Thema: Bebauungsplan „Bahnhofsstraße II“

„Schwieriges Verfahren“ kommt voran

Das künftige Baugebiet beim „Bankenviertel“. - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Philipp Köster. Mit dem Bebauungsplan „Bahnhofsstraße II“ befassen sich Politik und Verwaltung schon ein bisschen länger, genau genommen zwei Jahre, wie Ulrike Schneider vom gleichnamigen Planungsbüro am Dienstag im Bauausschuss erinnerte.

Dort sollen mehr als 20 Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienhäusern errichtet werden was den Vorgaben zur Innenverdichtung entspricht. Außerdem gilt es, den Bestand zu beordnen. „Es ist ein schwieriges Verfahren“, sagte Scheider. Sehr viele Eingaben von Bürgern und den Behörden seien in die Planungen eingegangen. Nun aber hat das Gremium einstimmig die von ihr vorgestellten Inhalte dem Verwaltungsausschuss zur Zustimmung empfohlen.

Stets wiederkehrende Thema ist eine Waterlose

Zuvor hatte Schneider die Ratsleute über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Das stets wiederkehrende Thema ist eine sogenannte Waterlose, also eine Art Graben, die das vier Hektar große Areals von West nach Ost durchquert. Diese Waterlose muss bleiben, darf auch nicht verrohrt werden. Am Rand sind je drei Meter breite Grünstreifen vorzuhalten. Darüber hinaus muss eine 900 Quadratmeter große Flutmulde als Puffer gebaut werden. Eine Regenrückhaltung von 1.100 Kubikmetern, wie Mitte der 1990er-Jahre vorgeschrieben, ist aber nicht mehr nötig. Die Erschließung zur Unterhaltung von Graben und Mulde sei gegeben, versicherte Stadtplanerin Jutta Timmermann.

Im mittleren Bereich der künftigen Bebauung sollten die Häuser eine Erdgeschossfußbodenhöhe von mindestens 8,5 Meter über Normal Null aufweisen, so Ulrike Schneider weiter.

60 Prozent der Fläche dürfen bebaut werden

Die Bauten dürfen unterschiedlich hoch sein. Die zweigeschossigen Häuser, die an die Bahnhofstraße grenzen, haben eine Traufhöhe von 8,4 Meter und eine Gesamthöhe von maximal 13 Meter bei einer Grundflächenzahl (GRZ) von 0,6. Das bedeutet, 60 Prozent der Fläche dürfen bebaut werden. Das entspricht laut Schneider den Bestandsgebäuden in diesem Mischgebiet. In den anderen, sämtlich als Wohngebiet deklarierten Bereichen des Areals gilt eine GRZ von 0,3, um die Lockerheit der Bebauung zu gewährleisten. Innen differieren die maximalen Höhen zwischen 9,5 und elf Metern. Diese Bauten sind gegenüber den ursprünglichen Planungen „reduziert und eingedampft“ worden. Von der Querstraße aus darf nicht in zweiter Reihe gebaut werden. „24 Meter reichen nicht für einen zweiten Bauteppich.“ Staffelgeschosse bei eingeschossigen Häusern im Inneren des Plangebiets müssen 1,5 Meter nach hinten versetzt sein, um den Blick auf die Gärten der Bestandsgebäude zu verhindern. Das verkehrsberuhigte Wohngebiet soll über eine Stichstraße von der Bahnhofstraße aus erreichbar sein.

Von den Einwendungen der Behörden sind vor allem zwei Punkte bedeutsam, die der Landkreis angemerkt hat: Zum einen gibt es im Plangebiet vier Stellen mit potenziellen Altlasten von früherem Gewerbe, die vor Baubeginn gegebenenfalls zu beräumen seien. Zudem sei vor sämtlichen Erdarbeiten weine denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich. Das kam Ingrid Söfty (CDU) sonderbar vor. Schneider vermutete, diese Vorgabe hänge mit der Neubesetzung einer entsprechenden Stelle beim Kreis zusammen. Söfty freute sich, dass die Belange der Bürger berücksichtigt worden seien. „Das sah auch schon mal ganz anders aus.“ Sie hofft auf eine Verabschiedung des B-Plans Ende des Jahres.

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