Telekom beginnt Arbeiten zum Vectoring-Ausbau / Breitband-Initiative

Glasfaser und graue Kästen für ganz schnelles Internet

Sabine Köhler und Hartmut Bode (2.v.l.) von der Telekom freuen sich mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte (M.) und den Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Dietrich Struthoff und Frank Seidel (r.), über den beginnenden Breitbandausbau (hier „Zum Drohm“).
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Sabine Köhler und Hartmut Bode (2.v.l.) von der Telekom freuen sich mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte (M.) und den Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Dietrich Struthoff und Frank Seidel (r.), über den beginnenden Breitbandausbau (hier „Zum Drohm“).

Weyhe - Es gibt Firmen in Süddeutschland, die liebäugeln mit einer Standortveränderung allein deshalb, weil die digitale Infrastruktur einfach zu schlecht ist. Die Anbieter scheuen den Ausbau des Netzes auf eigene Kosten, setzen vielmehr auf die Beteiligung der öffentlichen Hand.

In Weyhe muss die Verwaltung weder den Fortzug von Gewerbebetrieben fürchten, weil das Netz zu langsam ist noch, dass sie für Highspeed-Leitungen zur Kasse gebeten wird. Denn den aktuellen sogenannten Vectoring-Ausbau der Telekom bezahlt das Bonner Unternehmen aus eigenen Mitteln. Zurzeit verlegt die Telekom 22 Kilometer Glasfaser, stellt 33 Multifunktionsgehäuse neu auf oder stattet bestehende mit moderner Technik aus. Dadurch sollen ab circa November 10000 Haushalte im Vorwahlbereich 04203 vectoringfähig sein. Vectoring ist laut Pressestelle im Vergleich zum bisherigen VDSL-Standard als eine Art Turbo zu verstehen.

Zwei wesentliche Verbesserungen sorgen demnach für schnelles Surfen im Netz, Telefonieren und Austausch von Dokumenten zur gleichen Zeit. Statt Kupfer wird zwischen Vermittlungsstelle und Multifunktionsgehäuse (MFG, grauer Kasten) Glasfaser verlegt – pro Kilometer kostet das 70000 Euro. Die Kupferleitung vom MFG zum Kunden wird von elektromagnetischen Störungen befreit. Kunden können Datenmengen von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) herunter- und 40 Mbit/s hochladen.

Weil auch die Konkurrenz, EWE und Kabel Deutschland, in Weyhe aktiv ist, kommt es zu einer guten Versorgung der Gemeinde durch schnelles Internet. Allerdings gibt es immer noch wenige Ausnahmen – und wird es sie auch in Zukunft geben.

Darum bittet Baudirektor Steffen Nadrowski die Bürger in jedem Fall an der Breitband-Initiative des Landkreise Diepholz teilzunehmen. Es handelt sich um einen Fragebogen, der online verfügbar ist und mittels dessen die Qualität der Internetversorgung in den Kommunen ermittelt und gegebenenfalls verbessert werden soll. Zugleich sind laut Nadrowski mit den Arbeiten der Telekommunikationsunternehmen Behinderung des Verkehrs und von Fußgänger verbunden.

pk

www.weyhe.de

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