Beginn des sechsstreifigen A 7-Ausbaus zwischen Walsrode und Bad Fallingbostel

„Nadelöhr verschwindet“

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Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, von Polizei, Bauunternehmen, Bundeswehr und anderen Stellen nahmen gestern am offiziellen Spatenstich zum Start des sechsstreifigen Ausbaus der A 7 zwischen Walsroder Dreieck und Bad Fallingbostel teil. 

Bad Fallingbostel - Mit einem symbolischen Spatenstich haben Dienstag Vertreter von Politik und Verwaltung den sechsstreifigen Ausbau der A 7 zwischen Bad Fallingbostel und Walsrode offiziell gestartet. Der acht Kilometer lange Bauabschnitt ist Teil einer Gesamtausbaumaßnahme, die von der Anschlussstelle Soltau-Ost bis zum Autobahndreieck Walsrode geht und sich über 34 Kilometer erstreckt.

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies sprach von einem wichtigen Signal und einem Tag der Freude, weil es nun losgehe. „Ein gefährliches Nadelöhr verschwindet.“ Für die Auto- und Lkw-Fahrer bedeute der Ausbau aber natürlich große Belastungen – „für einen sehr langen Zeitraum.“ Trotzdem zeigte Lies sich sicher: „Wenn wir etwas nachhaltig verbessern wollen, brauchen wir Baustellen.“

Den neuen Bundesverkehrswegeplan bezeichnete der Verkehrsminister als großen Erfolg für Niedersachsen. „Wir agieren sehr in die Zukunft gerichtet.“ Er erklärte mit Blick auf die A  39, dass sich ergänzende Infrastrukturstrecken notwendig seien. „Niedersachsen ist das logistische Herz Europas.“ Das müsse weiter ausgebaut werden, andere Regionen schliefen nicht.

65. 000 Fahrzeuge in 24 Stunden

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, freute sich ebenfalls, dass der Ausbau des letzten Stücks auf der A 7 beginnt. Er sprach von einer „unglaublichen Verkehrsmenge“ von Österreich bis Dänemark. Für den Wirtschafts- und Tourismusverkehr sei die Strecke unerlässlich. Ferlemann sagte, dass er von noch steigenden Verkehrszahlen ausgehe. Seien im Bauabschnitt derzeit etwa 65. 000 Fahrzeuge in 24 Stunden unterwegs, gingen Schätzungen von 74. 000 in 2030 aus, davon ein Drittel Schwerlastverkehr. Der sechsstreifige Ausbau werde den Verkehrsfluss deutlich verbessern. „Wir fangen mit dem neuralgischsten Bereich an.“ Im Baustellenbereich werde der Verkehr in beide Richtungen zweispurig geführt. Das werde zu deutlichen Behinderungen führen, sagte er voraus.

Die ersten acht Kilometer alleine kosteten 59 Millionen Euro. „Es handelt sich um sehr gut angelegtes Geld.“ Mitte 2018 solle die erste Hälfte des Abschnitts fertiggestellt sein, dann folge die andere. Im Herbst 2019 sei der Ausbau hoffentlich abgeschlossen. „Und weil’s Spaß macht, folgt im Anschluss gleich der nächste Abschnitt“, erklärte Ferlemann mit einem Schmunzeln.

Er ging auch auf das Thema Platzrandstraße ein. Deren dauerhafte Öffnung für den Verkehr während der Bauzeit beschäftigt die Politik seit längerem. Der Staatssekretär bezeichnete das Vorhaben als schwierig. Das Gelände werde von der Bundeswehr genutzt. Das Hauptproblem sei, dass die Leute nicht nur durchführen, sondern auch anhielten. Im Gebüsch könnten Munitionsreste liegen. Es gebe jedoch eine Vereinbarung, die Straße in Notfällen zu nutzen. Er forderte die Beteiligten auf, im Gespräch zu bleiben. Bei dem Thema werde sich nicht viel Spielraum ergeben, befürchtete er.

Die leitende Baudirektorin Gisela Schütt der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden, zeigte sich ebenfalls froh, dass es losgeht. Verkehrsteilnehmer und Einwohner der Region hätten lange auf den Ausbau gewartet. 

sal

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