würdigten auch die Gäste, darunter Landrat Manfred Ostermann, die Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel und Lars Klingbeil sowie die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper und als Gastgeber Schwarmstedts Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs. Vor den gut 200 Zuhörern, darunter Bürgermeister und leitende Kommunalbeamte, betonte Staschinski den hohen Ausbildungsstand der 93 Feuerwehren im Heidekreis. Zahlreiche Fortbildungen, praktische Übungen, der fachliche und gesellige Austausch untereinander und die Regionalwettbewerbe – im kommenden Jahr in Walsrode – trügen dazu bei. „Unsere Ausbildungsstätten wurden für sehr gut befunden – nein, sie sind top“, betonte Staschinski und verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Landrat Manfred Ostermann in Bezug auf Neuanschaffungen.

Mit Blick auf die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle-Scheuen verwies Staschinski auf die Überfälligkeit der jüngst vom Land beschlossenen Investitionen in eine moderne Erwachsenenbildung.

Sowohl Staschinski als auch der Landesfeuerwehrverbands-Präsident Karl-Heinz Banse kritisierten den technischen Stand der Katastrophenschutzfahrzeuge. „Die sind in der Regel älter als die Kameraden, die mit ihnen fahren.“ Banse kritisierte den Bund, der für die Feuerwehren und Zivilschutzkräfte regelmäßig weniger Finanzmittel zur Verfügung stelle als die zugesagten 57 Millionen Euro. Rösel und Klingbeil sagten zu, sich in Berlin für die vollständige Mittelfreigabe einzusetzen.

200 Personen nahmen an der Tagung des Kreisfeuerwehrverbandes in Schwarmstedt teil. - Foto: Felmberg

Ostermann und die Bundestagsabgeordneten dankten den Feuerwehrleuten für ihr Engagement bei der Aufnahme der Flüchtlinge im Camp West, das heute noch 300 Personen im Gegensatz zu den 4 500 im vergangenen Jahr beherberge. Während das Camp Ost des DRK geschlossen worden sei und der Heidekreis dort gefühlt Ruhe gehabt habe, „werden wir uns auf andere Zeiten einstellen müssen“, betonte Ostermann. Seine Ausführungen waren geprägt von den Eindrücken eines Sicherheitskongresses in Ahrweiler. Der Kreis und seine Feuerwehren müssten auf besondere Sicherheits- beziehungsweise Gefahrenlagen vorbereitet sein, wie sie unter anderem durch Attentate und Anschläge entständen.

Der Feuerwehrverband thematisierte zudem die Novellierung des Brandschutzgesetzes. „Die Erweiterung des Versicherungsschutzes für Feuerwehrleute bei Unfällen ist hier ein großer Schritt nach vorn“, betonte Banse. Einer Erhöhung der Altersgrenze erteilte der Präsident eine Absage. Mit Blick auf den Landtag in Hannover forderte er für seinen Verband die flächendeckende Einführung von Brandschutzbedarfsplanungen in allen Kommunen.

Einstimmig verabschiedete die Versammlung den Haushalt 2017. Bei veranschlagten Einnahmen von 30 100 Euro sind es vor allem die Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, die Kinder- und Jugendfeuerwehrarbeit, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit und Gemeinschaftstreffen mit insgesamt etwa 12 500 Euro, die neben den Abgaben an den Landesfeuerwehrverband (9 400 Euro) die Hauptausgaben bilden.

Die Delegierten für die Landesverbandsversammlung am 20. Mai in Braunschweig sind: Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski, Thomas Ruß, David Jennings, Jörg Oelfke und Hans-Georg Blumenthal - uf

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