Struthoff stellt das CDU-Programm vor

„Team ist ein Querschnitt von Weyhe“

Der CDU-Vorsitzende Dietrich Struthoff wünscht sich ein ÖPNV-Paradies für die Wesergemeinde. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 11. September, will die CDU die Zahl der Sitze im Weyher Rat von derzeit zehn um zwei steigern. Das ist das erklärte Ziel des Vorsitzenden Dietrich Struthoff. Er glaubt, dass die Wähler die politische Arbeit und die Vorhaben der Christdemokraten belohnen.

„Uns ist ein Generationswechsel gelungen. Wir treten mit 21 Kandidaten bei der Gemeinderatswahl an, für den Kreistag stellen sich sogar 22 auf“, so Struthoff. Vier Ratsmitglieder seien aus privaten oder beruflichen Gründen ausgeschieden.

Die CDU habe es geschafft, ein „völlig neues, und kompetentes Team aufzustellen“. „Der Querschnitt von Weyhe spiegelt sich in den Kandidaten wider.“

Die Kandidaten seien gut ausgebildet, engagierten sich beispielsweise in Sport- und Schützenvereinen, im DRK, in der Feuerwehr, in der christlich-demokratischen Arbeitnehmerschaft und gestalteten Elternarbeit in den Schulen, Kindergärten und organisieren Charity-Veranstaltungen. Es kandidieren erstmals für Rat und Kreis: Janine Greulich, Anja Kappler, Frank Drewes, Michael Behr, Kurt Meyer, Helgard Struckmeier, Uwe Lassak, Uwe Goldschmidt Ivonne Beneke und Günter Helms.

Die neuen und in der Ratsarbeit erfahrenen Christdemokraten verfolgen das Ziel, dass die Bürger sich in ihren Ortsteilen wie Kirchweyhe, Dreye und Leeste wiederfinden. „Wir können nicht verhindern, dass Stadtvillen gebaut werden, aber es dürfen keine viergeschossigen Häuser werden, die Abstände dazwischen sollten ruhig großzügiger sein. Außerdem fordern wir zwei Parkplätze pro Wohnung, damit die Autos nicht auf den Straßen parken und den Verkehr behindern.“ Wer kein Auto hat, sollte den ÖPNV benutzen können. „Wir wünschen uns, dass die Weyher zwischen allen Verkehrsmitteln wählen dürfen und zählen auch Bus, Bürgerbus, Deutsche Bahn sowie Straßenbahn dazu. Weyhe soll ein ÖPNV-Paradies werden.“

Radler kennen sicherlich die vielen Schlaglöcher im Gemeindegebiet. Es umfasst 500 Streckenkilometer Straße und 250 Kilometer Radweg. „Wir möchten Lösungen finden, um die Stolperfallen zu beseitigen. Eine Sanierung ist in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt worden.“ Es habe andere Prioritäten wie die Sanierung der Kindergärten und Schulen sowie der Bau der Mensen gegeben. Das hätten alle Parteien mitgetragen. Keine hat in dieser Legislaturperiode eine eigene Mehrheit, so musste für jedes Projekt stets Partner gefunden werden. Jetzt müsse an anderen Stellschrauben gedreht werden. Anlieger müssten für die Radwegesanierung nichts bezahlen, denn das sei bereits mit der Grundsteuer abgegolten.

Der 61-Jährige ist froh, dass die KGS, die jetzt in einem Rutsch saniert wird, eine KGS bleibt. Er erinnert an den Antrag der SPD und den Grünen kurz nach den Landtagswahlen, die eine Umwandlung in eine IGS ausgelotet hätten. Doch die CDU protestierte ebenso wie die Eltern, Schüler, Lehrer und die Schulleitungen. „Das Thema war für Weyhe schnell durch“, so Struthoff weiter.

Für die wertkonservative CDU zählt die Kirche zum Ortsmittelpunkt. Er kritisiert bei der Henry-Wetjen-Platz-Umgestaltung, dass der Platz von einem Baukörper optisch dominiert werden soll, der 60 Meter lang und größer als das Gotteshaus ist. „Deshalb sind wir kein Freund dieser Planung und sind bereit, für eine gute Lösung zu streiten“, erklärt Struthoff.

Die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge ist in Weyhe eine Erfolgsgeschichte. Konfliktherde hätten Politik und Verwaltung deshalb vermieden, weil rechtzeitig Hausaufgaben gemacht worden sind. Mit der CDU seien die Mittel für den Grundstücksankauf um eine Million auf 2,5 Millionen aufgestockt worden, dadurch sei ein Unterbringungsproblem gelöst. „Die Grundstücke steigen im Wert, das hat sich für die Gemeinde und für einige wie ein kleines Konjunkturprogramm gerechnet.“ Jetzt müssten die, die eine Perspektive in Deutschland haben, in Arbeit gebracht werden. In der Diskussion um Integration ist für Struthoff, der in Saudi Arabien ebenso wie in Kuwait gearbeitet hat, nicht wichtig, ob die Frauen eine Burka tragen oder nicht. Das Kernproblem sieht er ganz woanders: Integration bedeutet für Struthoff, dass sich liebende Menschen heiraten, wenn sie es wollen. Doch er ist sich sicher, dass die Familien aus dem arabischen Kulturkreis Vorbehalte hegen. „Wenn sich mein Sohn in ein Mädchen verliebt hätte, hätte es Schwierigkeiten gegeben, eine spätere Heirat wäre undenkbar.“ Ein anderes Beispiel: „Wieso verwehrt die Familie einer Frau aus dem Irak, Mitglied im Schützenverein zu werden und mit den Männern mitzumarschieren? Die Gesellschaft müsse daran arbeiten, diese Ansichten zu revidieren, damit Integration gelingt.

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