Lebensleistung Oldenburgs gewürdigt

Polizei in gutes Licht gerückt

Stoßen mit Johann-Dieter Oldenburg (3.v.r.) an: Pastor Holger Tietz, Bernd Kittelmann (Polizeiinspektion), Polizeidirektor Johann Kühme, Bürgermeister Andreas Bovenschulte und der Stuhrer Rathausmitarbeiter Hartmut Martens (v.l.n.r.). - Foto: Sigi Schritt

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Als Beamter ist er nach Weyhe gefahren, als Pensionär ist er nach Schwarme zurückgekehrt. Die Rede ist von Johann-Dieter „Olly“ Oldenburg.

Mit dieser Postkarte hat sich Johann-Dieter Oldenburg vor mehr als 36 Jahren bei der Polizei beworben. - Foto: Sigi Schritt

Im Rahmen einer Feierstunde im Kirchweyher Hof versetzte Polizeidirektor Johann Kühme den in der Bevölkerung wie auch bei der Feuerwehr, DRK, DLRG und in der Verwaltung sowie Politik beliebten „Olly“ in den Ruhestand. Der Polizeidirektor dankte ihm auch im Namen des Inspektionsleiters Bernd Kittelmann, dass er im Lauf seiner Karriere Verantwortung übernommen hatte, „damit die Bevölkerung in größtmöglicher Sicherheit leben kann“. Das sei auch der Kern der Polizeiarbeit. Kühme würdigte die Lebensleistung und erinnerte an die Zeit in Hoya, als Oldenburg sogar in den Adelsrang aufgestiegen sei, weil die Bevölkerung ihm den Titel „Graf von Hoya“ verliehen hatte. Weshalb er so beliebt ist? Kühme fand eine frühe Beurteilung, die weiterhin Gültigkeit hat und sich wie ein roter Faden durch sein Leben zieht: „Der Polizeiwachtmeister Oldenburg hat einen offenen und ehrlichen Charakter, hat ein ruhiges und bescheidenes Wesen und zeigt stets Einsatzbereitschaft. Sein großer Diensteifer ist anerkennend, und er ist ohne Einschränkung belastbar.“ Es gebe einen Unterschied zwischen Vorgesetzten und Hingesetzten. „Du warst immer Vorgesetzter mit Verantwortung, Vertrauen und Verlässlichkeit.“

Kühme brachte sogar die Postkarte mit, mit der sich Oldenburg einst beworben hatte – und damals hatte sie einem Polizisten in Schwarme sogar einen Tag dienstfrei beschert. Schließlich wünschte Kühme Oldenburg für die Zukunft „Gottes Segen.“

Dem schloss sich Pastor Holger Tietz an und fand ebenfalls warme Worte für den Weyher Polizeichef. Der Geistliche erinnerte an Oldenburgs Mitwirkung beim jüngsten Blaulichtgottesdienst und an seinen Auftritt in Uniform im „Leester Dom“ ein Jahr zuvor. „Oberhofprediger bist du ja“, rief Tietz Oldenburg zu und dankte für die „tolle Zeit“ mit ihm. Von Fulltimejob auf Rente zu schalten sei wie ein schneller Wagen auf der Autobahn, dessen Fahrer vom sechsten in den zweiten Gang runterschaltet. „Sei behutsam mit dir“, gab er dem Ruheständler einen Tipp.

Hartmut Martens, Leiter des Fachbereichs „BürgerService, Verkehr & Feuerwehr“ in Stuhr, grüßte den künftigen Pensionär auch im Namen des Bürgermeisters Nils Thomsen.

Nach Verabschiedungen, Abholung und Feierstunden wäre nur noch eine „Seligsprechung“ eine Steigerung, scherzte Bürgermeister Andreas Bovenschulte, der ebenfalls betonte, dass Johann-Dieter Oldenburg ein besonderer Mensch sei. Er habe durch sein Wirken der Wesergemeinde und der Nachbarkommune Stuhr „seinen Stempel“ aufgedrückt und die Polizei in ein sehr gutes Licht gerückt. Sie ist nicht irgendeine, sondern „unsere Polizei“. „Oldenburg hat eigene Positionen vertreten und kämpfte stets um die beste Lösung.“ Zudem habe er die Gratwanderung zwischen Dienstverpflichtung und persönlicher Überzeugung gemeistert. Obgleich „Feinde der Demokratie“ mit gerichtlicher Erlaubnis durch Weyhe ziehen durften, hätte Oldenburg für eine reibungslose Demo gesorgt, habe aber stets an der Seite der Bevölkerung mit der Haltung „Weyhe ist bunt, nicht braun“ gestanden.

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