Gefühlvoller Abschied vom Kreisjägermeister Jürgen Brammer

„Hermann Löns der Neuzeit“

Helmut Dammann-Tamke (rechts) dankt Gerda Brammer.

Bad  Fallingbostel - „Das Sammeln der Jäger“ zu Ehren Jürgen Brammers stimmten die 20 handverlesenen Jagdhornbläser an: Auf Einladung des Landkreises wurde in Bad Fallingbostel das Ende einer Ära gebührend gefeiert. In ehrlicher, überaus familiärer Atmosphäre dankten Kreisjäger und Weggefährten ihrem Vorstand, Freund und Mentor für seine langjährige und verdienstvolle Ehrenamtszeit.

Prost: Jürgen Brammer (l.) mit Nachfolger Wolfgang von Wieding.

Landrat Manfred Ostermann umriss Herkunft und Werdegang des Berufsschullehrers Brammer, der eine beachtliche Ausbildung vorzuweisen habe. Diese Feierstunde aber galt vor allem Brammers unermüdlichem Einsatz in der Jägerschaft. „Seit 1972 ehrenamtlich tätig, breit gefächert Ihre Interessen: 40 Jahre Jagdhornbläser, Schießwart, Falknerei, 40 Jahre Jagdgebrauchshunde... In Ihren 35 Dienstjahren als Kreisjägermeister haben Sie sich für den Heidekreis besonders verdient gemacht“, lobte Ostermann. „Ihre ruhige, sachliche, freundliche, den Menschen zugewandte Art, loyal und kompetent, führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu so gut wie einstimmiger Wiederwahl. Im Zentrum Ihres Lebens steht die Jagd und vor allem die Bindung des Jagdrechts an den Grundbesitz. Wenn Sie witterten, dass jemand diese Grundlage einschränken wollte, dann widersetzten Sie sich dem vehement.“ Ostermann dankte ausdrücklich auch Gerda Brammer für ihre 35-jährige Unterstützung. „Sie haben einen großen Anteil am Erfolg ihres Mannes.“

Die Rede von Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, zeichnete sich durch große persönliche Verbundenheit aus. „Du hast für dieses Amt so viel Raum und Kompetenz erkämpft und bist vertrauensvoll damit umgegangen.“ Kein anderer Landkreis habe eine so große Strecke Schalenwild vorzuweisen. „2004 bis 2008 warst du Vizepräsident der Landesjägerschaft und hast die härtesten Jahre durchgehalten.“ Er schloss mit Lob: „Für mich bist Du mit der Scholle, der Jagd und der Lüneburger Heide verwurzelt wie kein anderer, der Hermann Löns der Neuzeit.“ Wegen Brammers Leidenschaft für Liedgut ließ Dammann-Tamke „Auf der Lüneburger Heide“ anstimmen. Constantin von Waldthausen, Klosterforsten, lobte Brammers „offene, ehrliche und tolerante Art“. Seine klare Position verdiene den besonderen Dank der Forstleute, zwischen Revierinhabern und Jägern habe er immer den Ausgleich gesucht. „Jetzt gilt es, Ihnen von Herzen mehr Zeit mit Ihrer Familie zu wünschen.“

Dr. Gerd-Wilhelm Neddenriep hielt seine Laudatio auf Platt: „1 600 Mitglieder sind in der Jägerschaft und alle kennen Dich als Jürgen.“ Er verglich Brammer mit einer „knorrigen Eiche, etwas licht geworden, fest im Boden verwurzelt, hin und wieder muss gewässert werden“.

Kreisbrandmeister Hartmut Staschinski machte es kurz: Brammer sei „eine Gallionsfigur, ich habe Sie immer bewundert.“ Brammers designierter Nachfolger, Wolfgang von Wieding, verriet, dass „Jürgen bis zur letzten Minute Dienst leistet und sich in Zukunft einmal im Monat bei einer Tasse Kaffee über die neueste Entwicklung informieren lassen will“.

Auch Jürgen Brammer ergriff zum Abschluss das Wort und dankte seinen Weggefährten mit persönlichen Worten. Dem Landrat gab er seinen Wunsch für die Zukunft mit: Der Heidekreis möge die Selbstverwaltung der Kreisjägerschaft so weiterführen: „Ich danke, dass ich immer machen konnte, was ich für richtig hielt.“ Sein Ehrenamt sei immer ein schöner Ausgleich zur Schule gewesen, „Wald mit Wild“ sein Wunschziel. - cc

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