Grüne stellen zwölf Kandidaten auf

Vorsitzender hofft auf sechs Mandate

Elmar Könemund stellt das Wahlprogamm vor. - Foto: Grüne

Weyhe - Von Sigi Schritt. Zwölf Kandidaten der Grünen bewerben bei der bevorstehenden Kommunalwahl um Sitze im Gemeinderat. Der Fraktionsvorsitzende Elmer Könemund hofft, sechs Mandate zu gewinnen.

Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die Fukushima-Katastrophe Auswirkungen gehabt. Außerdem hatte der damalige Schülervertreter der KGS Leeste, Tom Speckmann, die Grüne Jugend organisiert. „Die gibt es nicht mehr“, bedauert Könemund.

Da jetzt Ratsmitglieder wie Janin Hornburg und Jan Karboviak ihren Lebenmittelpunkt verlagern wollen, galt es, sich anders zu aufzustellen. Erstmals kandidieren Jens Uhlhorn, Jennifer Diers, Maren Ozanna, Sascha Deters und Wilfried Brasch.

Die Grünen in Weyhe wollen auch in der kommenden Legislaturperiode nachhaltig Politik gestalten, kündigt Elmar Könemund an. Es gehe darum, die Lebensgrundlage zu erhalten und zu verbessern. „Wie können wir in 20 Jahren profitieren?“, benennt der 60-Jährige eine Leitfrage und wünscht, dass die Grünen im nächsten Rat eine starke Stimme haben. „Wir legen in besonderer Weise auf die Dinge wert, die nicht in einem Jahrzehnt, sondern in der Zukunft wichtig sind.“ So werden die Grünen das Thema Straßenbahn weiter verfolgen, weil sie im Vergleich zum Bus schneller und attraktiver ist.

„Benzin und Diesel sind nicht auf Dauer verfügbar. Das Auto als Statussymbol bietet zwar ein Stück Sicherheit, jederzeit überallhin fahren zu können. Aber das kann man anders organisieren.“ Er möchte, dass Autobesitzer für Versorgungsfahrten etwa zur Bäckerei auf das Fahrrad steigen. Der Fraktionsvorsitzende spricht sich ebenso dafür aus, den Öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu gestalten. Wenn die Straßenbahn rollt, könnte der Bürgerbus zusätzliche Ecken erschließen.

Die Grünen machen sich stark für einen zukunftsweisenden Leitplan, damit der innerörtliche Verkehr auf ein notwendiges Maß reduziert werden kann. Insbesondere will die Partei Schleichwege verhindern.

Außerdem möchten die Grünen, dass die Kommune insbesondere bei den Themen Energie und Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangeht. „Weyhe soll eine klimafreundliche Gemeinde werden“, erklärt Könemund. Er schlägt vor, in die Sudweyher Schule eine Pellet-Anlage einzubauen, wenn die Heizung erneuert werden muss. Bei der Beschaffung von Materialien sollte die Verwaltung nur Produkte kaufen, die das Logo des Blauen Engels tragen.

Könemund hofft, dass an der Weser bald ein Naturschutzgebiet entsteht. „Die Idee dazu ist schon 30 Jahre alt, doch der Prozess kam ins Stocken. Zwischenzeitlich hatte die Gemeinde einen Rückzieher gemacht.“r Bei der Ausweisung künftige Baugebiete schlagen die Grünen vor, dass die Häuser so ausgerichtet werden, dass die Eigentümer Solaranlagen installieren können.

Eine kleine Partei könne auch in Weyhe viel bewegen, sagt Könemund. „Durch einen Antrag von uns hat die Gemeinde einen Planer eingestellt, der Baupläne untersucht, ob durch größere Häuser mehr Wohnraum geschaffen werden kann“, sagt Könemund und gibt ein weiteres Beispiel: Nach der Einrichtung der ersten Ganztagsgrundschule in Leeste sollte pro Jahr eine weitere Grundschule umgewandelt werden. „Mit welcher sollte man beginnen?“, fragt Könemund. Deshalb haben wir uns dafür stark gemacht, dass jede Schule, die es möchte, sich sofort für eine Umwandlung entscheiden durfte. „Wir haben die SPD angesprochen, und die hat mitgemacht.“

Als ursprünglich die Gemeinde eine Krippengruppe im Trafogebäude laut Könemund einrichten wollte, hat sich seine Fraktion erfolgreich dafür stark gemacht, dass die nach Dreye verlegt wird. Elmar Könemund blickt auch auf die jüngste Bürgermeisterwahl zurück: Der Beschluss der Grünen, den Bewerber Andreas Bovenschulte zu unterstützen, sei kein Fehler gewesen. Angesichts des Wahlergebnisses glaubt der 60-Jährige, dass seine Partei und deren Angänger das berühmte Zünglein an der Waage gewesen sind.

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