Sorge um Großveranstaltungen

Entwürfe für Umgestaltung des Marktplatzes stoßen auf Kritik 

Christine Frenz-Roemer vom Bremer Landschaftsarchitekturbüro Kilian und Frenz stellt den Besuchern die Pläne für die Umgestaltung des Marktplatzes vor. Sie sehen mehr Grün, Wasserspiele und Sitzgelegenheiten vor. - Foto: Husmann

WEYHE - Von Bernd Ostrowski. Wie kann der Marktplatz in Kirchweyhe belebt werden? Wie wird er bunter? Diesen Fragen gehen Politik und Verwaltung schon seit längerem nach. Zum 20-jährigen Bestehen 2017 soll die Umgestaltung fertig sein. Am Mittwochabend stellte das mit der Planung beauftragte Bremer Landschaftsarchitekturbüro Kilian und Frenz bei einer Bürgerversammlung Entwürfe vor, wie für mehr Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz gesorgt werden kann.

Christine Frenz-Roemer zeigte, was auf dem Marktplatz alles machbar ist. Sie teilte den Platz in vier Bereiche ein. Im ersten Areal an der Südseite könne eine Wasserskulptur entstehen, Feldsteine beispielsweise durch die sich ein Wasserlauf ergießt. Im Teilbereich zwei, wo heute ein Hochbeet den ehemaligen Maskenbrunnen ziert, soll keine große Veränderung vorgenommen werden.

„Dem Platz fehlt eine Grünkante“

An der nördlichen Seite stelle sie sich ein Baumdach mit Gastronomie vor, und an der Stelle zu den Parkplätzen könne ein neuer Baukörper entstehen. Dort gebe es aber noch ein großes Fragezeichen.

Auch eine Baumbepflanzung an den Rändern sei denkbar. „Dem Platz fehlt eine Grünkante“, sagte Frenz-Roemer. „Wir könnten uns vorstellen, im Baumbereich Bänke aufzustellen“, ergänzte sie. In der Mitte des Marktplatzes bleibe eine freie Fläche von 25 mal 60 Metern für den zweireihigen Wochenmarkt mit Laufwegen.

Im Anschluss gab es eine hitzige Diskussion mit dem Publikum. Hannelore Roitsch-Schröder von den Grünen beanstandete den umlaufenden Verkehr um den Marktplatz und gab zu bedenken, dass die Durchführung größerer Veranstaltungen eingeschränkt sein könnte. Die Mahnungen von Unternehmer Bernhard Funk, dass „Weyhe Total“, das Weinfest sowie Frühlings- und Herbstmarkt nicht auf der Strecke bleiben dürften, bedachten die Bürger mit Beifall. „Ein neues Gebäude, wie an der Grenze zu den Parkplätzen geplant, brauchen wir nicht.“ Der Platz dürfe nicht verbaut werden.

Markus Pick vom Weyher Gewerbering sah in der Umgestaltung des Platzes das Ziel, den Marktplatz zu beleben und neue Veranstaltungen nach Weyhe zu holen. „Die totale Verbauung halte ich für falsch“, ergänzte er. Auch Ernst Koch vom gleichnamigen Baumarkt forderte, die großen Veranstaltungen müssten zu verwirklichen sein.

Die erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith beruhigte die Kritiker. „Das Ganze ist zurzeit noch eine Idee, die noch diskutiert werden muss“, sagte sie. Die großen Veranstaltungen sollten bleiben. „Wenn der Plan das nicht hergibt, müssen wir da wieder ran“, sagte die Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters. Es sei noch nichts in Stein gemeißelt.

Mehr zum Thema:

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Bartels hält Werder am Leben

Bartels hält Werder am Leben

Meistgelesene Artikel

Polizei Syke schnappt Postdieb

Polizei Syke schnappt Postdieb

Wiedersehensfeier: Ehemalige Kollegen treffen sich 

Wiedersehensfeier: Ehemalige Kollegen treffen sich 

Schüler sammeln 4 100 Euro für gute Zwecke

Schüler sammeln 4 100 Euro für gute Zwecke

Tierfrischmehlfabrik: Keine Strafabgabe

Tierfrischmehlfabrik: Keine Strafabgabe

Kommentare