Schausteller aus Weyhe betreiben Rutsche, Festlokal und Zuckerstände

Vertraute Gesichter aus der Heimatgemeinde

Das Kassenhäuschen des Fahrgeschäftes „Bayern Rutsch’n“ ist geräumiger als manche denken. Der Leester Unternehmer Heiko Schierenbeck gibt selbst Chips aus und hat auch einen guten Blick auf die Rutsche. - Foto: Schritt

Weyhe/Bremen - Von Sigi Schritt. Eine positive Zwischenbilanz ziehen die drei Weyher Schausteller Heiko Schierenbeck, Anton Fischer und Jenny Veldkamp nach elf Tagen Freimarkt in Bremen.

„Wir haben bislang ein hervorragendes Publikum erlebt, wie wir es in Bremen gewohnt sind. Selbst Betrunkene zeigen eine gute Kinderstube und können sich benehmen“, sagt Heiko Schierenbeck. Er betreibt mit seiner Frau Peggy die nach eigenen Angaben größte transportable Rutsche Europas. Das Ehepaar wechselt sich im Kassenhäuschen ab und hat von dort einen guten Blick auf die Anlage, auf der sogar mehrere Personen gleichzeitig die neun 56 Meter langen Bahnen hinuntersausen können. Nicht nur Kinder mit ihren Eltern haben daran Freude, es sind gerade die Erwachsenen, die gerne mal auch kleinere Wettrennen untereinander veranstalten.

„Wir messen jedoch keine Geschwindigkeiten“, so Schierenbeck weiter. Wer besonders schnell die 18 Höhenmeter überwinden will, für den hat Schierenbeck einen Tipp aus dem Physikunterricht: „Möglichst wenig Reibung zu erzeugen. Das ist beispielsweise durch Knieanwinkeln möglich. Die Geschwindigkeit hängt im Wesentlichen von der sogenannten Hangabtriebskraft ab, die sich proportional zur Körpermasse verhält.“ Was Schierenbeck meint: „Schwergewichtige haben es deutlich leichter, in Fahrt zu kommen.“ Am Ende der Bahn fangen dicke Matten die Fans der „Bayern Rutsch’n“ auf.

Die Umsätze sind laut Heiko Schierenbeck zufriedenstellend und ähneln denen im Vorjahr, obgleich die Wochentage weniger stark frequentiert sind als die Wochenenden. Regenwetter schreckt die Buten- und Binnen-Bremer nicht, auf die Bürgerweide zu kommen, um sich zu vergnügen. „Wir sind in Norddeutschland, und die Freimarktsbesucher sind nicht aus Zucker. Nur Starkregen kann das Publikum davon abhalten, herzukommen.“

Alle Weyher Unternehmer bemerken zahlreiche Stammgäste und vertraute Gesichter aus der Heimatgemeinde. Heiko Schierenbeck wünscht sich, dass noch mehr Besucher aus Bremen und Niedersachsen die besondere Marktatmosphäre erleben. Obwohl der Bundesfachberater im BSM (Verband der Schausteller und Marktkaufleute) mit den geschäftlichen Ergebnissen bislang zufrieden ist, wünscht er sich von der Politik, dass das Bundesland Bremen seine Herbstferien auf die Freimarktszeit legt. Der Freimarkt zählt mit vier Millionen Besuchern zu den größten Volksfesten in Deutschland. Ein solcher Umstand würde sowohl der Stadt als auch den Schaustellern selbst helfen, und solch eine Wirtschaftsförderung koste keinen Cent.

Von zufriedenstellenden Umsätzen spricht auch Anton Fischer von der Friesendiele. Der Festwirt hat sein Lokal in der Nähe der Olympia-Looping-Achterbahn und dem Fahrgeschäft Happy Sailor aufgebaut und erwartet mit seinem Team jeden Abend Gäste. „Wir hatten bis jetzt gute Tage“, sagt Fischer. „Die Kunden schätzen es, dass die Preise gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben sind“, sagt der Weyher Unternehmer.

Dass auch viele Kurzentschlossene oft den Weg in die Friesendiele finden, liegt auch daran, dass es auf dem Platz starke Mitbewerber gibt. Es sei wichtig, dass alle Schausteller und Gastronomen im Sinne der Besucher einen guten Job machen. „Dann kommen die Besucher gerne wieder und freuen sich über die große Auswahl.“

Für Fischer ist das neue Sicherheitskonzept ein Gewinn. Das sieht den verstärkten Einsatz von Polizeibeamten in Zivil ebenso vor wie Streifen eines privaten Sicherheitsdienstes. „Das hat sicherlich dazu geführt, dass es keine nennenswerten Streitigkeiten gab.“

Jenny Veldkamp

Ihre Präsenz auf dem Freimarktsgelände bezeichnet auch die Weyherin Jenny Veldkamp als Heimspiel. Sie betreibt zwei Süßigkeitenstände. Der eine befindet sich am rückwärtigen Ausgang des Hauptbahnhofs, der andere kurz vor der Halle 7. Sie ist mit dem Verlauf des Volksfestes und den Umsätzen mit Mandeln, Lebkuchenherzen & Co. ebenfalls zufrieden.

Alle Informationen zum Freimarkt auf www.freimarktlife.de!

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