Kinder lernen das Morsealphabet

Mit einem Draht um die Welt

„Das hat richtig Spaß gemacht!“, bedankten sich die Mädchen und Jungen bei Betreuer Jan-Henrik Preine. - Fotos: Hügel

Benefeld - „Das hat richtig Spaß gemacht!“, sind sich Jana und Miriam Königs einig. Stolz präsentieren die beiden Grundschülerinnen ihre Urkunden; diese bescheinigten ihnen erste Fertigkeiten im Morsealphabet, die sie sich erarbeitet haben. „Zumindest können alle Teilnehmer ihren Namen morsen“, erläuterte Jan-Henrik Preine, Vorsitzender des Deutschen Amateur Radio Clubs, Ortsgruppe Walsrode (DARC) im Anschluss an die Veranstaltung „Fuchsjagd“, die der Verein im Rahmen des Ferienprogramms bereits seit mehreren Jahren regelmäßig anbietet.

Drei begeisterte Teilnehmer haben alle Aufgaben gemeistert.

Fünf Mädchen und sechs Jungen hatten sich auch wegen ihres ausgeprägten technischen Interesses in kleinen Gruppen, ausgehend vom Sportplatz in Benefeld, auf den Weg gemacht, den elektronischen „Fuchs“ zu finden. „Richtet Euch nach der Lautstärke des Morsetons“, so die kindgerechte Arbeitsaufgabe von Jan-Henrik Preine. Der erfahrene Amateurfunker weiß, wie er Kinder instruieren muss, um sie hochmotiviert auf die Strecke zu schicken. Die Handhabung zur peilenden Ausrichtung der durch die Mitglieder gebauten Empfänger hatte jedes Kind schnell verstanden. Leuchtende Augen zeugten von einer hohen Erwartungshaltung. Sensibilisierung des Gehörsinns und die Fähigkeit zur Kooperation wurden als pädagogische Zielsetzung sichtbar.

„Die Arbeit mit Kindern macht uns allen einfach Freude“, so Preine weiter im Gespräch mit dieser Zeitung. Zurzeit sei man dabei, eine Jugendgruppe ins Leben zu rufen. „Wir wollen Kinder an die Basis der Informations- und Kommunikationstechnik zurück führen“, erklärte er.

Natürlich sei auch das Handy ein Funkgerät im weitesten Sinne, aber im Amateurfunk gebe es keinen Provider. „Wir kommen mit einem Stück Draht um die ganze Welt, unter bestimmten Bedingungen sogar zu Raumstationen“, weiß er aus langjähriger Erfahrung. Und auch handwerkliche Fertigkeiten könnten Kinder in einer solchen Gruppe erwerben; man könne beispielsweise Sender und Empfänger für eine solche Veranstaltung im Eigenbau herstellen.

Nach einer guten Stunde kamen die Zweiergruppen zum Ausgangspunkt zurück. Alle „Sendefüchse“ waren gefunden und der Großteil der an diesen Stationen gestellten Fragen schriftlich beantwortet. Dafür gab es lobende Worte von Jan-Henrik Preine. Alle Teilnehmer signalisierten: Das nächste Mal sind sie wieder dabei. 

jh

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