16. Weinfest der Lions Bremer Süden lockt mit guten Tropfen hektoliterweise

Schmausen für guten Zweck

Die Lions (v.l.) Jörn Krehl, Friedhelm Stellet, Walter Rohenkohl und Jürgen Lemmermann (r.) freuen sich auf die Neuauflage ihres Weinfestes. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (2.v.r.) eröffnet die Veranstaltung am 19. August. - Foto: Ehlers

Weyhe - Von Philipp Köster. „Na, haste ‘nen Zweitjob?“ Es sind Fragen wie diese, die den Mitgliedern des Lions- Clubs Bremer Süden noch immer beim Weinfest auf dem Marktplatz gestellt werden, wie sich Pressesprecher Jürgen Lemmermann erinnert. Und sie zeigen den Aktiven, dass sie noch mehr auf ihre Arbeit aufmerksam machen müssen.

Der Knochenjob Weinfest mit – laut Organisator  Friedhelm Stellet 1 500 Stunden Arbeitsdienst allein für die Lions – ist selbstverständlich kein Nebenerwerb für die Mitglieder, sondern dient in jedem Jahr dazu, die karitativen Projekte der Organisation überhaupt erst zu ermöglichen.

„Ziel ist es, Menschen in Not zu helfen“, sagt Lemmermann. Und dank der Einnahmen bei dem zweitägigen Fest „können wir alle unterstützen, denen wir helfen wollen“, ergänzt der diesjährige Präsident der Süd-Bremer Lions, Walter Rohenkohl aus Dünsen.

Diese Wohltaten erfreuen auch den Bürgermeister Andreas Bovenschulte, denn die Gemeinde könne aus rechtlichen Gründen in einigen Fällen nicht aktiv werden. Und dann sprängen die Lions ein und hülfen unverschuldet in Not geratenenen Bürgern.

Der Verwaltungschef eröffnet die Veranstaltung am Freitag, 19. August, um 19 Uhr offiziell. Los geht es mit dem Ausschank – wie auch am Sonnabend – aber schon um 17 Uhr. Bis 24 Uhr können sich die Gäste auf Bänken, an Stehtischen, im Freien und unter vier Pavillons deutsche und internationale Tropfen schmecken lassen, aber möglichst nicht tropfenweise, damit viel zusammenkommt. Wie viel es in den Vorjahren war, verraten die Lions traditionell nicht, „aber für 2 000 Euro treiben wir den Aufwand nicht“, sagt Lemmermann.

Ihm und Friedhelm Stellet zufolge hat das Fest in den vergangenen Jahren eine Ausweitung und Professionalisierung erlebt. „Vor sechs Jahren hatten wir fünf Stände, jetzt sind es zehn“, erinnert sich der Neukruger Stellet. Neben Weinen aus aller Herren Länder gibt es auch reichlich Grundlage für den Magen, so Bratwurst, Flammkuchen, Brezeln sowie Spezialitäten aus der „Cucina del arte“. Für die Brezeln haben sich die Lions extra einen neuen Ofen angeschafft. Die niederländischen Freunde aus Goor sind wieder mit Käse dabei. Ihren etwas sauren Wein lassen sie aber zu Hause. Im vergangenen Jahr haben die Lions darüber hinaus einen kleinen Stilbruch gewagt, wie es Lemmermann formuliert: Es gab eine Bierbude. „Wein ist nichts gegen den Durst und es war zu warm“, rechtfertigt Stellet den kurzfristig organisierten Ausschank von Bier und Alster. Zudem hätten alle großen Weinfeste auch Bierstände dabei. Und schließlich gehe es darum, viele Gäste anzulocken. Möglichst wieder um die 4 000, wie Lion Jörn Krehl vom Weinladen Viva schätzt.

Im Rahmenprogramm lockt musikalische Untermalung durch „Cool Breeze“, DJ Wolfgang Wessler und den Posaunenchor der Felicianusgemeinde, der seine Choräle zu Hause lässt und mit Peppigem unterhalten will. Eine „attraktive Weinfestkönigin“ (Stellet) ist dabei. Und bei einer Tombola gibt es Geschenkkörbe, Wein und Gläser zu gewinnen.

www.lions-club-bremer- sueden.de

Mehr zum Thema:

Kramermarkt kurz vor Eröffnung

Kramermarkt kurz vor Eröffnung

Tote und zahlreiche Verletzte bei Zugunglück nahe New York

Tote und zahlreiche Verletzte bei Zugunglück nahe New York

Elektro-Auto von „übermorgen“: der Volkswagen I.D.

Elektro-Auto von „übermorgen“: der Volkswagen I.D.

Nienburger Kreisleistungspflügen

Nienburger Kreisleistungspflügen

Meistgelesene Artikel

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Weil steht auf roten Streifen

Weil steht auf roten Streifen

Unfall Donnerstagmittag auf der B 214

Unfall Donnerstagmittag auf der B 214

Mordfall in sechs Stunden gelöst

Mordfall in sechs Stunden gelöst

Kommentare