Kostenschätzung für KGS-Sanierung

Politik hat die Wahl: Basis oder Zukunft

Die Verwaltung empfiehlt die äußere und innere Sanierung der KGS Leeste für 9,5 Millionen Euro. - Foto: Ehlers

Leeste - Von Philipp Köster. Für die kompakte Sanierung der Gesamtschule Leeste liegen inzwischen Grobkostenschätzungen vor. Zwei Zahlen hat das Bielefelder Planungsbüro Drees & Huesmann ermittelt.

Die Höhe der von der Gemeinde zu stemmenden Summe hängt von dem ab, was die Politik bevorzugt: den Abschluss der äußeren Sanierung ohne innere Modernisierung und Neuordnung. Für dieses sogenannte Basisszenario müsste Weyhe 6,5 Millionen Euro ausgeben. Oder die kompakte Totalsanierung, also außen und innen. Das Planungsbüro nennt die Variante Zukunftszenario, das mit 9,5 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Für die innere Umgestaltung von Klassenräumen, Forum, Fluren und anderen Bereichen hatte sich eine Lenkungsgruppe ausgesprochen, die moderne pädagogische Konzepte in ihre Überlegungen hatte einfließen lassen. Diese hatte das Planungsbüro berücksichtigt. Die Basisversion sieht dagegen die bloße äußerliche energetische Modernisierung von Fassade, Boden, Decken und dergleichen vor, wie sie in den Jahren zuvor schon begonnen wurde und wofür die Gemeinde bereits knapp fünf Millionen Euro ausgegeben hat.

Die Vorstellung der bisherigen Planungsergebnisse in der sogenannten Phase null im Juni durch das Architekturbüro hatte im zuständigen Fachausschuss ein einhellig positives Echo hervorgerufen – und zwar mit der angedachten inneren Sanierung (wir berichteten).

Am kommenden Dienstag befasst sich der Schulausschuss um 18.30 Uhr in öffentlicher Sitzung mit den Planungen. Der Vorschlag der Verwaltung empfiehlt das Zukunftsszenario.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte betont im Pressegespräch, dass bei den 9,5 Millionen Euro für die kompakte Totalsanierung nicht von einer Kostensteigerung im Vergleich zu den ersten Planungen zu sprechen ist, weil zusätzliche Dinge erledigt würden, die nicht vorgesehen waren.

Unabhängig von Basis oder Zukunft: Das Niedrigzinsniveau erlaube die kompakte Sanierung der Gesamtschule in einem Rutsch. Das sei früher angesichts von Zinsen von rund fünf Prozent im Kommunalkreditbereich nicht möglich gewesen. Nach Ende der Laufzeit sei der Kredit getilgt, und das bei etwa zwei Prozent Zinsen, sagt der Verwaltungschef. Zudem sei ein unkalkulierbarer Anstieg der Baukosten ausgeschlossen.

Wann die Arbeiten beginnen und wie lange sie dauern, wollte der Bürgermeister nicht in die Vorlage schreiben. Nach dem Plazet der politischen Gremien geht es in die weiteren Planungen, die auch einen Architektenwettbewerb vorsehen. Das gesamte Planungsverfahren kostet rund 650 000 Euro.

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